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Tesla enttäuscht auf ganzer Linie, müde Bullen bei Nel ASA, die Lufthansa hält an ihrer Techniksparte fest und die Telekom freut sich über viel Zuspruch

Manches freut die Aktionäre, manches nicht

NTG24 - Tesla enttäuscht auf ganzer Linie, müde Bullen bei Nel ASA, die Lufthansa hält an ihrer Techniksparte fest und die Telekom freut sich über viel Zuspruch

 

Die Märkte sind in dieser Woche in Bewegung geraten und erfreulicherweise ging es dabei generell in Richtung Norden. Es gab aber auch manche Enttäuschung zu sehen, und das durchaus bei schwer gefragten Titeln, welche in der Folge vom neuen Schwung an der Börse nur wenig profitieren konnten. Es gab aber natürlich auch gute Neuigkeiten zu hören.

Tesla (US88160R1014) konnte leider in dieser Woche so gar nichts punkten. Nicht nur poltert Elon Musk weiterhin bei X und verprellt damit Werbekunden und wahrscheinlich auch manchen potenziellen Tesla-Kunden. Die Vorstellung des Cybertrucks konnte ebenfalls nicht für viel Begeisterung sorgen. Das Gefährt ist deutlich teurer als eingangs gedacht. Noch dazu fällt die Reichweite geringer als in Aussicht gestellt aus. Und darüber hinaus wird nun auch die Sicherheit zum Thema.

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Warnungen, dass der Straßenverkehr durch den Cybertruck potenziell unsicherer werden wird, sind nichts Neues. Nun scheinen die Befürchtungen der Kritiker sich mit einer Crash-Demonstration seitens Tesla nicht nur bestätigt zu haben. Die Sache scheint sogar noch schlimmer zu sein. Ein Beobachter spricht davon, dass die Knautschzone des Cybertruck „aus Fleisch und Blut“ bestehe. Insgesamt ist die Ansicht verbreitet, dass das Auto im Falle eines Unfalls zwar gut geschützt sei. Die Menschen, gerade in anderen Fahrzeugen, sind dem gigantischen Truck aber allem Anschein nach mehr oder minder hilflos ausgeliefert. Die Tesla-Aktie reagierte zwar nicht mit einem Kurssturz, doch Höhenflüge gab es auch keine mehr zu sehen.

 

Nel ASA: War das schon alles?

 

Der letzte Satz lässt sich auch auf die Aktie von Nel ASA (NO0010081235) anwenden, welche am Freitag noch einmal um 1,6 Prozent zulegen konnte. Das ist ein recht ordentlicher Aufschlag für einen einzigen Handelstag. Der Kurs ging aber lediglich auf 0,69 Euro in Richtung Norden. Damit scheiterten die Käufer einmal mehr daran, die Linie bei 0,70 Euro zu überschreiten und damit einen technischen Ausbruch zumindest in Aussicht zu stellen.

Was nicht ist, kann bekanntlich noch werden. Vielleicht geben die Bullen sich also in der kommenden Woche noch einmal angriffslustig. Fest davon auszugehen ist aber eher nicht, denn es fehlt noch immer an schlagkräftigen Argumenten. Auf die Ankündigung neuer Großaufträge warten die Anteilseigner seit Monaten vergeblich, und allein das ist schon eine veritable Enttäuschung – und das mit jedem weiteren ereignislosen Tag umso mehr.

 

Die Lufthansa bleibt im Steigflug

 

Die Deutsche Lufthansa (DE0008232125) ließ derweil verlauten, überraschend doch keine weiteren Gesellschafter bei der Tochter Lufthansa Technik ins Boot zu holen. Das Unternehmen bleibt also vollständig in der Hand des Mutterkonzerns und für die Zukunft werden anziehende Geschäfte in Aussicht gestellt. Bei den Aktionären ließ das die Stimmung steigen. Um etwas mehr als drei Prozent ging es mit der Lufthansa-Aktie am Freitag aufwärts.

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Der Kurs machte es sich zum Wochenende bei 8,22 Euro bequem und erreicht damit den höchsten Schlusskurs seit fast drei Monaten. Hält der kleine Höhenflug in den nächsten Tagen an, stünde weiteren technischen Sprüngen in die Höhe kaum etwas im Weg. Unter Analysten ist man sich aber eher uneins, ob die Lufthansa-Aktie noch weitere Höhenluft schnuppern können wird. Zwar gibt es derzeit stolze sieben Kaufempfehlungen, denen mit vier Verkaufsempfehlungen aber auch eine nicht unwesentliche Anzahl an skeptischen Experten gegenüberstehen.

 

Deutsche Telekom: Erneut an der Spitze

 

Die Deutsche Telekom (DE0005557508) eroberte im Netztest der renommierten Zeitschrift „connect“ kürzlich erneut den Spitzenplatz. Das Mobilfunknetz des Konzerns erreicht nach Ansicht vieler Beobachter zwar noch immer nicht die Qualität von den meisten europäischen Nachbarn. In Deutschland kann aber kein anderer Anbieter mithalten. Das gilt vor allem in ländlichen Regionen, wo die Telekom teils sehr viel bessere Ergebnisse als Vodafone und O2 einfährt.

Die Telekom verteidigt damit den wichtigen Ruf, das beste Netz in Deutschland zu haben, was sehr wahrscheinlich auch ein wesentlicher Faktor dafür ist, dass Kunden hier in der Regel einen Aufschlag im Vergleich zu Tarifen bei Vodafone oder O2 zahlen. Die Anleger freuen sich über die Neuigkeiten und die Aktie legte am Freitag um 1,23 Prozent bis auf 22,24 Euro zu. Der in diesem Jahr etwa ins Straucheln geratene Aufwärtstrend setzt sich mittlerweile wieder fort.

 

Die Hoffnung macht den Unterschied

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeTrotz prall gefüllter Schlagzeilen hat sich an den Märkten eigentlich erstaunlich wenig geändert. Die Zeiten sind noch immer anspruchsvoll und in Sachen Konjunktur bleiben etliche Fragzeichen bestehen. Dass die Börsen dennoch eine veritable Jahresendrallye über die Bühne zu bringen scheinen, liegt zu großen Teilen an der zurückgekehrten Hoffnung. Niedrige Inflationsdaten und manch ausgebliebene Katastrophe lassen die Anleger wieder freundlicher in Richtung Zukunft blicken. Das ist für den Moment sehr angenehm, bringt aber auch die Gefahr mit sich, dass es bei einem weiteren Stimmungsumschwung zu mindestens genauso heftigen Korrekturen kommen könnte. Anleger bleiben also aufmerksam.

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03.12.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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