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Sony macht gemeinsame Sache mit TSMC, Super Micro Computer rechnet mit höheren Umsätzen und CoreWeave übertrifft Erwartungen

Trotz Aufbruchstimmung bleiben Rekordkurse in weiter Ferne

NTG24 - Sony macht gemeinsame Sache mit TSMC, Super Micro Computer rechnet mit höheren Umsätzen und CoreWeave übertrifft Erwartungen

 

Die Chipbranche steht seit einer Weile unter Druck, obschon es auf fundamentaler Seite nur wenig zu meckern gibt. Dennoch wird an der Börse recht offen die Frage gestellt, wie lange der Wachstumstrend sich noch fortsetzen mag. Einige Hinweise auf weitere Umsatzsprünge und noch mehr Expansion sorgten am Dienstag für versöhnliche Kursentwicklungen, doch eine neuerliche Rekordjagd lässt noch auf sich waren.

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In Japan verkündete der Elektronik-Riese Sony (JP3435000009) eine neue Generation von CMOS-Bildsensoren. Der Start der Massenproduktion wird für das Jahr 2029 angepeilt. An einem bestehenden Standort in Koshi sollen zu diesem Zweck umfangreiche Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen nebst neuen Produktionslinien entstehen. Sony ist bereits einer der wichtigsten Hersteller von CMOS-Bildsensoren, welche unter anderem in Smartphones der Marktführer Apple und Samsung zum Einsatz kommen.

 

 

 

Ganz offensichtlich scheint Sony seine Stellung im Segment auch in Zukunft verteidigen und ausbauen zu wollen. Allerdings sorgt das an der Börse für weniger Aufsehen als Neuigkeiten über KI-Chips. Die Sony-Aktie konnte keinen Rückenwind erhaschen und musste am Dienstag um 0,9 Prozent auf 23,61 US-Dollar zurückgehen. Die im Juli gestartete Erholung geht noch immer eher langsam voran.

 

TSMC beteiligt sich

 

Es half auch nicht, dass Sony sich mit TSMC (US8740391003) den derzeit größten Auftragsfertiger mit ins Boot holte. Zusammen gründen die beiden Konzerne ein Joint Venture, welches zu 60 Prozent zu Sony und zu 40 Prozent zu TSMC zählt. Der taiwanische Konzern soll vor allem Kompetenzen in Sachen Fertigung und Produktion zum Projekt beisteuern. Finanzielle Details zur Zusammenarbeit wurden bislang noch nicht mitgeteilt.

Auch die Aktie von TSMC reagierte kaum, da das Unternehmen in den nächsten Jahren ohnehin mehr als genug zu tun haben wird. Größeren Einfluss auf den Kurs nehmen aktuell Sorgen um die Situation im Nahen Osten und weiterhin auch die Angst davor, dass die KI-Blase doch noch platzen könnte. Der Kurs ging am Mittwoch bis zum Nachmittag in Taipeh um ein Prozent auf 2.415 Taiwan-Dollar zurück. Damit bleibt TSMC aber immerhin in der Näher seiner Rekordkurse.

 

Super Micro Computer wird mutiger

 

Das lässt sich von Super Micro Computer (US86800U3023) trotz nachbörslicher Kursgewinne von 6,5 Prozent nicht behaupten. Das Papier notiert nur noch etwa halb so hoch wie zu seinen besten Zeiten. Dabei informierte der Server-Hersteller über viel Wachstum in den Quartalszahlen. Noch dazu wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 kräftig nach oben getrieben.

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Die Umsätze sollen sich irgendwo zwischen 65 und 72 Milliarden Dollar einpendeln. Selbst am unteren Ende würde damit die Analystenprognose in Höhe von 52,50 Dollar massiv übertroffen werden. Für ein wenig Optimismus sorgt das momentan wieder an den Märkten. Das Überschreiten wichtiger Widerstände im Chart deutet sich aber bislang noch nicht an. Doch was nicht ist, könnte ja bekanntlich noch werden.

 

CoreWeave springt an

 

Noch zufriedener waren die Anleger mit den Ergebnissen von CoreWeave (US21873S1087). Die Umsätze übertrafen die Konsensschätzung von 2,56 Milliarden Dollar mit 2,58 Milliarden Dollar zwar nur leicht. Dafür punktete der Neocloud-Anbieter aber mit einem Verlust je Aktie in Höhe von 1,03 Dollar, der deutlich geringer als befürchtet ausfiel. Vielen Anteilseignern scheint das die Sorge zu nehmen, dass die Ausgaben außer Kontrolle geraten könnten.

Erleichtert griffen die Bullen nachbörslich zu und die CoreWeave-Aktie sprang um rund 15 Prozent in die Höhe. Für den heutigen Mittwoch kündigt sich damit ein Angriff auf die 100-Dollar-Linie an. Selbst im Erfolgsfall bliebe allerdings noch Luft nach oben. Das 52-Wochen-Hoch bei 153,20 Dollar bleibt in weiter Ferne. Der fundamentale Wachstumskurs und die Aktienkurse liegen damit weiterhin etwas auseinander und leise Zweifel können nicht vollständig getilgt werden. Die Skeptiker scheinen zu befürchten, dass eine größere Korrektur lediglich nach hinten verschoben wurde.

 

Alles bestens?

 

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Werbebanner EMH PM TradeGemessen an den Zahlen ist der KI-Boom so lebendig wie eh und je und die Unternehmen aus dem Sektor schreiben momentan noch immer Rekorde bei den Umsätzen. Die Nachfrage scheint immer neue Höhen zu erklimmen. Dennoch bleiben die Bullen vorsichtiger als im vergangenen Jahr. Ob die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und Fundamentalindikatoren schon als Warnsignal zu verstehen ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

 

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12.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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