Windows 10 wird von Microsoft noch einmal ein Jahr länger unterstützt und die Umstellung auf Windows 11 zieht sich damit weiter
Von Windows 11 kann Microsoft noch immer nicht jeden überzeugen
Eigentlich wollte Microsoft bereits im vergangenen Herbst den Support für Windows 10 einstellen. Das hätte bedeutet, dass es künftig keine Sicherheitsupdates mehr geben würde und das System gerade im Zeitalter von KI-Agenten mehr oder minder mit Anschluss an das Internet unbenutzbar wäre. Doch die Frist wird immer weiter in die Zukunft verlegt.
Bisher gab es bereits eine erweiterte Supportphase, welche Endverbraucher entweder kostenlos mit Online-Konto oder zahlungspflichtig mit lokalem Konto nutzen konnten. Jene hätte im kommenden Oktober zu ihrem Ende gefunden. Nun legt Microsoft (US5949181045) noch einmal nach, wie unter anderem „heise.de“ berichtet.
Ein aktualisierter Supportartikel nennt nun den 12. Oktober 2027 als Stichtag für das Auslaufen des sogenannten ESU-Programms. Bis dahin wird es für Windows 10 also weiterhin Sicherheitsupdates, allerdings keine neuen Features geben. Windows 11 wird dann bereits sechs Jahre alt sein. In der Branche wird das Vorgehen von Microsoft auf eine Vielzahl an Nutzern zurückgeführt, die auf Windows 11 nicht aufrüsten wollen oder können.
Microsoft verlangt für Windows 11 einige Besonderheiten bei der Hardware, darunter das Vorhandensein eines TPM-2.0-Chips. Ist ein solcher nicht vorhanden, bleibt Nutzern oftmals nur der Neukauf eines Motherboards, im Falle von Notebooks eines komplett neuen Geräts. Das schmerzt freilich, wenn es dafür ansonsten überhaupt keine Notwendigkeit geben würde.
Microsoft verdient gut mit Support
Für Microsoft ist das Service-Programm ein wenig ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es für den Konzern enttäuschend, dass Windows 11 nur langsam wächst und viele Kunden bei Windows 10 bleiben. Auf der anderen Seite verdient das Unternehmen daran aber auch gut. Firmenkunden können den erweiterten Support für Windows 10 nicht kostenlos in Anspruch nehmen. Pro Rechner werden für das erste Jahr 60 Euro fällig und der Betrag verdoppelt sich jedes Jahr für bis zu maximal drei Jahre. Bei Kunden mit tausenden Lizenzen kommen da hübsche Summen zusammen.
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29.06.2026 - Matthias Eilenbrock

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