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Rivian schneidet besser ab als von Anlegern befürchtet und stellt für das laufende Jahr bedeutende Neuigkeiten in Aussicht

Mit dem R2 will Rivian endlich die Kurve kriegen

NTG24 - Rivian schneidet besser ab als von Anlegern befürchtet und stellt für das laufende Jahr bedeutende Neuigkeiten in Aussicht

 

Euphorie ist selten geworden beim US-Autobauer Rivian. Ende vergangenen Jahres holten die Bullen zwar noch zu einer Kurserholung aus, welche sich zwischenzeitlich aber schon wieder fast vollständig in Luft aufgelöst hatte. Nun liegen frische Zahlen zum vierten Quartal des vergangenen Jahres vor, die durchaus positive Überraschungen mit sich brachte. Optimismus verbreitet Rivian aber insbesondere mit dem weiteren Ausblick.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBereits am Donnerstag informierte Rivian (US76954A1034) darüber, im letzten Quartal einen Verlust je Aktie von 0,54 US-Dollar erzielt zu haben. Das klingt nicht besonders erfreulich, lag aber über der Analystenschätzung, welche einen Verlust je Aktie von 0,69 Dollar in Aussicht stellte. Auch bei den Umsätzen konnten die Erwartungen mit 1,29 Milliarden Dollar knapp überboten werden. Damit verstärkt sich der Eindruck, dass Rivian wenigstens auf dem richtigen Weg zu sein scheint.

 

 

 

Im Gesamtjahr konnte Rivian 2025 sogar zum ersten Mal einen positiven Bruttogewinn in Höhe von 144 Millionen Dollar verbuchen, was zum größten Teil auf die Ergebnisse im vierten Quartal zurückzuführen war. Das Joint Venture mit Volkswagen steuerte hohe Einnahmen bei und glich operative Verluste in Höhe von 432 Millionen Dollar im Autogeschäft mehr als aus. Unter dem Strich konnte der Nettoverlust von 4,75 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr auf nun 3,6 Milliarden Dollar reduziert werden.

 

Rivian will mit neuem Modell punkten

 

Es bleibt für Rivian noch viel zu tun. Dass der Konzern Einnahmen steigern und Kosten senken konnte, ist aber keine Selbstverständlichkeit. Schließlich ist das Geschäft mit Emissionszertifikaten in den USA eingebrochen, nachdem dort die Trump-Regierung Elektroautos mehr oder minder den Kampf angesagt hat. Förderungen wurden gestrichen und CO2-Vorgaben entfallen weitgehend. Die Hersteller klassischer Verbrenner müssen sich da um ihre Klimabilanz erstmal keine Gedanken machen.

Für die Aktionäre ist der Blick nach vorn jedoch stets wichtiger als die Entwicklung aus der Vergangenheit. Dementsprechend lag der Fokus bei der Zahlenvorlage am Donnerstag auch klar auf dem weiteren Ausblick. Ein Vorsteuerverlust von 1,8 bis 2,1 Milliarden Dollar klingt zwar erstmal nicht nach der großen Wende. Rivian hat sich aber auf die Fahne geschrieben, eben jene in die Wege zu leiten. Dafür soll das neue Modell R2 sorgen.

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Im zweiten Quartal soll das SUV für 45.000 Dollar an den Start gehen und dank einer geringeren Produktionskomplexität die Kosten deutlich reduzieren. Rivian spricht gar von einer Halbierung der Materialkosten. Bis Ende nächsten Jahres will der Konzern den Großteil seines Absatzes auf den R2 entfallen lassen. Ob auf diesem Wege dann auch ein Nettogewinn erzielt werden kann, bleibt für den Moment allerdings offen. Wichtig ist für Rivian vor allem eine Steigerung der Absatzzahlen, um endlich auch mit Skaleneffekten arbeiten zu können.

 

Große Begeisterung

 

Die eigenen Anleger konnte Rivian mit dem Ausblick offensichtlich begeistern. Es scheint für den Autobauer besser als befürchtet zu laufen und die Bullen bedankten sich mit munteren Zukäufen. Der Aktienkurs sprang am Freitag um ansehnliche 26,6 Prozent bis auf 17,73 Euro in Richtung Norden. Das ist zwar noch weit entfernt von den kurzzeitigen Spitzen aus dem Dezember, als zeitweise rund 22,50 Dollar auf dem Ticker standen. Doch besteht die Hoffnung darauf, dass die Erholung aktuell von etwas nachhaltigerer Natur sein könnte.

Nach wie vor steht Rivian allerdings in der Bringschuld. Die Pläne für sinkende Kosten und steigende Absatzzahlen sind grundsätzlich vielversprechend. Doch gibt es keine Garantie dafür, dass jene auch in die Tat umgesetzt werden können. Daher ist aus Anlegersicht eine gewisse Portion Skepsis auch weiterhin nicht unangebracht. Sollte Rivian aber wie versprochen mit dem R2 den Turnaround schaffen, so wäre beim Aktienkurs wohl noch einiger mehr an Luft nach oben vorhanden.

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16.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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