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Siemens Healthineers kämpft weiter mit Gegenwind, Lanxess enttäuscht mit dem Ausblick und Henkel übertrifft Erwartungen – BÖRSE TO GO

Schon wieder Ernüchterung an der Börse?

NTG24 - Siemens Healthineers kämpft weiter mit Gegenwind, Lanxess enttäuscht mit dem Ausblick und Henkel übertrifft Erwartungen – BÖRSE TO GO

 

In der laufenden Woche stemmten die Bullen sich mit aller Macht gegen die nicht nachlassende Unsicherheit sowie hohe Ölpreise. Zeitweise gab es kräftige Erholungen zu sehen, angetrieben auch von einigen erfreulichen Quartalszahlen. Doch so langsam scheinen die Börsianer die Geduld zu verlieren. Die Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten bleibt bisher unerfüllt.

Während der Handelsstunden an den hiesigen Märkten tat sich in dieser Hinsicht erstaunlich wenig. Natürlich wurde wieder viel geredet und spekuliert. Doch eine tatsächliche Übereinkunft zwischen dem Iran und den USA kam nicht zustande. Das führte zu einer wieder höheren Nervosität und die Hoffnung allein vermochte den DAX nicht weiter in Richtung Norden zu bewegen. Es ging um etwas mehr als ein Prozent auf 24.664 Punkte zurück.

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Der Dow Jones hielt sich zunächst besser, allerdings schwanden die Hoffnungen auf ein Kriegsende auch hier, als im späten Handel Berichte über einen gegenseitigen Beschuss von USA und Iran die Runde machten. Offenbar fanden Angriffe auf US-Kriegsschiffe statt, welche nicht unbeantwortet bleiben sollten. Statt der Hoffnung auf Frieden macht sich da wieder die Angst neuer Eskalationen breit. Der Dow Jones gab um 0,6 Prozent auf 49.597 Punkte nach. Der Nasdaq 100 konnte sich dank der hervorragenden Ergebnisse aus dem Tech-Segment etwas besser schlagen, landete aber auch mit 0,1 Prozent im roten Bereich.

In Tokio gab es nach den Feiertagen einiges nachzuholen. Enorme Kurssteigerungen gab es unter anderem bei der SoftBank und Mitsui Kinzoku zu sehen. So ziemlich alles, was irgendwie mit KI oder Energie zu tun hatte, wurde am ersten Handelstag dieser Woche in Japan in die Höhe katapultiert. Der Nikkei 225 verbesserte sich um ansehnliche 5,6 Prozent auf 62.834 Zähler. Beim Hang Seng ging es um immerhin 1,6 Prozent aufwärts, allerdings wurden dort die eher schwachen Vorgaben aus Nordamerika noch nicht verdaut.

 

Siemens Healthineers enttäuscht mit Bilanz

 

Neben dem Krieg im Iran waren auch Quartalszahlen im gestrigen Handel ein wichtiges Thema. Dabei häuften sich nach einigen positiven Überraschungen auch unerfreuliche Entwicklungen. Siemens Healthineers (DE000SHL1006) etwa hat weiterhin mit enormen Herausforderungen im Diagnostikgeschäft zu kämpfen. Insbesondere in China ließen die Entwicklungen zu wünschen übrig. Dort machen sich Reformen immer stärker bemerkbar. Außerdem fürchtet das Management eine wieder höhere Inflation und senkte die Prognose für das laufende Jahr schließlich ab. Die Aktie reagierte darauf mit Abschlägen von 4,7 Prozent und ging mit müden 33,93 Euro in den Feierabend.

 

Lanxess im freien Fall

 

Für die Aktie von Lanxess (DE0005470405) ging es sogar noch etwas steiler in Richtung Süden. Hier mussten die Anleger ein Minus von 5,6 Prozent verdauen. Mit einem Schlusskurs von 17,05 Euro wurden sämtliche Tiefstände aus dem April schon wieder unterboten. Verantwortlich dafür waren auch hier maue Quartalsergebnisse. Die Umsätze gingen um knapp 14 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zurück, die Marge stürzte auf 6,8 Prozent und das Ebitda fiel mit 94 Millionen Euro 29,3 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. An der Jahresprognose hält Lanxess zwar fest, was Analysten und Anleger aber eher enttäuscht zur Kenntnis nahmen. Erhofft hatte man sich keine Wunder, jedoch durchaus etwas mehr als das Gezeigte.

 

Henkel auf der Gewinnerseite

 

Es gab jedoch nicht nur Enttäuschungen und geplatzte Hoffnungen am Donnerstag. Gute Neuigkeiten konnte Henkel (DE0006048408) vorweisen. Die Chefetage des Konsumgüterkonzerns sprach über ein aus ihrer Sicht „gutes organisches Umsatzwachstum“ in einem herausfordernden Umfeld. Zu bewundern gab es einen um 1,7 Prozent auf 4,95 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Die Erwartungen konnten damit recht deutlich übertroffen werden und die Aktie zog um 4,3 Prozent bis s auf 66,06 Euro an.

 

Tagestermine

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinAbseits der Entwicklungen im Nahen Osten werden heute sehr wahrscheinlich Arbeitsmarktdaten aus Nordamerika Beachtung finden. Aus Deutschland werden zudem schon in den Morgenstunden monatliche Updates zu Importen und Exporten erwartet. Die Berichtssaison verliert etwas an Schwung, geht aber grundsätzlich weiter mit Zahlen unter anderem von Commerzbank, Sony und der Österreichischen Post.

 

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08.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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