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BYD im Freudentaumel, Rheinmetall bleibt beliebt bei Analysten, TUI bemüht sich um bessere Stimmung und Evotec verschnauft

Von Entwarnung kann an den Börsen noch keine Rede sein

NTG24 - BYD im Freudentaumel, Rheinmetall bleibt beliebt bei Analysten, TUI bemüht sich um bessere Stimmung und Evotec verschnauft

 

Obschon der Krieg im Nahen Osten weitergeht und jegliche Anzeichen eines baldigen Endes vermissen lässt, wagten die Börsen sich am Montag an eine minimale Erholung. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass es sich dabei schon um eine Bodenbildung oder gar eine Trendwende handelt. Denn solange ob der gesperrten Straße von Hormus eine veritable Energiekrise droht, bleibt die Unsicherheit hoch.

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Um da mehr als nur eine minimale Erholung auf die Beine zu stellen, braucht es schon handfeste und erfreuliche Neuigkeiten. Liefern konnte solche zum Wochenstart BYD (CNE100000296). Der chinesische Autobauer gilt als potenzieller Profiteur steigender Ölpreise. Denn durch große Sprünge bei den Preisen an der Zapfsäule werden E-Autos schlagartig interessanter. Untermalt wurde dies nun durch einen Großauftrag über 100.000 Fahrzeuge für das BYD-Werk in Brasilien, wie „Der Aktionär“ berichtet.

 

 

 

Das ist für BYD ein maßgeblicher Erfolg bei seinen Plänen zur internationalen Expansion. Die Aktie reagierte hierzulande mit Aufschlägen von 7,6 Prozent und der Kurs schwang sich bis auf 11,56 Euro in die Höhe. Zusätzlichen Rückenwind gab es dabei noch von Analysten, die sich begeistert über die neue Blade Battery 2.0 zeigten und Prognosen für die Absätze im März nach oben anpassten.

 

Rheinmetall wieder gefragt

 

Bei der Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) waren es die Analysten der US-Bank JPMorgan, die für etwas bessere Stimmung sorgten. Auf die jüngsten Zahlen reagierten die Anteilseigner noch mit einem kleinen Ausverkauf und die Kurse bewegten sich in Richtung 1.500 Euro. Die Börsenprofis kamen nicht umhin, auf die unterhalb der Erwartung liegenden Ergebnisse zu verweisen, welche die Aktie kurzfristig unter Druck setzen könnten.

Allerdings wird dennoch weder an der Kaufempfehlung noch dem Kursziel in Höhe von 2.130 Euro gerüttelt. An den mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten scheint sich also wenig geändert zu haben. Tatsächlich dürfte das Thema Aufrüstung in Europa aktueller denn je sein, nachdem US-Präsident Donald Trump sich frustriert über ausbleibende Unterstützung europäischer Partner bei der Sicherung der Straße von Hormus zeigte und bereits vage Drohungen zur NATO aussprach. Einmal mehr zeigt sich, dass für Europa die USA unter Trump kein verlässlicher Partner mehr sind.

 

TUI besänftigt die Gemüter

 

TUI (DE000TUAG505) gehört zu den Unternehmen, die mit am schwersten unter dem Krieg im Nahen Osten zu leiden haben. Noch immer stecken zwei Kreuzfahrtschiffe in der Region fest und etliche Reisen müssen für den Moment abgesagt werden. Das ist den Anlegern nicht entgangen, welche den Aktienkurs in den letzten zwei Wochen um über 20 Prozent in die Tiefe fallen ließen. In Paris bemühte das Management sich nun im Rahmen einer Roadshow darum, wieder für etwas bessere Stimmung zu sorgen.

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Werbebanner EMH PM Trade Geredet wurde bei dieser Gelegenheit über „kurzfristige Beeinträchtigungen“ durch regionale Konflikte, welche mit einem starken Geschäft im zweiten Halbjahr kompensiert werden könnten. Der Reiseveranstalter geht fest davon aus, dass die Reiselust der Menschen ungebrochen bleiben wird. Die TUI-Aktie reagierte tatsächlich mit Aufschlägen von 2,4 Prozent und der Kurs verbesserte sich am Montag bis auf 6,76 Euro. Sorgen bleiben aber eingepreist und je länger der Konflikt in Nahost anhält, desto höher wird auch das Risiko für die Anleger.

 

Evotec steigt ohne Grund

 

Ein wenig half bei Kursgewinnen zum Wochenbeginn auch das Marktsentiment. Nach teils deutlichen Verlusten aus der Vorwoche waren die Schnäppchenjäger unterwegs, die im Zweifel gar keine Argumente brauchten, welche über (vermeintlich) günstige Einstiegskurse hinausgehen. Das zeigte sich bei der Aktie von Evotec (DE0005664809) recht deutlich, die spontan um 2,1 Prozent auf 4,26 Euro anstieg. Gute Neuigkeiten gab es rund um das Unternehmen nicht zu vernehmen.

Zuvor enttäuschte Evotec mit seinen Zielen für das laufende Jahr und konnte die Anteilseigner auch mit der neuen Strategie „Horizon“ nicht abholen. Sparvorhaben sollen zwar dabei helfen, die Kosten weiter in den Griff zu bekommen. Wachstumssignale suchen die Aktionäre aber vergeblich und die Aktie bleibt trotz der kleinen Erholung im charttechnischen Abwärtstrend stecken. Letzterer hat den Kurs seit Jahresbeginn bereits um knappe 23 Prozent in Richtung Süden befördert.

 

Chaotische Zeiten

 

Der Krieg im Nahen Osten wird die Märkte auch weiterhin beschäftigen. Die USA scheinen das Ganze in einem spektakulären Ausmaß unterschätzt zu haben und die Administration droht nun schon der Presse, welche in ihren Augen nicht „patriotisch“ genug über die Entwicklungen in der Region berichtet. Es zeichnet sich ein langer Konflikt mit weiterhin kaum abschätzbaren Folgen ab. Die Börsianer sind sich über die vielen potenziell unangenehmen Folgen sehr bewusst, weshalb an eine plötzliche Rückkehr in den Rallyemodus trotz eines Handelstages in Grün nicht zu denken ist.

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17.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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