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Plug Power hin- und hergerissen, bei Aixtron lecken die Anleger ihre Wunden, Nvidia pfeift auf die Zweifler und Super Micro Computer punktet mit Neuigkeiten

Letztlich bleiben die Bullen am Ball

NTG24 - Plug Power hin- und hergerissen, bei Aixtron lecken die Anleger ihre Wunden, Nvidia pfeift auf die Zweifler und Super Micro Computer punktet mit Neuigkeiten

 

In schneller Folge gab es in dieser Woche neue Rekorde an den Börsen zu sehen und die gute Marktstimmung will einfach nicht nachlassen. Vielleicht auch deshalb gelingt es den Börsianern, über so manche negative Neuigkeit ein wenig hinwegzusehen. Mahnende Worte finden zumindest derzeit eher wenig Beachtung.

Große Aufmerksamkeit bekam am Freitag Plug Power (US72919P2020). Der Wasserstoffkonzern stellte sein Zahlenwerkt für das vergangene Quartal vor und grob zusammengefasst hagelte es Enttäuschungen. Die Umsätze konnten zwar ordentlich anziehen, lagen aber noch unter den Schätzungen der Analysten. Zudem haben die Verluste sich auf über eine Milliarde US-Dollar ausgeweitet.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm frühen Handel reagierte die Plug Power-Aktie darauf noch mit deutlichen Verlusten. Im späteren Handelsverlauf konnte das Papier sich aber wieder fangen und schließlich sogar ein Plus von etwa sieben Prozent auf die Beine stellen. Grund zur Hoffnung machte, dass die Verantwortlichen nicht mehr von einer akuten Bedrohung der Liquidität sprechen. Zwar wird weiteres Kapital benötigt, es bestehe aber kein „erheblicher Zweifel“ mehr am grundsätzlichen Fortbetrieb der Tätigkeiten.

 

Aixtron: Die Bullen stemmen sich gegen den Absturz

 

Für größere Enttäuschung und einen Kursrutsch um über 20 Prozent sorgten bereits am Donnerstag die Zahlen von Aixtron (DE000A0WMPJ6). Grundsätzlich konnte der Zulieferer der Chipindustrie ein ordentliches Wachstum und einen freundlichen Ausblick abliefern. Die sehr hohen Erwartungen an den Märkten konnten damit aber nicht erfüllt werden. Warburg Research sieht für die heftigen Korrekturen allerdings keinerlei Anlass.

In einer neuen Studie hat das Analysehaus zwar das Kursziel von 36,50 Euro auf nun 34,50 Euro gesenkt. Gleichzeitig wurde die vormals neutrale Haltung aber in eine Kaufempfehlung geändert. Der Rücksetzer wird angesichts starker Wachstumspläne als Einstiegsgelegenheit betrachtet. Zumindest einige Anleger folgen diesem Aufruf und die Aixtron-Aktie konnte sich am Freitag wieder um gut sechs Prozent bis auf 27,24 Euro erholen. Auf 5-Tages-Sicht bleibt allerdings ein Verlust von 17,25 Prozent.

 

Nvidia lässt sich nicht stören

 

Noch immer im Siebenten Himmel schweben derweil die Anteilseigner von Nvidia (US67066G1040). Jene ließen sich auch in dieser Woche wieder nicht von so manch mahnendem Wort entmutigen. Gefühlt werden die Skeptiker zahlreicher und angesichts einer immer aktiveren Konkurrenz wird davor gewarnt, dass Nvidia seine derzeitigen Margen nicht ewig beibehalten könnte. Daraus ergibt sich auch die Aussicht darauf, dass eines Tages mit Zahlen die Erwartungen einmal nicht gesprengt werden können.

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Selbst der eine oder andere Analyst ist schon vorsichtiger geworden. Die Bullen scheinen das aber nicht weiter zu beachten und die Nvidia-Aktie kratzte am Freitag schon wieder am Allzeit-Hoch, welches bei 823,94 Dollar vorzufinden ist. Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels wurde der Titel zu 821,35 Dollar gehandelt; das Tagesplus belief sich dort auf knappe vier Prozent. Der KI-Boom bleibt quicklebendig und solange sich daran nichts ändert, dürfte auch die gute Laune der Aktionäre kaum nachlassen.

 

Super Micro Computer schmiedet neue Partnerschaft

 

Ein wenig weiter entfernt von Höchstständen ist die Aktie von Super Micro Computer (US86800U1043), welche zuletzt heftige Schwankungen durchleben musste. Nun konnte das Unternehmen aber wieder mit interessanten Neuigkeiten punkten. Der Telekommunikationsriese SK Telecom bastelt an einem KI-Datacenter und setzt dafür auf eine Partnerschaft mit Super Micro Computer. Der US-Konzern soll die nötige Ausrüstung für das Projekt liefern, wie „Der Aktionär“ berichtet.

Das reichte den Aktionären aus, um dem Aktienkurs einen deutlichen Sprung nach oben zu genehmigen. Um 5,8 Prozent konnte die Super Micro Computer-Aktie sich bis zum Handel am Nachmittag steigern und damit bis auf 916,95 Dollar zulegen. Die jüngsten Korrekturen scheinen damit schon wieder vollständig in Vergessenheit zu geraten.

 

So darf es weitergehen

 

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Werbebanner Brauerei StauderVergleichsweise niedrige Inflationsdaten, zahlreiche ermutigende Zahlen der Börsenkonzerne, ein erstaunlich robuster Arbeitsmarkt und schiere Grenzenlosigkeit beim KI-Hype: es gibt momentan viele gute Gründe für gute Laune an den Börsen. Noch ist nicht abzusehen, wann der Höhenflug zu seinem Ende finden mag. Bis zuletzt verhallten die Mahnungen der Skeptiker schlicht und es ging selbst für manch angeschlagenen Titel auffällig steil in die Höhe. Doch wer hoch fliegt, fällt bekanntlich tief. Eine Korrektur könnte nach den jüngsten Entwicklungen umso schmerzhafter ausfallen. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, sei daher vor allzu großer Sorglosigkeit gewarnt.

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02.03.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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