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BYD in Korrektur - Chance oder Risiko?

BYD wächst um ein Drittel im 1. Halbjahr - aber zu welchem Preis?

NTG24 - BYD in Korrektur - Chance oder Risiko?

 

BYD kann seine Königsposition verteidigen. Man blieb im 1. Halbjahr unangefochten der grösste Hersteller in China und wuchs im Jahresvergleich sehr stark. Die Anleger sind aber noch nicht überzeugt. 

Die Zahlen von BYD (CNE100000296) sind ausgezeichnet und weit besser als befürchtet. Erneut ist das Unternehmen im 1. Halbjahr 2025 der grösste Verkäufer in China gewesen und setzte insgesamt 2,146 Mio. Fahrzeuge (Pkw + Nfz) ab. Damit konnte man ein Wachstum von 33 % im Jahresvergleich erzielen. Der Anteil der ins Ausland exportierten Fahrzeuge stieg in den ersten sechs Monaten um 230 % auf rund 470.000. 

Bekanntlich erlebte der wichtige chinesische Markt im Juni-Quartal einen Angebotsüberhang. Was unter anderem mit den Verunsicherungen aus der amerikanischen US-Zollpolitik zusammenhing und dem Anstieg der Produktionskapazitäten im Inland. Der Markt benötigt eine Bereinigung und Konsolidierung.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenBYD bereinigt die Situation über den Preis. Den zu hohen Bestand hat man in den letzten Wochen und Monaten mit hohen Rabatten reduziert. Das Unternehmen löste mit seinen Kampfpreisen eine regelrechte Rabattschlacht aus, aber das ist der beste Weg. Wer zuerst die Preise senkt, hat die besten Chancen, nicht auf seinem Bestand sitzen zu bleiben, denn die prospektiven Kunden kaufen schliesslich nur einmal. Das kostet initial Geld, aber weniger, als wenn man wartet und auf eine Erholung der Nachfrage hofft. Allein im Juni verkaufte man 382.600 NEVs. 

 

BYD in Korrektur - Chance oder Risiko?

 

Ausserhalb Chinas geht die Expansion. Gerade erst vor einer Woche hat man sein neues Werk in Camaçari, Brasilien, eröffnen können. In Bezug auf die Arbeitsmoral stossen hier selbstverständlich zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die Chinesen, denen Fleiss und Disziplin ab frühester Jugend eingeimpft wird, und auf der anderen Seite die Brasilianer, bei denen auch morgen noch geht, was eigentlich heute gemacht werden soll. Noch werden viele Komponenten aus China importiert und in Brasilien endmontiert. Aber bis Ende 2026 soll das Werk vollständig lokal produzieren. Gebaut werden der BYD Dolphin Mini und der SUV Song Plus. 

 

BYD Co. LTD.

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas Werk in Mexiko hat man vorerst auf Eis gelegt, bis die Zoll-Situation geklärt ist. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass BYD stattdessen ein Werk in den USA erwägen muss. Wie in der neuen Steuergesetzgebung noch einmal verdeutlicht, will die Trump-Administration eine möglichst 100%ige Produktion in den USA erzielen. Dazu können Amerikaner nun bis zu 10.000 an Finanzierungszinsen von der Steuer absetzen, aber halt nur, wenn das Auto in den USA gebaut wurde. Es erscheint aktuell unwahrscheinlich, dass Trump am Ende einknickt und das bisherige System wieder etabliert. Möglich ist, dass für die Autobranche Ausnahmen dauerhaft vorgenommen werden, die eine Teilproduktion im benachbarten Ausland zulassen. Auf Basis solch niedriger Wahrscheinlichkeiten ein neues Werk zu bauen, ist aber wenig ratsam.

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09.07.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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