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Tesla feiert Fortschritte mit Robotaxis, gerät in Kalifornien allerdings aufgrund überzogener Versprechungen unter Druck

Noch ist Tesla den Weg beim autonomen Fahren nicht zu Ende gegangen

NTG24 - Tesla feiert Fortschritte mit Robotaxis, gerät in Kalifornien allerdings aufgrund überzogener Versprechungen unter Druck

 

Am Dienstag konnte die Tesla-Aktie noch neue Rekordkurse erzielen, nachdem sich Informationen über bedeutende Fortschritte bei Robotaxis verbreiteten. In Texas wurden zwei umgebaute Model Y gesichtet, die vollkommen ohne menschliche Mitfahrer unterwegs waren. Direkt hinter ihnen fuhren zwar weitere Fahrzeuge des Herstellers. Dennoch wurde das Ganze an den Märkten regelrecht abgefeiert. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Vision von Elon Musk tatsächlich Realität werden könnte.

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Schon seit etwa einem halben Jahr ist Tesla (US88160R1014) mit selbstfahrenden Autos unterwegs, dies allerdings in einem eingeschränkten Ausmaß und bisher auch stets mit einem menschlichen Aufpasser im Fahrzeug. Zum Einsatz kommen, anders als bei der Konkurrenz, einzig und allein Kameras zur Verkehrsüberwachung. Dadurch entstanden zu Beginn noch Zweifel, ob Tesla mit seinen Robotaxis überhaupt Erfolge feiern kann.

 

 

 

Da bisher nennenswerte Zwischenfälle ausblieben und nun auch die ersten Fahrzeuge ohne Aufpasser unterwegs sind, scheint der Erfolg etwas näher gerückt zu sein. Das bescherte der Tesla-Aktie ein neues Allzeit-Hoch bei 495,24 US-Dollar und die Zweifler schienen wieder einmal eines Besseren belehrt worden zu sein. Allerdings kämpft der US-Autobauer an anderer Stelle durchaus noch mit Problemen. Das betrifft nicht nur teils rapide sinkende Absatzzahlen im klassischen Geschäft, sondern auch konkret Funktionen zum autonomen Fahren.

 

Kalifornien droht Tesla mit Verkaufsstopp

 

Autonomes Fahren ist bei Tesla nicht nur in Bezug auf Robotaxis ein Thema. Schon seit Jahren bietet der Hersteller auch den Käufern von Model 3 und Co. entsprechende Funktionen an, dies bisher allerdings nur in unterstützender Art und Weise. Vermarktet wurde das Ganze dennoch lange Zeit als „Autopilot“ oder „Full Self Driving“. Daran stört sich der US-Bundesstaat Kalifornien, welcher dem Unternehmen irreführende Versprechen unterstellt.

Wie im „Handelsblatt“ zu lesen ist, droht Tesla deshalb nun sogar ein 30-tägiger Verkaufsstopp. Eben diese Maßnahme wurde grundsätzlich beschlossen, aber noch auf Eis gelegt, um dem Konzern eine Reaktion zu ermöglichen. 60 Tage bleiben nun, um entsprechende Änderungen vorzunehmen. Entweder muss Tesla frühere Versprechen in dieser Zeit umsetzen oder eine Namensänderung vornehmen.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenTesla lenkte bereits ein wenig ein und spricht heute nur noch von „Full Self Driving (supervised). Das scheint den Richtern in Kalifornien allerdings nicht auszureichen. Laut der Unfallermittlungsbehörde NTSB verlassen sich noch immer viele Fahrer übermäßig auf die Assistenzsysteme, und das mit teils katastrophalen Folgen. Bezeichnung und Vermarktung scheinen einige Kunden annehmen zu lassen, dass sie dem Verkehr keine Beachtung mehr schenken müssen. Ein Verkaufsstopp wäre für Tesla eine bittere Angelegenheit. Auch wenn die Absatzzahlen in Kalifornien sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 15 Prozent reduzierten, so ist der US-Bundesstaat doch weiterhin einer der wichtigsten Absatzmärkte.

 

Die Tesla-Aktie lässt wieder nach

 

Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Die Tesla-Aktie erlebte am Mittwoch eine deutliche Korrektur, welche den Kurs um 4,6 Prozent auf 467,26 Dollar zurückbeförderte. Wie viel davon auf bloße Gewinnmitnahmen nach Rekordkursen und wie viel auf dezente Zweifel am Autopiloten zurückzuführen sind, das lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen. Da der Konzern für die Zukunft voll und ganz auf Robotaxis setzt, steht das Thema an der Börse aber zweifellos unter besonderer Beobachtung.

Richtig spannend wird es im kommenden Jahr, wenn Tesla mit neuen Fahrzeugen richtig durchstarten will. Solche kommen gleich gänzlich ohne Lenkrad daher und sollen entsprechend ohne Beifahrer des Unternehmens unterwegs sein. Kann dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, wären die nächsten Kursrekorde durchaus denkbar. Allerdings scheint die Konkurrenz noch immer ein oder zwei Schritte voraus zu sein.

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18.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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