Redcare Pharmacy enttäuscht – Bei Nordex zeigt Kostenoptimierung erste Erfolge
Online-Apotheke enttäuscht mit schwacher Entwicklung bei rezeptfreien Medikamenten
Redcare Pharmacy enttäuscht trotz zweistelligem Umsatzanstieg. Zukunftsprognosen bleiben unter den Markterwartungen aufgrund des hohen Wettbewerbs. Nordex profitiert von neuen Ausschreibungen und Projekten.
Redcare Pharmacy (NL0012044747) ist eine europäische Versand-Apotheke mit Hauptsitz in den Niederlanden und ist den meisten Börsianern noch unter dem Namen Shop Apotheke Europe ein Begriff. Redcare verkauft Arzneimittel sowie rezeptfreie Medikamente über die hauseigene Online-Plattform in mehrere europäischen Länder. Am gestrigen Börsentag veröffentlichte die Online-Apotheke die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 sowie einen vorläufigen Ausblick für das Gesamtjahr.
Im vierten Quartal stieg der Umsatz dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 % auf 794 Millionen Euro. Im Gesamtjahr ist das Umsatzwachstum mit 24 % sogar noch höher ausgefallen. Dennoch bleibt der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 mit 2,9 Milliarden Euro leicht hinter den Erwartungen des Marktes von 2,97 Milliarden Euro zurückzubleiben. Grund hierfür ist auch, dass sich der Umsatz mit den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten im vierten Quartal eher zurückhaltend entwickelt hat. Auch das Kundenwachstum scheint etwas nachzulassen. Dennoch konnte Redcare die führende Marktposition mit einem Anstieg auf 13,9 Millionen aktive Kunden behaupten und sogar ausbauen.
Die Aktie von Redcare schoss nach der Vorlage des Zahlenwerkes dennoch deutlich ins Minus und sackte binnen weniger Minuten um 6,9 % ab. Damit notiert die Aktie wieder auf dem Kursniveaus des 3-Jahrestiefes. Grund für die negative Aufnahme der Zahlen ist primär die Tatsache, dass die Entwicklung der rezeptfreien Medikamente die Analysten enttäuschte.
Mit Rückenwind ins neue Jahr
Der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex (DE000A0D6554) ist ohne Frage einer der Gewinner des letzten Börsenjahres. Innerhalb der letzten 12 Monate stieg die Aktie um 170 % und notiert damit nach einer fast dreijährigen Schwächeperiode sogar auf einem Rekordhoch. Grund für die positive Kursentwicklung sind vor allem zahlreiche Neuprojekte, die Nordex gewinnen konnte.
Im Jahr 2025 hat Nordex aus Frankreich, Belgien und Portugal Bestellungen für 78 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 414 Megawatt erhalten. Die Bestellungen umfassen dabei jeweils mehrjährige Service- und Wartungsverträge, sodass sich der Hamburger Konzern langfristige Umsätze gesichert hat.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Nordex einen Umsatz zwischen 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von rund 8,0 %. Dies entspricht beim Umsatz allerdings lediglich einen Anstieg von rund 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Positiv ist aber, dass man die EBITDA-Marge laut den ersten Prognosen um fast 4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr steigern konnte, was die Erfolge der Effizienzsteigerungsmaßnahmen ersichtlich macht.
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07.01.2026 - Christian Teitscheid

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