Amazon liefert Rechenleistung für Microsoft-Tochter GitHub
Im KI-Wettrennen geht es um den Ausbau der Rechenleistung um jedes Mittel
Microsoft sucht bei der Maximierung der Rechenleistung vom Tochterunternehmen GitHub Unterstützung beim Konkurrenten Amazon.
Microsoft (US5949181045) verkündete bereits im letzten Quartal, dass das Tochterunternehmen GitHub mit dem KI-Wachstum aktuell überfordert sei und man daher möglichst schnell die Rechenkapazität erhöhen muss. GitHub ist eine Plattform zur Entwicklung und Verwaltung von Softwareprojekten, die auf dem hauseigenen Versionskontrollsystem Git basiert. Die Plattform ermöglicht es dabei Entwicklern Codes zentral zu speicher, Änderungen nachzuverfolgen und parallel an einem Projekt zu arbeiten ohne das man die Codes des anderen automatisch überschreibt. Zusätzlich bietet GitHub Funktionen für das Projektmanagement wie issues Boards und automatisierte Workflows an, um die Workflows der Teams effizient zu steuern und zu verwalten. Der große Vorteil der Plattform ist dabei, dass die Plattform auch als Kollaborationsplattform dient und die Entwickler dabei weltweit Open-Source Projekte teilen, weiterentwickeln und voneinander so lernen können.
GitHub ist durch den KI-Hype in den letzten Quartalen so stark gewachsen, dass man intern die Rechenleistung nicht schnell genug skalieren kann und so auf die Hilfe der Konkurrenz angewiesen sind. Ausgerechnet Amazon Web Services also die Cloud-Tochter von Konkurrent Amazon sollen nun diese Rechenleistungsengpässe überbrückt werden. Eigentlich sollte GitHub Ende 2027 vollständig auf den Microsoft-Clouddienst Azure umziehen, doch durch den KI-Boom müsse man nun bereits in diesem Jahr dringend die Rechenleistung erhöhen.
Im Jahr 2025 hat GitHub noch rund eine Milliarde Änderungen an Softwareprojekten verarbeitet in diesem Jahr wird man laut den Hochrechnungen wohl über 14 Änderungen verarbeiten. Durch diese große Nachfrage ist die Plattform in diesem Jahr bereits häufiger an ihre Belastungsgrenze gelangt. Damit dies in Zukunft nicht mehr passiert, hat Microsoft nun eine sogenannte Multi-Cloud-Strategie eingeführt. Zum einen wird die Migration zu Azure beschleunigt aber zum anderen wird GitHub auch die Rechenleistung von anderen Anbietern nutzen müssen.
Der Deal zwischen den beiden Tech-Riesen hat dabei mehr als nur Symbolcharackter. Amazon (US0231351067) ist mit AWS seit Jahren der Weltmarktführer im Cloud-Geschäft und Microsoft wollte mit Azure diese Position Amazon streitig machen. Dabei hat Azure auch in den letzten Quartalen stark aufgeholt. Grund hierfür ist vor allen die enge Partnerschaft mit OpenAI, die nahezu alle Plattformen auf Azure laufen lassen. Der Schulterschluss zeigt nun aber auch, dass es in der heutigen Zeit wichtiger ist das Wachstum am laufen zu lassen, auch wenn man dadurch das Wachstum der Konkurrenz ebenfalls erhöht, als Expansionsmöglichkeiten gänzlich auszuschließen. Zudem zeigt die Partnerschaft auch, dass selbst Techriesen mit Milliardeninvestitionen aktuell an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen, da die KI-Nachfrage weiterhin schneller wächst, als die Zunahme der Rechenkapazitäten auf Angebotsseite.
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23.06.2026 - Christian Teitscheid

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