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Zum ersten Mal seit Jahren kauft Elon Musk wieder Aktien von Tesla, und das gleich im ganz großen Stil

Der Chef selbst stützt den Aktienkurs von Tesla

NTG24 - Zum ersten Mal seit Jahren kauft Elon Musk wieder Aktien von Tesla, und das gleich im ganz großen Stil

 

Obschon Tesla mit Absatzproblemen zu kämpfen hat und sich negative Schlagzeilen mehren, trieb es den Aktienkurs in den letzten Tagen in einem atemberaubenden Tempo in die Höhe. Das hat mit Wetten auf Robotaxis zu tun, doch am Montag zeigte sich, dass auch noch andere Kräfte am Werk waren.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenVeröffentlicht wurde gestern eine behördliche Anmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC, der zufolge kein Geringerer als Elon Musk selbst kräftig Anteilsscheine von Tesla (US88160R1014) kaufte. Das passierte auch gleich im ganz großen Stil. Über eine Treuhandgesellschaft steckte der Tesla-Chef etwa eine Milliarde US-Dollar in Tesla-Anteile. Es ist das erste Mal seit über vier Jahren, dass Musk wieder Anteile zukauft. 2022 trennte er sich noch von einem großen Aktienpaket, um die Übernahme von Twitter zu finanzieren.

Die Zukäufe trieben den Kurs von Tesla bereits über 400 Dollar, womit der Durchhänger vom Jahresbeginn nahezu vollständig ausgeglichen werden konnte. Musks Zukäufer wurden von den Märkten nun als klarer Vertrauensbeweis interpretiert. Das heizte die Stimmung nur noch mehr an und die Tesla-Aktie konnte am Montag um weitere 3,6 Prozent bis auf 410 Dollar zulegen. Nachbörslich ging die Rallye munter weiter.

 

 

 

Alles in Butter bei Tesla?

 

Nicht hinwegtäuschen lässt sich darüber, dass Tesla in vielen Märkten weiterhin unbeliebt ist. In Deutschland schafft der Hersteller mit seinem Bestseller Model Y nicht einmal mehr in die Top 10 der Verkaufscharts. In Schweden brachen die Absatzzahlen um über 80 Prozent ein, in den Niederlanden um etwa 50 Prozent und auch in Frankreich halbierten sich die Verkaufszahlen im August in etwa.

Allerdings war aus dem Tesla-Werk in Grünheide von Werksleiter André Thierig auch zu hören, dass es „positive Signale“ aus allen Märkten gebe und die Produktion sogar noch gesteigert werden solle. Das überraschte die meisten Beobachtet. Selbst mit viel Wohlwollen und unter Berücksichtigung einzelner Märkte, in denen Tesla wieder etwas zulegen konnte, lässt sich kaum erkennen, wohin zusätzlich produzierte Fahrzeuge eigentlich gehen sollen. Richtig konkret wurde Tesla in dieser Hinsicht auch nicht.

Es gelingt dem US-Konzern aber, die Anleger bei Laune zu halten. Für gute Stimmung sorgen wie gehabt die eingangs erwähnten Robotaxis. Geht es nach Elon Musk, werden jene in Zukunft ohnehin weitaus bedeutsamer sein als die heute verkauften Elektroautos. Nicht wenige Anleger scheinen diesem Versprechen zu glauben und sich bei der Tesla-Aktie auf eine große Wette einzulassen. Für den Moment scheint es fast, als würde das Unternehmen seine Zweifler wieder einmal eines Besseren belehren.

 

Realitätsverweigerung?

 

Fraglich ist allerdings, wie lange die gute Stimmung sich halten kann. Momentan können die Aktionäre von Tesla noch munter träumen und Medienberichte über fallende Absatzzahlen schlicht ausblenden. Ob es dabei auch bleibt, sollte das Unternehmen bei den nächsten Quartalszahlen herbe Rückschläge verzeichnen, bleibt wohl abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht eben gering. Schließlich warnte schon Elon Musk selbst davor, dass einige harte Quartale bevorstehen könnten.

Die Tesla-Aktie zeigt erneut, dass sie zu keinem Zeitpunkt unterschätzt werden sollte und viele Investoren noch immer einen hohen Wert in ihr sehen. Dennoch lässt sich keine Empfehlung aussprechen, was nach den jüngsten Aufschlägen umso mehr gilt. Schließlich hat die Fallhöhe sich damit noch einmal gesteigert und die nächsten negativen Schlagzeilen sind mehr oder minder bereits in Aussicht. Zum Ende dieses Monats laufen in den USA Kaufanreize für Elektroautos aus. Als es in Deutschland zu einem ähnlichen Szenario kam, brachen die Verkaufszahlen von E-Autos massiv ein. Nicht auszuschließen ist daher, dass Tesla schon demnächst (noch mehr) wichtigen Boden auf dem wichtigen Heimatmarkt verlieren könnte. Ob die Börsen auch das ignorieren könnten, darf bezweifelt werden.

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16.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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