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Lagarde räumt Amt für Macron, Amrize mit Sonderdividende und Berlin lehnt Stark Defence ab - BÖRSE TO GO

EZB-Präsidentin Lagarde räumt ihr Amt vorzeitig für Präsident Macron

NTG24 - Lagarde räumt Amt für Macron, Amrize mit Sonderdividende und Berlin lehnt Stark Defence ab - BÖRSE TO GO

 

Rochade in Paris. Frankreichs Präsident Macron drängt EZB-Präsidentin Lagarde zum vorzeitigen Rücktritt, um den Nachfolger vor seinem Ausscheiden besetzen zu können. Amrize versucht sich bei seinen neuen Aktionären beliebt zu machen. Zusätzlich zur regulären Dividende wird noch eine Sonderdividende für 2025 ausgeschüttet. Berlin agitiert gegen den deutschen Drohnenhersteller Stark Defence. Der Bundesregierung sind Teile der Investoren zu Trump-freundlich. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Handel in Asien bleibt auch am Mittwoch sehr dünn. Von den großen Börsenplätzen handelt nur Tokio, wo der Nikkei 225 Index deutlich um 1,0 % auf 57.131,00 Punkte steigen konnte. Auch der Terminmarkt präsentiert sich sehr freundlich vor Eröffnung der Vorbörse in Europa. Der DAX-Future (März) steigt um 0,26 % auf 25.122,50 Punkte.

Der Dienstag verlief in Frankfurt schon besser als befürchtet. Die Börse war mit Sorge vor der Eröffnung in New York in den Tag gestartet, aber am Ende ergab sich ein freundlicher Handel, wovon vor allem der DAX profitierte, der um 0,80 % auf 24.998,40 Punkte kletterte. Ganz vorne mit dabei waren die Aktien von Fresenius (DE0005785604), deren Kurs sich um 1,72 % auf 52,00 Euro verbesserte. Der TecDAX steigerte sich um 0,74 % auf 3.681,04 Punkte, während der SDAX nur ein kleines Plus von 0,27 % auf 17.846,06 Punkte schaffte. Das Schlusslicht bildete der MDAX mit einem kleinen Tagesgewinn von 0,25 % auf 31.444,33 Punkte. Die Aktien von Redcare Pharmacy (NL0012044747) waren im Mid Cap Index die größte Belastung mit einem Abschlag um -1,92 % auf 69,05 Euro.

Die Wall Street konnte die negativen Vorgaben abschütteln, aber weit kam man nicht. Am Ende war der S&P 500 Index mit einem Plus von 0,10 % auf 6.843,22 Punkte bereits der Tagesgewinner. Der Dow Jones Industrial Average Index schloss nahezu unverändert bei 49.533,19 Punkten (+0,07 %) und der Nasdaq 100 Index sank leicht um -0,13 % auf 24.701,60 Punkte. 

 

Video -

 

Lagarde verlässt EZB vorzeitig

 

Rochade in Paris. Emmanuel Macron drängt seit Monaten darauf, dass er ein gewichtiges Wort mitzureden hat, wer der neue Präsident der Europäischen Zentralbank wird. Sein Problem ist jedoch, dass ihm keine dritte Amtszeit zusteht und sein bisheriges Mandat mit der Wahl im April 2027 auslaufen wird, spätestens am 13. Mai 2027. Die Amtszeit der amtierenden Präsidentin der Europäischen Zentralbank läuft hingegen bis zum Oktober 2027, sodass eine Entscheidung auch nach dem Ausscheiden von Frankreichs Präsident Macron getroffen werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die heutige Information zu werten, dass Frau Christine Lagarde signalisiert hat, dass sie ihren Posten als Präsidentin der EZB vorzeitig aufgeben wird. Somit ist sichergestellt, dass Macron auf die Wahl des nächsten EZB-Präsidenten Einfluss nehmen kann. Es steht jedoch außer Frage, dass erneut ein Franzose dieses Amt übernimmt. Von den bisher vier EZB-Präsidenten waren zwei Franzosen. Mit Mario Draghi hatten wir einen Italiener und mit Wim Duisenberg einen Niederländer. Es ist bemerkenswert, dass wir bisher keinen deutschen EZB-Präsidenten gehabt haben, da die EZB auf dem Modell der Bundesbank aufgebaut wurde. Zur Wahl zum EZB-Präsidenten steht unter anderem Joachim Nagel, der amtierende Präsident der Bundesbank. Die Amtszeit von Christine Lagarde hat klar gezeigt, wie wichtig es ist, einen Kandidaten mit einer Notenbank-Laufbahn zu wählen. 

 

Sonderdividende von Amrize

 

Amrize (CH1430134226) versucht sich gleich bei seinen neuen Aktionären beliebt zu machen. Für das Geschäftsjahr 2025 schüttet man nicht nur eine reguläre Dividende von 0,44 US-Dollar je Aktie aus, sondern obendrein auch noch eine Sonderdividende von weiteren 0,44 US-Dollar je Aktie, womit die Aktionäre auf eine Bruttodividendenrendite von 1,5 % p. a. kommen. Mit einem Umsatz von 11,8 Mrd. US-Dollar (+0,9 %) für das Geschäftsjahr 2025 erreichte man das obere Ende der eigenen Prognose, die nach den Zahlen für das 3. Quartal veröffentlicht wurden, verfehlte aber knapp die Konsensschätzung der Analysten (Konsens: 11,9 Mrd. US-Dollar). Im laufenden Jahr will man deutlich mehr Wachstum erreichen. Der Baustoffkonzern kündigte ein Umsatzwachstum von 4 % bis 6 % für 2026 an und will das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) auf „bereinigter“ Berechnungsgrundlage um 8 % bis 11 % steigern. Damit würde Amrize am Ende des Jahres bei bis zu 12,5 Mrd. US-Dollar Umsatz und einem „bereinigten“ EBITDA von bis zu 3,33 Mrd. US-Dollar landen. 

 

 

Berlin zeigt Doppelmoral bei Drohnen-Auftrag

 

Der deutsche Drohnenhersteller Stark Defence soll der Bundeswehr helfen, bei der Verteidigung und Aufklärung zu den internationalen Standards zurückzukehren. Geplant ist, dass das Unternehmen einen initialen Auftrag über 269 Mio. Euro bekommt. Erfüllt man die Vorgaben zur Zufriedenheit der Bundeswehr, kann das Auftragsvolumen auf bis zu 2,86 Mrd. Euro steigen. Doch in der Bundesregierung regt sich Widerstand, insbesondere von Seiten des Verteidigungsministers Boris Pistorius. Der ließ am Dienstag durchblicken, dass einige Investoren hinter Stark Defence nicht nach dem Geschmack der Regierung seien, da sie US-Präsident Trump nahestehen. Allen voran wird auf Peter Thiel verwiesen, der eine Beteiligung von weniger als 10 % an Stark Defence hält. Kritisiert wird, dass die politische Einstellung von Thiel nicht kompatibel mit der der Bundesregierung sei. Die Bundesregierung hatte in der jüngeren Vergangenheit jedoch keine Probleme, Großaufträge an Lockheed Martin (US5398301094), Boeing (US0970231058), Northrop Grumman (US6668071029) und RTX (US75513E1010) zu geben, die weit gewichtiger als der Auftrag an Stark Defence sind und denen eine Sympathie zur US-Regierung nachgesagt werden darf.   

 

Tagestermine

 

Am Abend steht um 20:00 Uhr die Veröffentlichung der Fed-Minutes an. Die Anleger erhoffen sich, aus dem Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinssenkung entnehmen zu können. 

 

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18.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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