Die FTC gibt ihren Widerstand rund um die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft auf
Damit ist an Microsofts Gewicht im Gaming-Segment nicht mehr zu rütteln
Seit Jahren schon entwickeln sich die Geschäfte mit der Xbox von Microsoft rückläufig und heute liegt der Konzern im Konsolenmarkt weit abgeschlagen auf dem dritten Platz hinter Sony und Nintendo. Dennoch stieg der Software-Gigant vor rund zwei Jahren zum größten Spielehersteller der Welt auf, indem für 69 Milliarden US-Dollar Activision Blizzard übernommen wurde.
Mit diesem Coup holte sich Microsoft (US5949181045) enorm erfolgreiche Spielereihen wie „Call of Duty“, „World of Warcraft“ und „Overwatch“ ins Haus. Die Übernahme wurde begleitet von heftigem Widerstand und auch nachdem das Ganze über die Bühne ging, versuchte die Wettbewerbsbehörde FTC sich daran, die Fusion zu kippen.
Erst jetzt gibt die Behörde ihren Widerstand auf, wie im „Handelsblatt“ zu lesen ist. Spätestens jetzt darf die Übernahme damit als perfekt angesehen werden und der Name Activision Blizzard wird in Zukunft wohl allenfalls noch in der Historie eine Rolle spielen. Für Microsoft darf die Übernahme als Erfolg gelten.
Zwar sind die Ausgaben enorm, was Microsoft aber vergleichsweise einfach schultern kann. Ein großer Mehrwert ergibt sich vor allem für den eigenen Dienst GamePass, auf dem schon seit einer ganzen Weile der Fokus liegt. Spieler erhalten hier auf Abo-Basis Zugriff auf einen ganzen Katalog von Spielen. Durch die Übernahme von Activision Blizzard sind auch Blockbuster wie Call of Duty direkt zum Release vertreten. Zwar mussten auch Zugeständnisse gemacht werden und die wichtigsten Titel müssen wenigstens zehn Jahre lang auf Konkurrenzplattformen angeboten werden. Dort müssen sie aber klassisch gekauft werden.
Das passt zu Microsoft
Exklusivspiele spielen bei Microsoft heute kaum noch eine Rolle. Selbst eigens veröffentlichte Spiele sind immer öfter auch auf der PlayStation von Sony zu finden. Daher passt auch die Übernahme trotz der Zugeständnisse zur Unternehmensstrategie und den Wachstumsplänen im Segment. Bei der Aktie spielt dies freilich nur eine untergeordnete Rolle, dort bleiben Cloud und KI die beherrschenden Themen. Aussichten auf etwas neuen Schwung ließen die Microsoft-Aktie zuletzt bis auf 454,86 Dollar per Handelsschluss am Donnerstag anschwellen.
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23.05.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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