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Tesla auf Schlingerkurs, Apple fehlt es an Erfolgen, auch bei Intel gibt es Nachholbedarf und Xiaomi versucht es mit E-Autos

Von Hype ist hier nicht allzu viel zu sehen

NTG24 - Tesla auf Schlingerkurs, Apple fehlt es an Erfolgen, auch bei Intel gibt es Nachholbedarf und Xiaomi versucht es mit E-Autos

 

Der Tech-Sektor beherrschte bereits im vergangenen Jahr die Märkte und auch 2024 gibt es hier bisher die größten Kurszuwächse zu sehen. Anleger mit Anteilen von Nvidia oder Microsoft im Depot dürften momentan hochzufrieden auf die Kurse blicken. Doch längst nicht jedes Unternehmen aus dem Bereich konnte zuletzt eine steile Aufwärtsbewegung hinlegen.

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Regelrecht enttäuschend entwickelte sich die Aktie von Tesla (US88160R1014), mit der es seit Jahresbeginn um rund 28 Prozent in die Tiefe ging. Zu Ostern belief der Kurs sich auf 164,42 Euro und damit weniger als die Hälfte dessen, was an den besten Tagen 2021 noch erreicht werden konnte. Das liegt vor allem daran, dass im Autosektor immer stärkerer Gegenwind herrscht. Auch wenn Tesla zu den Tech-Titeln und den „Magnificent Seven“ zählt, so verkauft das Unternehmen am Ende des Tages eben doch Autos, wenn auch vollgestopft mit Technik.

In den letzten Monaten hat die Nachfrage sich dort wenig erfreulich entwickelt und vor allem auf dem gigantischen chinesischen Markt herrscht ein fast schon ruinöser Preiskampf. Das lässt die Margen dahinschmelzen und die weiteren Aussichten sind noch immer nicht unbedingt freundlich. Tesla könnte neue Erfolge dringend gebrauchen.

 

Apple unter Druck

 

Das lässt sich auch vom einst wertvollsten Konzern der Welt in Form von Apple (US0378331005) behaupten. Bei der Marktkapitalisierung bleibt der iPhone-Hersteller zwar (noch?) auf dem zweiten Platz. Doch die Ablösung durch Microsoft an der Spitze steht symbolisch für die Probleme, welche es in Cupertino derzeit gibt. KI hat Apple bisher schlicht verschlafen und auch sonst konnten keine wegweisenden Erfolge gefeiert werden.

Natürlich brodelt die Gerüchteküche und es könnte im laufenden Jahr iPhones mit KI-Funktionen oder auch neue iPads zu sehen geben. Die Anteilseigner verlassen sich auf solche Munkeleien aber längst nicht mehr. Mit dem Aktienkurs ging es im ersten Quartal des laufenden Jahres um 7,1 Prozent auf 158,56 Euro abwärts. Verglichen mit den Kursrekorden aus dem Dezember verlor die Apple-Aktie um rund 12,5 Prozent an Wert.

 

Intel: Masse statt Klasse?

 

Recht ähnlich sieht es beim Chart von Intel (US4581401001) aus, der Verluste von 6,8 Prozent seit Jahresbeginn erkennen lässt. Der Kurs pendelte sich zum Wochenende bei 41,09 Euro ein. Auch Intel hat in Sachen KI bisher eher wenig zu melden und bekommt zudem auch bei seinem Kerngeschäft heftigen Konkurrenzdruck zu spüren. Richten sollen es KI-Erfolge in der Zukunft.

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Aktuell vermarktet das Unternehmen mit allem Nachdruck seine sogenannten Neural Processing Units, oder kurz NPU. Solche befinden sich auf so ziemlich jedem Prozessor neuerer Generationen und sind nach Ansicht von Intel eine Grundvoraussetzung, um von einem „AI-PC“ sprechen zu können. Von eben jenen erwartet der Konzern sich reißenden Absatz. Dahinter steckt im Prinzip nichts Neues und den KI-Beschleunigern von Nvidia kann Intel damit nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen. Vielleicht erhofft das Unternehmen sich aber, durch den Verkauf im Massenmarkt Umsätze in die Höhe zu befördern.

 

Xiaomi wird mobil

 

Der chinesische Tech-Hersteller Xiaomi (KYG9830T1067) wählt einen anderen Weg und will in diesem Jahr mit seinem ersten eigenen E-Auto durchstarten. Das ist bereits seit einer Weile bekannt. Nun stellte das Unternehmen seine ersten Fahrzeuge auch im Detail vor. Der SU7 soll zunächst in zwei Varianten an den Start gehen und mit allerlei Schnickschnack ausgestattet schon ab umgerechnet 28.000 Euro den Besitzer wechseln.

Xiaomi macht damit nicht den günstigsten E-Autos Konkurrenz. Der Konzern hat aber ein Auto gebastelt, welches schwer an Porsche Taycan oder Model Y erinnert und diesen Fahrzeugen in kaum etwas nachsteht, außer im Preis. Das kam an den Märkten gut an und die Xiaomi-Aktie konnte am Donnerstag einen kräftigen Sprung um 12,5 Prozent hinlegen, was den Kurs hierzulande auf 1,98 Euro beförderte. Das befördert die Kursgewinne seit Jahresbeginn auf gut zehn Prozent. Von den Rekorden aus 2021 bleibt aber auch Xiaomi ein gutes Stück entfernt und politische Querelen zwischen China und den USA bleiben ein potenzieller Belastungsfaktor.

 

Es kann nicht jeder gewinnen

 

Trotz den vielen Erfolgen und teils schwindelerregenden Kursrallyes in Indizes mit hoher Tech-Gewichtung finden sich auch hier genügend enttäuschende Entwicklungen. Gerade die könnten für Anleger in dieser Phase aber wieder interessanter werden. Denn während bei Nvidia und Konsorten momentan intensiver über eine mögliche Blasenbildung spekuliert wird, haben Titel mit schwächerer Performance durchaus noch Luft nach oben zu bieten. Eine sichere Bank werden Anleger aber weiterhin nicht finden, weder im Tech-Segment noch sonst irgendwo.

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30.03.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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