Tesla plant Einführung des Autopiloten in Europa
Wird ein massenmarkttauglicher Autopilot zum Kassenschlager?
Tesla will europäischen Start für autonomes Fahren beschleunigen. Strenge Richtlinien verhindern aktuell noch die Anwendung für den Massenmarkt.
Bereits im Jahr 2019 machte Tesla (US88160R1014) auf der eigenen Website mit einem Model S auf sich aufmerksam, dass in einem Video, eine Strecke zur Arbeit völlig autonom gefahren ist und anschließend auch selbstständig einen Parkplatz gesucht hat. Kurze Zeit später gab man allerdings zu, dass man bei diesem Videoclip etwas die Kunden getäuscht hatte. So war das Fahrzeug auf einer extra dafür abgesperrte Teststrecke unterwegs und man hat die Route dem Fahrzeug eher einprogrammiert, als das dieses sich wirklich selbstständig fortbewegt hatte. Im Jahr 2019 war Tesla also noch meilenweit von einem wirklich autonomen Fahrzeug entfernt und auch wenn Tesla den eigenen Zeitplan weiterhin weit hinterherhinkt, ist der US-Elektroautopionier in den letzten Jahren dem Ziel deutlich näher gekommen.
Nun arbeitet Tesla weiter daran den europäischen Kunden die Full-Self-Driving-Technologie zugänglich zu machen. Für Tesla ist Europa aufgrund der starken Konkurrenz in China mittlerweile ein strategisch wichtiger Kernmarkt, in dem großes Potential sieht. Aktuell wird Tesla allerdings in Europa aufgrund der strengeren Vorschriften und Prüfvorschriften im Vergleich zum US-Heimatmarkt ausgebremst.
Dennoch erweitert Tesla in Europa die Testinfrastruktur sukzessive. So sucht Tesla in Europa aktuell sogenannte Vehicle Operatoren, die Fahrdaten analysieren und kontinuierlich Feedback zur Optimierung der Datenerfassung geben. Kurzfristig wird Tesla-Chef Elon Musk seine Aufmerksamkeit auch auf die RDW mit Sitz in den Niederlanden lenken. Diese Behörde ist für die europaweite Typgenehmigung für Fahrzeuge und auch Technologien verantwortlich. Aktuell hat die Behörde lediglich neun Fahrzeuge für Test zugelassen und das obwohl Tesla laut eigener Aussage seit Jahren im engen Austausch mit der Behörde steht.
Die vorsichtige europäische Regulierung scheint tatsächlich derzeit mit dem Tempo mit dem die großen Autokonzerne in die Richtung autonomes Fahren entwickeln nicht mithalten zu können. In den USA hingegen können die Konzerne die Fahrzeuge selbst zertifizieren und sind dabei auf keine behördlichen Freigaben angewiesen. Dies hemmt auch Tesla, denn für den Elektroautobauer, ist das autonome Fahren ein erfolgskritisches Projekt. Das autonome Fahren soll das zuletzt abnehmende Umsatzwachstum wieder ankurbeln und als natürlicher Schutz vor den chinesischen Konzernen wie BYD gelten.
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21.12.2025 - Christian Teitscheid

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