Yen auf 40-Jahrestief, Mag-7 verlieren -2,3 Bio. $ im Juni und Ölpreis stark unter Druck - BÖRSE TO GO
Yen im Keller - tiefster Stand gegen US-Dollar seit 1986 erreicht
Der Yen ist auf ein 40-Jahrestief gefallen. Zuletzt im Jahr 1986 war die japanische Währung so schwach gegenüber dem US-Dollar. Der Juni hat den Mag-7 schwere Verluste beschert. Die Marktkapitalisierung der Führungsgruppe brach um -2,3 Billionen US-Dollar ein. Der Ölmarkt geriet unter Druck. Die Straße von Hormus hat früher als erwartet wieder ihren normalen Durchfluss erreicht, was die Preise am Terminmarkt purzeln lässt.
Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am Dienstagmorgen durchwachsen. Während der Hang Seng Index deutlich verliert und zeitweise mehr als -1,5 % im Minus notiert, kann der Nikkei 225 Index zeitweise um mehr als 1,6 % steigen. Der KOSPI hat seine Zuversicht zurückgewonnen und wird im Verlauf des Handels mehr als 3 % höher gehandelt. Stark entwickelt sich auch der Terminmarkt vor Eröffnung der Vorbörse in Europa. Der DAX-Future (September) notiert 0,71 % höher bei 24.969,50 Punkten.
Der Handel in Frankfurt entwickelte sich zum Wochenauftakt durchwachsen. Einzig und allein der SDAX konnte sich positiv absetzen und um 0,90 % auf 17.927,03 Punkte steigen. Hier unterstützte unter anderem der Kurssprung bei GFT Technologies (DE0005800601), die um 4,40 % auf 21,35 Euro sprangen. Alle anderen deutschen Benchmarks gaben hingegen leicht ab. Das Schlusslicht bildete der MDAX, der um -0,33 % auf 31.483,64 Punkte sank. Der größte Verlierer war hier die Aktie von Salzgitter (DE0006202005), die um -3,42 % auf 42,40 Euro sank.
Sehr stark entwickelte sich hingegen die Wall Street. Am Montag kletterten in New York alle amerikanischen Benchmarks deutlich. Der Nasdaq 100 Index übernahm die Führung und kletterte um 2,25 % auf 29.774,75 Punkte. Der S&P 500 Index stieg um 1,18 % auf 7.440,43 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index schaffte noch ein Tagesplus von 0,59 % auf 52.182,74 Punkte.
Yen auf 40-Jahrestief
Die Neuausrichtung des japanischen Finanzsystems hat mit dem Yen ein wichtiges Opfer. Der Außenwert der japanischen Währung ist zum Wochenauftakt auf ein 40-Jahrestief gefallen und das, obwohl das Zinsniveau im Yen so hoch steht wie schon lange nicht mehr. Der US-Dollar stieg auf 162 Yen. So schwach war der Außenwert des Yen zuletzt im Jahr 1986. Zudem eine Abwertung seit Jahresbeginn um -3 %. Die Marktbeobachter hatten diese Marke seit Langem im Blick, weil die Sorge vorherrscht, dass ein Überschreiten eine weitere große Abwertungsbewegung beim Yen auslösen kann. Hinter dem Druck auf den Yen steht vor allem der erstarkte Aktienmarkt. Ausländische Investoren investieren zunehmend wieder in japanische Aktien, was gleichzeitig Währungsabsicherungen ihrer Investments mit sich bringt. Diese Absicherungen sind im Kern Yen-Short-Positionen, weswegen die Währung sich entgegengesetzt zum Aktienmarkt in Tokio entwickelt.
Schwache Bilanz für die Mag-7
Die Mag-7 haben im Juni kräftig auf die Finger bekommen. Insgesamt verloren die sieben Schwergewichte eine Marktkapitalisierung von mehr als -2,3 Billionen US-Dollar. Insgesamt fiel die Gruppe um -10 % im Juni, was der schwächste Monat seit einem Jahr ist. Gemessen seit Jahresbeginn ist die Führungsgruppe rund -3 % im Minus. Die Anleger rotierten sehr stark aus der Gruppe in den letzten Wochen heraus und machten unter anderem Kasse, um beim SpaceX (US84615Q1031) IPO zeichnen zu können. Viel Kapital floss jedoch in den Halbleitermarkt, der momentan das Epizentrum der Spekulationen ist. So kletterte der Philadelphia Semiconductor Index seit Jahresbeginn um bis zu 93 %. Für den SOX ist das die beste Performance seit dem Höhepunkt der Dot.com Blase in den 90er Jahren.
Öl-Prognosen werden abgesenkt
Die Öl-Transporte durch die Straße von Hormus erholen sich wesentlich schneller als von der Börse erwartet. Morgan Stanley brachte es in der Nacht auf den Punkt. Man reduzierte zum zweiten Mal in zwei Wochen die hauseigene Prognose für den erwarteten Nordsee-Öl Preis im 3. und 4. Quartal. Die Wall Street Bank sieht nur noch einen durchschnittlichen Brent-Preis von 75 US-Dollar je Barrel. Das ist eine Reduzierung um -15 und -5 US-Dollar für die beiden Quartale. Ende 2027 erwarten die Analysten der Bank den Ölpreis nur noch bei 70 US-Dollar je Barrel. Inzwischen verlassen wieder 30 bis 40 Tanker pro Tag die Straße von Hormus, was dem Niveau vor dem Konflikt entspricht. Um den Ölmarkt jedoch wieder in eine Balance zu bekommen, reicht schon ein Niveau von 65 % des Transportvolumens vor dem Krieg. Entsprechend deutlich werden die Prognosen für den Ölpreis nach unten korrigiert.
Tagestermine
Starke Signale haben wir am Dienstagmorgen aus China bekommen. Die Einkaufsmanagerindizes für den Monat Juni stiegen leicht. Der Gesamtindex verbesserte sich von 50,5 auf 50,6 Punkte, wobei der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von 50,0 auf 50,3 Punkte stieg. Der Dienstleistungssektor konnte sich leicht von 50,1 auf 50,2 Punkte verbessern. Erwartet worden war eine leichte Kontraktion mit 49,9 Punkten.
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30.06.2026 - Mikey Fritz

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