UBS erwägt Schweiz zu verlassen, OpenAI holt xAI CFO und Lisa Cook darf abstimmen - BÖRSE TO GO
UBS in Gesprächen mit Trump-Administration - verlässt die UBS die Schweiz?
Verlässt die UBS die Schweiz? Die Führungsriege hat in den USA Gespräche mit der Trump-Administration über einen Wechsel geführt. Gerichtsdrama vor der Fed-Entscheidung. Fed-Gouverneurin Lisa Cook darf am Mittwoch abstimmen, doch das Weiße Haus hat noch eine Option. OpenAI schnappt sich den xAI CFO. Mike Liberatore wird ab sofort für das Controlling der Milliarden an AI-Investitionen verantwortlich sein.
Der Aktienhandel in Asien ist auch am Dienstag erneut sehr freundlich gestimmt. Einige chinesische Onshore-Indizes neigen zur Schwäche, aber der Rest der Region handelt höher. Dabei notiert der Nikkei 225 Index kurz vor Handelsende mehr als 0,55 % und der KOSPI mehr als 1,20 % im Plus. Der Terminmarkt ist vor Eröffnung des Börsenhandels in Europa freundlich gestimmt. Der DAX-Future (Dezember) wird bei 23.906,30 Punkten (+0,11 %) gehandelt.
Frankfurt hatte am Montag stark vorgelegt. Nach einer durchwachsenen Woche kletterten am Montag alle deutschen Benchmarks und wurden dabei vom MDAX angeführt, der um 0,98 % auf 30.469,96 Punkte kletterte. Die größten Kursgewinne verzeichnete dabei Aurubis (DE0006766504), die um 3,06 % auf 99,50 Euro stiegen. Der SDAX folgte dicht auf mit einem Tagesgewinn von 0,92 % auf 16.714,19 Punkte und der TecDAX erholte sich um 0,45 % auf 3.580,55 Punkte. Der DAX bildete das Schlusslicht mit einem kleinen Plus von 0,21 % auf 23.748,86 Punkte. Der Blue Chip Index wurde von den Bayer (DE000BAY0017) Aktien ausgebremst, die um -2,64 % auf 28,07 Euro sanken.
Auch an der Wall Street ging es weiter nach oben, wobei der S&P 500 Index und der Nasdaq 100 Index neue Allzeithochs setzten. Der Technologieindex war der Tagesgewinner und stieg um 0,84 % auf 24.293,78 Punkte. Der größte Gewinner waren die ADRs von ASML (USN070592100), die um 6,56 % auf 867,30 US-Dollar kletterten. Der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,47 % auf 6.615,28 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index schloss leicht verbessert zum Schlusskurs vom Freitag bei 45.883,45 Punkten (+0,11 %).
Verlässt die UBS die Schweiz?
Wie aus Zürich zu hören ist, prüft die Führung der UBS (CH0244767585) einen Wechsel in die USA. CEO Sergio Ermotti und Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher haben sich jüngst mit Vertretern der Trump-Administration zu Gesprächen getroffen. Dahinter stehen die Überlegungen, ob die UBS ihren Hauptsitz aus der Schweiz in die USA verlegt. Um die Verlagerung möglichst schnell und einfach vollziehen zu können, wäre ein Kauf oder eine Fusion mit einer US-Bank möglich. Ein Wechsel käme einem Erdbeben für den Finanzplatz Zürich gleich. Warum erwägt die UBS einen Wegzug? Nachdem man der Schweizer Regierung bei der Rettung der Credit Suisse geholfen hatte, drangsaliert Bern die letzte Großbank des Landes mit überzogenen Eigenkapitalforderungen, die die UBS in einen künstlichen Wettbewerbsnachteil zu den internationalen Konkurrenten bringen wird. Die UBS fühlt sich also in der Schweiz nicht mehr willkommen, weswegen man einen Wechsel ernsthaft prüft, was noch an Brisanz gewonnen hat, nachdem Bern eine beschleunigte Umsetzung der Kapitalanforderungen an die UBS beschlossen hat.
OpenAI schnappt sich xAI CFO
Sam Altman holt sich mit Mike Liberatore Verstärkung für die Finanzen des Unternehmens. Liberatore war zuvor Finanzvorstand bei xAI von Elon Musk, hatte das Start-up allerdings nach wenigen Monaten schon wieder verlassen. Unter anderem war Liberatore an der Organisation von neuen Finanzierungsrunden und der Finanzierung des Rechenzentrums in Memphis beteiligt. Musk ist jedoch bekannt dafür, dass er Führungskräfte rigoros entlässt, wenn sie nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Die Position des CFO ist im Übrigen bei xAI bis heute vakant. Bei OpenAI soll Liberatore nicht als neuer CFO arbeiten, sondern als Business Finance Officer, was das Controlling der Milliardeninvestitionen für die AI-Infrastruktur umfasst. Liberatore wird direkt an den Finanzvorstand Sarah Friar berichten.
Fed: Lisa Cook darf abstimmen
Die Trump-Administration hatte am Sonntag in letzter Minute noch versucht, eine Abstimmung am Mittwoch zu verhindern. Das zuständige Gericht entschied in der Nacht, dass Fed-Gouverneurin Lisa Cook trotz ihres laufenden Verfahrens wegen angeblichem Hypothekenbetrugs am Mittwoch auf der Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve mit über die Zinsen abstimmen darf. Die Entscheidung des Gerichts fiel allerdings nicht einstimmig, sondern 2 zu 1 für Cook aus. Der Trump-Administration bleibt allerdings noch als letzter Joker übrig, den Supreme Court für eine Eilentscheidung einzuschalten. Parallel dazu wurde Stephan Miran vom Senat als neuer Fed-Gouverneur bestätigt. Miran ersetzt erst einmal vorübergehend bis Ende Januar den vakanten Sitz von Adriana Kugler. Miran gilt als Loyaler des US-Präsidenten und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Mittwoch für eine Zinssenkung stimmen.
Tagestermine
Am Vormittag um 11:00 Uhr erwarten wir den ZEW Konjunkturindex für den Monat September. Die Ökonomen erwarten, dass der Index von 34,7 auf 26,4 Punkte gefallen ist. Der Index der Einschätzung der aktuellen Lage soll sich weiter von -68,6 auf -75,0 Punkte verschlechtert haben.
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16.09.2025 - Mikey Fritz

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