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Update Strategiedepot Aktien Spekulativ

Update zum Strategiedepot Aktien Spekulativ 21.11.2019

 

Wie in unserer gestrigen Analyse für den weiteren Aktienkursverlauf der RHEINMETALL AG (DE0007030009) als denkbares Szenario in den Raum gestellt, durchbrach die Aktie in Reaktion auf die Kürzungen von Umsatz- und Margenprognosen ihres Automobil-Bereichs heute tatsächlich die von uns gesetzte Stop-Marke von 93,50 Euro und schloss in XETRA bei 93,00 Euro (Tagestief sogar 91,34 Euro).

Wir eliminieren die Aktie daher mit sofortiger Wirkung zum Stop-Kurs von 93,50 Euro aus unserem Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV, in dem der Titel bislang allokiert war.

Hierfür nehmen wir mit Wirkung zur XETRA-Öffnung 22.11.2019 folgenden Titel neu in das Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV auf:

ATOSS SOFTWARE AG (DE0005104400)

Die Aktie von Deutschlands führendem Softwarespezialisten für alle Fragen des Personalmanagements war bis 26.09. bereits einmal in unserem Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV enthalten, wurde an diesem Tag jedoch zum Börsenschluss bei einem zuvor wegen erhöhter Volatilität auf 123,20 EUR angehobenen Stop-Kurs mit marginalem Gewinn verkauft.

Seither hat die Aktie zwar um 9,5 % zugelegt. Allerdings ebbt die Volatilität innerhalb des breiten charttechnischen Konsolidierungs-Dreiecks mittlerweile zunehmend ab, weshalb auch klassische Momentums-Indikatoren wie MACD und Full Stochastic mittlerweile zunehmend deutlich einen wohl relativ nahe bevorstehenden Aktienausbruch aus der jetzigen Konsolidierungs-Formation nach oben andeuten.

 

CHART: ATOSS SOFTWARE gegen CDAX- Index

 

Chart: Atoss Software gegen CDAX

 

Auch die zurückliegenden rundum positiven fundamentalen Entwicklungen bei Atoss untermauern den offenbar bevorstehenden endgültigen Aktienkursausbruch voll und ganz.

Bereits das Ergebnis zum Halbjahresende 2019 bestätigte die optimistischen Jahreseingangserwartungen des Vorstands vollauf (Überbietung der Prognose mit einem 15 %-igen Umsatzanstieg, Erfüllung der Prognose einer ca. 26 % betragenden operativen Marge). Dieser Wachstumstrend wurde anschließend auch im 3. Quartal bzw. auf 9 Monats-Basis sehr stabil beibehalten. So wurde auf 9 Monats-Basis der Umsatz ebenfalls um 14 % ausgebaut, auch die hohe operative Marge von 26 % wurde exakt beibehalten.

In der bereits Anfang 2019 erstellten sehr optimistischen Gesamtjahresprognose beweist der Konzernvorstand bislang somit eine sehr hohe Zuverlässigkeit seiner Aussagen.

Grundlage der sehr positiven und auch so prognostizierten Geschäftsentwicklung ist dabei ein anhaltend starkes Wachstum des Basisgeschäfts „Softwareverkäufe“ (Umsatz erste 9 Monate + 18 %). Dieses macht mittlerweile sogar 65 % des sehr stabil wachsenden Konzernumsatzes aus (Vorjahr: noch 63 %). Auch der Anteil dauerhafter Softwareumsätze auf Basis langfristiger Ausstattungsverträge erhöhte sich auf 9 Monats-Basis gegenüber dem Vorjahr von 67 % auf 70 %.

Hinzu tritt bei Atoss jedoch nunmehr auch in zunehmendem Maße das cloudbasierte Personalmanagement-Geschäft als ein längerfristig weiterer elementarer Umsatz- und Gewinnimpuls. Derartige vertragsgebundene und daher nachhaltige Umsätze in Cloud-Personalsoftware- und -Beratungslösungen verdoppelten sich nach 9 Monaten nahezu auf 5,5 Mio. Euro, trugen per Ende September jedoch erst 11 % (!) zum gesamten Konzernumsatz bei.

Dies lässt nur erahnen, in welche Umsatz- und Gewinndimensionen Atoss in der Kombination aus sehr stabilem Software- und rasant wachsendem Cloud-Geschäft künftig noch vorstoßen kann, wenn man sich die absehbar sicher weiter sprunghaft ansteigenden Cloud-Beiträge zum gesamten Konzernergebnis vergegenwärtigt.

Um dies zu illustrieren, und seinen diesbezüglichen Optimismus noch zu unterstreichen, hat Atoss ab Anfang 2019 nun auch erstmals die Kennzahl ARR (= Annual Recurring Revenue), also übersetzt „Wiederkehrende Jahreserträge“ eingeführt, die einordnen soll, welcher Anteil an Software- und Cloudumsätzen langfristig vertragsgebunden stabil generiert werden kann. Dieser gesamte ARR-Anteil stieg per Ende September 2019 gegenüber dem Vorjahr um 78 % auf 7,1 Mio. Euro, macht damit jedoch ebenfalls erst 14 % des Konzernumsatzes aus. Auch dies zeigt, welch weitere gewaltige Entwicklungspotenziale stabiler Umsatz- und Gewinnbeiträge hier noch in den nächsten Jahren schlummern.

Die zurückliegend sehr positive Geschäftsentwicklung verknüpft der Vorstand von Atoss daher nun so wörtlich für 2019 mit der Erwartung des „14. Rekord-Geschäftsjahres in Folge“ sowie basierend auf einer „herausragend starken Auftragsentwickung“ einer ebenso „exzellenten Fortsetzung dieser Wachstumsstory auch in 2020“.

Basierend auf diesen sehr transparenten und glaubwürdigen Geschäftsaussichten von Atoss, die mit ihren Personalsoftware-Produkten aktuell über 6500 Kunden in 42 Ländern der Welt beliefern (darunter z. B. Coca Cola, Lufthansa, ALDI Süd, Deutsche Bahn und Douglas) messen wir der Aktie selbst auf ihrem jetzigen KGV (2020e) von rd. 37 langfristig noch erheblichen Kursspielraum bei.

 

 

21.11.2019 - Matthias Reiner - mr@ntg24.de