als .pdf Datei herunterladen

Microsoft Aktie wird zum Opfer von AI

Die Bären attackieren Microsoft hart - ist die SaaS-Apokalypse echt oder nur ein Narrativ?

NTG24 - Microsoft Aktie wird zum Opfer von AI

 

Fällt die SaaS-Apokalypse bei Microsoft aus? Die Bären haben den Anlegern erfolgreich Angst gemacht, dass Microsoft ein Opfer von AI wird. Die Wirklichkeit sieht jedoch ganz anders aus. Aber ohne jeden Zweifel richten die Bären ordentlich Schaden an. 

Anzeige:

Banner Zürcher Börsenbriefe Sonderaktion 4

 

Die Aktien von Microsoft (US5949181045) stehen charttechnisch auf der Kippe. Ausschlaggebend dafür ist der harsche Sell-off, den wir im Juni bisher gesehen haben. Die Kurse vom 01. Juni stellen nicht nur das Monatshoch dar, sondern auch den höchsten Stand seit Ende Januar. Die Bullen schafften es vor vier Wochen jedoch nicht, den Kurs weiter nach oben ausbrechen zu lassen und charttechnisch Fakten zu schaffen. Stattdessen sahen wir einen ungebremsten Sell-off, der ein Viertel der Marktkapitalisierung vernichtete, ohne dass es dafür einen handfesten Grund gibt. Insgesamt wurde bis zum vergangenen Freitag eine Marktkapitalisierung von rund 570 Mrd. US-Dollar ausradiert. 

 

Microsoft Corp.

 

Die Argumente der Bären liegen auf der Hand. Sie sind aber inhaltlich schwach, da sie vor allem auf die Emotionen der Anleger abzielen. Das wichtigste Argument der Short-Seller ist die SaaS-Apokalypse. Wenn AI die Produktivität in Unternehmen stark steigert, sinkt der Bedarf an Microsoft-Lizenzen, die per Benutzer abgerechnet werden. Die Bären argumentieren simpel: Wenn ein 10-köpfiges Team in Zukunft mit AI die Arbeit von 50 Mitarbeitern macht, dann fallen bei Microsoft 40 Lizenzen weg. Auch wird gerne argumentiert, dass die Unternehmen nun per Vibe-Coding sich ihre Softwarelösungen selbst bauen und auf Konzerne wie Microsoft nicht mehr angewiesen sind. Statt sich eine teure Abo-Lösung ins Haus zu holen, für die man monatlich zahlt, aber keine Verbesserungen bekommt, werden hauseigene Lösungen programmiert und so die hohen Kosten für Lizenzen umgangen. 

 

Microsoft Aktie wird zum Opfer von AI

 

Die Realität ist anders gelagert. Dass AI eine potenzielle Bedrohung für das alte Preismodell ist, das die Softwarebranche vor 1 1/2 Dekaden erfolgreich (zulasten der Kunden) eingeführt hat, ist den Softwarehäusern schon seit Jahren klar. Softwarehäuser, die individuelle Lösungen für ihre Kunden programmieren, die von einer AI problemlos nachgebaut werden können, sind sicherlich bedroht. Doch Softwarehäuser wie Microsoft bieten Vorteile, die in der aktuellen Diskussion ignoriert werden. Kommt es zu Problemen, steht Microsoft in der Haftung. Themen wie DSGVO-Konformität, SOC2 oder HIPAA Compliance Anforderungen erfüllt die selbstgebastelte Lösung im Zweifel nicht. Auch sind Cloud Angebote wie Azure gegen Attacken von aussen gesichert, skalieren im Hintergrund unsichtbar für die Kunden und schützen die Daten der Kunden. Solche Risiken will sich ein Grosskunde nicht (zurück) ins Haus holen. Dazu hatte man schliesslich das Software-Ökosystem an Häuser wie Microsoft ausgelagert und aufwändig die eigene Belegschaft geschult. 

Microsoft hat sich zudem so positioniert, dass man an beiden Enden der Pipeline profitiert. Das SaaS Geschäft bleibt, und wenn das Geschäft Richtung AI abwandert, profitiert man mit Lösungen wie Azure und dem CoPilot, bei denen zwar nicht nach Benutzern abgerechnet wird, aber nach Benutzung. Und das kann im Zweifel sogar noch attraktiver sein als ein monatlicher Pauschalpreis. Fakt ist: Microsoft verdient an jeder Anfrage, die von einem AI-System über Azure abgewickelt wird.  

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Angst vor der SaaS-Apokalypse ist aber nicht völlig unberechtigt. Vor allem kleine und mittelgrosse Softwarehäuser, die sich noch keinen ausreichend grossen Pool an Alleinstellungsmerkmalen aufgebaut haben, können Druck vonseiten AI verspüren. Insbesondere wenn es um massgeschneiderte Software geht, wird es heute wieder attraktiv, diese Projekte inhouse zu erledigen, statt sie rauszugeben. Aber das sind Bereiche, die Microsoft nicht betreffen. Die eigentliche Frage ist, wann die Wall Street dies akzeptiert, denn Angst ist bekanntlich nicht rational und kann Kurse lange im Keller halten. 

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

Microsoft Corporation-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Microsoft Corporation-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft Corporation-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Microsoft Corporation - hier weiterlesen...

 

30.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)