Offenbar hat Tesla in Grünheide deutlich mehr Stellen abgebaut, als bislang öffentlich kommuniziert wurde
Erreicht die Absatzkrise bei Tesla nun doch auch den deutschen Standort?
Trotz teils massiver Absatzrückgänge und Plänen zu Stellenstreichungen bei Tesla seitens Elon Musk versprühte das Tesla-Werk in Grünheide im vergangenen Jahr viel Optimismus. Werksleiter André Thierig brüstete sich gerne damit, dass andere im großen Stil Stellen abbauen würden, während im eigenen Werk lediglich kleinere Anpassungen vorgenommen würden. Allerdings scheint der Abbau dort schneller als gedacht vorangegangen zu sein.
Recherchen des „Handelsblatt“ zeigen, dass die Anzahl der Angestellten bei Tesla (US88160R1014) in Grünheide auf aktuell noch 10.703 Personen zurückgegangen ist. Bei der Betriebsratswahl vor zwei Jahren waren es noch 12.415 Angestellte. Der Rückgang wird von der Zeitung auf 13,8 Prozent beziffert und liegt damit sogar noch über der Ankündigung von Elon Musk, weltweit zehn Prozent von Stellen streichen zu wollen.
Das steht im krassen Gegensatz zu vergangenen Aussagen der Werksleitung zu dem Thema. Jene bezeichnete einen Stellenabbau lediglich als Randthema und sprach davon, 300 Leiharbeitet abzumelden und 400 Stellen durch ein Freiwilligenprogramm zu streichen. Wie die nun deutlich höheren Rückgänge zu erklären sein mögen, ist nicht überliefert. Tesla kommentierte die Berichte bislang nicht.
Es passt auch nicht zu Aussagen von André Thierig, laut denen die Tesla-Angestellten sich in einer „Oase“ befinden würden und auch nicht zu den gebetsmühlenartig wiederholten Aussagen einer „Erfolgsgeschichte“. Bei Tesla werde die Produktion hochgefahren, hieß es noch im vergangenen Oktober. Im Dezember wurde über ein „fantastisches Jahr“ berichtet.
Tesla bleibt im Gegenwind
Wie genau die Lage in Grünheide ausfallen mag, das lässt sich aus der Ferne nicht feststellen. Sollten die Recherchen des Handelsblatt aber den Tatsachen entsprechen, wäre es aber nicht die größte Überraschung. Denn die Absatzzahlen von Tesla waren im vergangenen Jahr weltweit rückläufig. In Deutschland krachten die Verkäufe ungebremst in den Keller, sodass der US-Konzern sogar schon von BYD überholt wurde. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich dies früher oder später auf die Produktion auswirkt.
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23.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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