ThyssenKrupp pausiert Gespräche über einen Verkauf an Jindal und will sich nun selbst wieder etwas herausputzen
Die Stahlsparte von ThyssenKrupp scheint besser zu laufen
Die Stahlsparte von ThyssenKrupp befand sich in den vergangenen Jahren in einer tiefen Krise und das Management strebte als Ausweg vor allem einen Verkauf an. Im vergangenen Jahr erklärte sich Jindal Steel aus Indien zu einer Übernahme bereit. Entsprechende Gespräche wurden nun aber zunächst auf Eis gelegt.
Das wurde am Samstag durch eine Unternehmensmitteilung bekannt. Darin teilte ThyssenKrupp (DE0007500001) mit, dass man sich im beiderseitigen Einvernehmen zu einer Pausierung der Gespräche entschieden habe. Ein wesentlicher Faktor dabei dürfte sein, dass der Konzern bei der Sanierung der Tochter zuletzt große Fortschritte verzeichnen konnte.
Zudem arbeitet die EU an Schutzmaßnahmen für die heimische Industrie vor Billig-Stahl aus China, was die Aussichten umso freundlicher macht. Wohl auch deshalb will ThyssenKrupp sich nun zunächst darauf konzentrieren, das Geschäft auf eigene Faust zu führen und damit den Wert in die Höhe zu treiben. Eine Übernahme in der Zukunft ist noch nicht gänzlich vom Tisch und Jindal ließ wissen, weiterhin freundschaftlich in Verbindung bleiben zu wollen.
Konzernchef Miguel Lopez ließ wissen, dass die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung von ThyssenKrupp Stell „so gut wie lange nicht mehr“ seien. Begehrlichkeiten weckt die Ankündigungen bereits bei den Gewerkschaften. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, fordert die IG Metall ein Ende der Gespräche ohne Hintertür.
ThyssenKrupp mausert sich
An der Börse kommt die Ankündigung gut an. Schließlich könnte es kaum ein besseres Anzeichen dafür geben, dass Stahl bei ThyssenKrupp wieder besser läuft. Die Aktie reagierte am Montagmorgen mit Zugewinnen von 1,3 Prozent und der Kurs verbesserte sich zunächst auf 10,22 Euro. Im Jahresvergleich ging es schon um 24 Prozent aufwärts. Neben besseren Bedingungen im Stahlsegment konnte ThyssenKrupp vom erfolgreichen Börsengang der Marine-Tochter TKMS profitieren.
thyssenkrupp AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten thyssenkrupp AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für thyssenkrupp AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu thyssenkrupp AG - hier weiterlesen...
04.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)






25.06.2026
03.06.2026
24.05.2026
16.05.2026