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Elon Musk hält Wort mit seiner Ankündigung, eine neue Partei gründen zu wollen und schickt den Aktienkurs von Tesla damit weiter in die Tiefe

Bei Tesla geht es weiterhin politisch zu

NTG24 - Elon Musk hält Wort mit seiner Ankündigung, eine neue Partei gründen zu wollen und schickt den Aktienkurs von Tesla damit weiter in die Tiefe

 

Seit Längerem schon liegen die einstigen Best Buddys Donald Trump und Elon Musk über Kreuz. Nun kam es wohl zum endgültigen Zerwürfnis, nachdem Trump zum Unabhängigkeitstag die „Big Beautiful Bill“ unterschrieb. Bereits im Vorfeld kündigte Tesla-Chef Elon Musk an, dass nur einen Tag nach diesem Ereignis eine neue Partei gegründet werde. Diese Ankündigung scheint er nun wahrmachen zu wollen.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinAm Wochenende ließ Musk via „X“ verlauten, die sogenannte „America Party“ ins Leben rufen zu wollen und damit der „Mitte“ eine Stimme zu geben. Welche Mitte damit genau gemeint ist, dürfte wahrscheinlich im Auge des Betrachters liegen. Denn im politischen Diskurs behaupten die allermeisten von sich selbst, die Mitte zu vertreten. In jedem Fall gehen Beobachter aber davon aus, dass Musk Trump durchaus gefährlich werden könnte. Für den Moment gefährdet er aber erstmal seinen Konzern Tesla (US88160R1014).

 

 

 

Eigentlich hatte Musk noch im Mai versprochen, sich aus der Politik zurückzuziehen und sich voll und ganz auf seine Arbeit bei seinen diversen Konzernen zu konzentrieren. Dies wurde an der Börse zunächst mit Erleichterung aufgenommen. Doch anscheinend kann der Tesla-Chef es einfach nicht lassen und wird nun einmal mehr viel Zeit und Energie in politische Abenteuer stecken.

 

Tesla im Abwehrkampf?

 

Das kommt bei den Anlegern gar nicht gut an, die Tesla-Aktie rutschte im außerbörslichen Handel am Wochenende um über fünf Prozent abwärts und ist damit auf dem besten Wege, heute die Linie bei 300 US-Dollar zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder zu unterschreiten. Allerdings dürfte mancher Beobachter auch die Ansicht vertreten, dass Musk ein Stück weit aus ökonomischer Notwendigkeit heraus handelt. Die US-Steuerpolitik wirkt sich nämlich direkt auf Tesla aus.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenFörderungen für Elektroautos werden aller Voraussicht nach auslaufen, Tesla könnten dabei potenziell Milliarden durch die Lappen gehen. Genau dagegen scheint sich Musk zur Wehr setzen zu wollen, auch wenn er dies nicht konkret formulierte. Allerdings setzt er Tesla mit dem Konfrontationskurs auch weiteren Risiken aus. Er bringt sich und Tesla ins Visier der US-Regierung, die noch manche weitere Förderung auf den Prüfstand stellen könnte. Das dürfte ebenfalls ein Faktor sein, der die Börsianer momentan eher in die Defensive zwingt.

Fraglich ist bisher noch, wie sich die jüngsten Entwicklungen auf das Image von Elon Musk und Tesla auswirken werden. Der gute Ruf des Konzerns war zuletzt weitgehend verbrannt. Pluspunkte sammelte Musk vorübergehend am rechten Rand, wo sich aber ohnehin kaum jemand für Elektroautos interessiert. In progressiven Kreisen wurde es derweil schick, Tesla aktiv abzulehnen. Auswirkungen davon spiegelten sich in Verkaufszahlen deutlich wider. Sich nun als eine Art Widerstandskämpfer zu inszenieren, nachdem Musk hunderte Millionen in den Wahlkampf von Trump investierte, klingt nach einem gewagten Stunt.

 

Das war noch nicht alles

 

Vieles rund um Elon Musk und seine neue Partei liegt noch im Dunkeln. Dazu gehören viele Fragen zur Gründung, da dies in den USA mit außerordentlich hohen Hürden versehen ist. Musks Taschen sind aber in jedem Fall tief genug, um so manchen Widerstand aus dem Weg zu räumen. Mittelfristig stellt sich die Frage, welches Wählerpotenzial sich mobilisieren lässt und wie sich die weitere Entwicklung auf den Ruf des Tesla-Chefs und damit unweigerlich auch des Unternehmens auswirken wird.

Fest rechnen lässt sich wohl damit, dass das schon fast an eine Seifenoper erinnernde Geschehen weitergehen wird. Überraschungen sind dabei schon mehr oder minder programmiert. So kommt zwar keine Langeweile auf, die Aktionäre von Tesla müssen sich aber auf viele Unsicherheiten einstellen. Das bekommt einem Aktienkurs selten gut, schon gar nicht, wenn das Unternehmen dahinter fundamental ohnehin schon schwächelt.

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07.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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