Die BYD-Aktie musste im Jahr 2025 etwas leiden, doch die Absatzzahlen bescherten dem chinesischen Autobauer die globale Marktführerschaft
BYD ist die neue Nummer 1 unter den E-Autobauern
Das Jahr 2025 befindet sich in seinen letzten Zügen und es brachte einige überraschende Wendungen mit sich. Im E-Auto-Segment zeichnete sich kurz vor dem Jahreswechsel ein waschechter Umbruch ab. Tesla verliert aller Voraussicht nach seinen Platz an der Spitze, womit zu Jahresbeginn noch nicht unbedingt zu rechnen war.
Anfang Januar machte sich Tesla-Chef Elon Musk noch bereits für seine Arbeit in der US-Regierung unter Donald Trump, der am 20. Januar 2025 zum 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Alles schien bestens zu laufen. Die Anleger hofften auf eine dezente Sonderbehandlung, was die Verkaufszahlen weiter in die Höhe befördern könnte. Doch dazu ist es nicht gekommen. Trump schaffte Steuervorteile ab, lag zeitweise mit Musk über Kreuz und führte seinen fragwürdigen Kampf gegen alles, was auch nur entfernt mit erneuerbaren Energien zu tun hat, munter fort.
Elon Musk fiel derweil bei seiner Kernklientel aufgrund seiner fragwürdigen politischen Aktivitäten inklusive „römischem Gruß“ und dergleichen mehr völlig durch. Das Resultat sind eklatante Einbrüche bei den Verkaufszahlen. Das wiederum hat zur Folge, dass im Jahr 2025 BYD (CNE100000296) die globale Marktführerschaft übernimmt. Aktuelle Verkaufsdaten zeigen, dass der chinesische Hersteller per Ende November bereits 2,07 Millionen reine Elektroautos an die Frau oder den Mann bringen konnten.
BYD: Unerreichbar?
Endgültige Zahlen stehen zwar noch aus. Doch meldete Tesla für die ersten neun Monate lediglich 1,22 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Um den Abstand zu BYD aufzuholen, müsste der Konzern im vierten Quartal einen beispiellosen Sprung hinlegen. Davon ist aber nicht auszugehen. Denn zum einen gaben die Neuzulassungen in Europa weiter nach und zum anderen ist in den Q3-Zahlen bereits ein einmaliger Effekt durch den Wegfall von Steuergutschriften enthalten.
Es darf daher mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass BYD sich die Marktführerschaft gesichert hat. Das ist im ersten Moment vielleicht nur ein Prestigegewinn. Es zeigt aber dennoch die Richtung, in die sich der Autogigant aus Shenzhen weiterhin bewegt, und die laufende Expansion in Europa eröffnet weitere Chancen. Dem gegenüber steht ein angeschlagener Aktienkurs, bei dem Erfolge aufgrund des Preiskampfs in China kaum noch gewürdigt zu werden scheinen.
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01.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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