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JD.com attackiert Amazon in Europa

JD.com fordert Amazon.com in Europa mit der neuen Plattform Joybuy heraus

NTG24 - JD.com attackiert Amazon in Europa

 

Mit Joybuy fordert JD.com den amerikanischen Platzhirsch Amazon.com in Europa heraus. Es ist ein ungleicher Kampf, da die Amerikaner alle Brückenköpfe in Besitz haben, aber JD.com hat tiefe Wurzeln in China und viel Munition. 

JD.com (KYG8208B1014) fügt alle Mosaiksteine zusammen und attackiert Amazon (US0231351067) in Europa. Lange war nicht klar, für welche Strategie sich JD.com in Europa am Ende entscheiden wird. Insbesondere nachdem die Übernahmegespräche mit der britischen J Sainsbury (GB00B019KW72) erfolglos blieben, schien der Vorstoss der Chinesen in Europa ins Stocken zu kommen. Doch hinter der Bühne hat man umgebaut und sich für einen organischen Ansatz entschieden. Man brachte alle Mosaikstücke zusammen, um einen Amazon-Konkurrenten an den Start zu bringen, der JoyBuy heisst und in dieser Woche in Europa (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Niederlande) gestartet ist. In ausgewählten Metropolen verspricht man Lieferungen am selben Tag, wenn vor 11 Uhr morgens geordert wird. Die Tochter JD Logistics (KYG5074S1012) hat dazu JoyExpress ins Leben gerufen, um die Mutter zu unterstützen. Hier greift auch die Übernahme von Ceconomy (MediaMarktSaturn), die JoyExpress ein grosses Netzwerk an stationären Mini-Lagern bietet, um die Kunden schnell bedienen zu können und Pick-Up Points anbieten zu können. 

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JD.com Inc.

 

Schnelligkeit ist im E-Commerce-Geschäft bekanntlich Trumpf. Ein Trumpf, mit dem Amazon.com in der Vergangenheit nahezu alle Konkurrenten hinter sich gelassen hat. Doch nachhaltig profitabel sind die Amerikaner in Europa nie gewesen. In den Preiserhöhungen für Prime, den Streaming-Angeboten und der sukzessiven Erhöhung des versandkostenfreien Mindestbestellwertes von ursprünglich 19 Euro auf nun 49 Euro spiegelt sich die Bemühung wider, bessere Margen zu erzielen. In diese Kerbe schlägt Joybuy hinein und bietet Kampfkonditionen an. Die Mitgliedschaft kostet nur 3,99 Euro im Monat und man bietet keinen Schrott wie Temu an, sondern Qualitätsprodukte. 

 

JD.com attackiert Amazon in Europa

 

Entscheidend ist selbstverständlich die Logistik aus China nach Europa. Wie auch bei Amazon wird ein wesentlicher Teil der Produkte aus China kommen, wobei JD.com den grossen Vorteil hat, dass man in China bereits der grösste Händler, gemessen am Umsatz, ist. Für den Einkauf von JD.com ist die Expansion in Europa entsprechend sehr wichtig, denn man wird das Volumen erheblich ausbauen können, was entscheidend in diesem Skalen-Geschäft ist. Es ist daher auch kein Zufall, dass man erst vor wenigen Wochen eine Kooperation mit DHL (DE0005552004) abgeschlossen hat. Durch die Zusammenarbeit mit DHL hat man sich die Unterstützung des wichtigsten europäischen Logistikers gesichert, was sich insbesondere in geringeren Kosten für die Händler auf der Plattform und schnellen Lieferzeiten ausdrücken wird. Da die Händler auf der Amazon Plattform nach eigenen Aussagen geknechtet werden, werden sie in jedem Fall Joybuy zumindest ausprobieren. 

 

JD Logistics Inc.

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeJD Logistics hat bereits 2025 gezeigt, wie stark der operative Rebound ausfällt. Ausgemergelt noch durch die Covid-Lockdowns hat sich das Logistikunternehmen seit 2024 kontinuierlich erholt. Im vergangenen Jahr ein Umsatzsprung um 18,8 % auf 217,2 Mrd. Yuan (ca. 27,5 Mrd. Euro) und ein leichter Gewinnrückgang um -2,8 % auf 6,9 Mrd. Yuan (ca. 871 Mio. Euro). Aber: Im 4. Quartal positives Momentum mit einem Umsatzzuwachs um 22 %. Der Ergebnisrückgang ist vor dem Hintergrund der notwendigen Investitionen und der hohen Fixkosten zu sehen. JD Logistics ist voll vertikal integriert, betreibt und benutzt fast 4.000 Warenhäuser, hat eine eigene Frachtflotte mit 12 Flugzeugen und beschäftigt weltweit mehr als eine halbe Million Mitarbeiter.

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17.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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