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Bayer kann sich vor dem Supreme Court beim Thema Glyphosat durchsetzen und damit endlich ein Ende der schier endlosen Rechtsstreitigkeiten in Aussicht stellen

Bei Bayer könnte eine neue Ära bevorstehen

NTG24 - Bayer kann sich vor dem Supreme Court beim Thema Glyphosat durchsetzen und damit endlich ein Ende der schier endlosen Rechtsstreitigkeiten in Aussicht stellen

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Seit sich Bayer im Jahr 2018 den Saatgut-Konzern Monsanto ins eigene Unternehmen holte, gibt es an der Börse eigentlich nur noch ein Thema: Glyphosat. Der Unkrautvernichter ist Gegenstand von zehntausenden Klagen, was Bayer Kosten in Milliardenhöhe einbrockte. CEO Bill Anderson versprach im vergangenen Jahr, die Risiken deutlich zu senken. Dieses Versprechen scheint er nun einlösen zu können.

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Vor dem Supreme Court konnte Bayer (DE000BAY0017) ein entscheidendes Urteil für sich verbuchen. Die Richter sind mit deutlicher Mehrheit zu dem Schluss gekommen, dass Zulassungsvorgaben der Bundesbehörde EPA Vorrang vor dem Recht einzelner US-Bundesstaaten haben. Da die EPA Glyphosat als unbedenklich einstuft, wird damit den allermeisten noch laufenden Klagen die Grundlage entzogen. Zusätzlich dazu entfällt für Bayer künftig jedwede Pflicht dazu, einen Warnhinweis aufgrund angeblicher Krebsrisiken auf die Verpackungen zu drucken.

 

 

 

In einer vorläufigen Stellungnahme zeigt sich Bayer zufrieden und bezeichnet das Urteil als „gut für die Wissenschaft, Landwirte und für Branchen, die auf regulatorische Klarheit für Innovationen angewiesen sind“. Ganz aus der Welt geschafft sind die anhängigen Klagen zwar noch nicht. Doch das Pendel schwingt nun deutlich zugunsten des Leverkusener Konzerns aus.

 

Bayer blickt jetzt nach vorne

 

Bayer will weiterhin einen Vergleich voranbringen, mit dem rund 67.000 Klagen zu den Akten gelegt werden sollen. Außerdem könnte damit auch das Risiko zukünftiger Klagen verschwinden. Noch steht dazu eine Genehmigung aus, doch die Chancen auf eine Freigabe werden von Juristen als hoch eingeschätzt. Zudem wird nach dem Supreme-Court-Urteil vermutet, dass die Klägeranwälte ihren Mandaten zur Annehme eines Vergleichs raten werden. Bayer will dafür insgesamt 7,25 Milliarden US-Dollar aufwenden.

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Insgesamt wird Bayer damit seit 2019 schätzungsweise über 20 Milliarden Euro für Glyphosat-Klagen ausgegeben haben. Das schmerzt im Rückblick noch immer etwas. An der Börse stand aber gestern erst einmal der Befreiungsschlag im Vordergrund. Die Risiken sinken deutlich und die Anleger können sich endlich über andere Dinge Gedanken machen. Ein wenig blitzt auch die Hoffnung auf, dass es endlich wieder nennenswerte Ausschüttungen geben könnte. In den letzten Jahren hielt der hochverschuldete Konzern sich in dieser Hinsicht schwer zurück.

Die Hoffnung machte sich an der Börse in Form eines massiven Kurssprungs bemerkbar. Die Bayer-Aktie trieb es am Donnerstag um 18,7 Prozent bis auf runde 47 Euro in die Höhe. Das ist der größte Tagesgewinn seit über 20 Jahren. Zwar notiert die Bayer-Aktie weiterhin nur etwa halb so hoch wie im Jahr 2018. Doch der Grundstein für eine Rückkehr zu alter Stärke könnte nun gelegt worden sein. Das schätzen auch einige Analysten so ein, welche ihre Kursziele zum Teil bereits angehoben haben.

 

Ende gut, alles gut

 

Die Strategie von Bayer mit einem Verfahren vor dem Supreme Court galt als einigermaßen riskant. Der Plan scheint nun aber aufzugehen und dem Unternehmen wird endlich wieder etwas Planungssicherheit gegönnt. Zwar bleibt noch manche Baustelle an anderer Stelle vorhanden. Das tritt aber erst einmal alles in den Hintergrund. Der Konzern verliert in den Augen der Anleger den mit Abstand größten Ballast.

Die Blicke richten sich nun auf den Juli und die spannende Frage, ob der von Bayer anvisierte Vergleich angenommen werden mag. Sollte das der Fall sein, so kann die Akte Glyphosat erst einmal geschlossen werden. Sinkende Belastungen aus dieser Richtung dürften dann auch die künftigen Bilanzen deutlich aufwerten. Die Bayer-Aktie könnte damit eine fulminante und vor allem nachhaltige Trendwende auf die Beine stellen und die Chancen für ein solches Szenario haben sich gerade massiv erhöht.

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26.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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