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Offenbar treibt die Deutsche Telekom ihre Pläne zu einer Verschmelzung mit T-Mobile voran und Elon Musk soll daran nicht ganz unschuldig sein

Die Aktionäre der Deutschen Telekom sind wenig begeistert

NTG24 - Offenbar treibt die Deutsche Telekom ihre Pläne zu einer Verschmelzung mit T-Mobile voran und Elon Musk soll daran nicht ganz unschuldig sein

 

SpaceX trieb es jüngst nicht nur an die Börse und damit in die Depots von immer mehr Anlegern. Das Herzensprojekt von Elon Musk will auch im Mobilfunkmarkt immer stärker mitmischen. Das eigene Satelliten-Internet soll mit Mobilfunk-Kapazitäten kombiniert werden, wodurch letztlich ein neuer Mobilfunkbetreiber entstehen würde. Es sollen wohl auch solche Vorhaben sein, welche bei der Deutschen Telekom die Dringlichkeit zu einer Fusion mit der schnellwachsenden Tochter T-Mobile vorantreiben.

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Ganz neu sind entsprechende Pläne nicht. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ treibt die Deutsche Telekom (DE0005557508) sie wohl aber nun mit mehr Nachdruck voran. CEO Tim Höttges soll demnach ein kleines Team damit beauftragt haben, einen entsprechenden Deal auf die Beine zu stellen. Zusammen mit der US-Tochter soll demnach laut Insidern eine Holding entstehen und die Pläne kommen momentan offenbar immer weiter voran.

 

 

 

Ferner heißt es, dass die Dringlichkeit sich seit dem Börsengang von SpaceX beträchtlich erhöht habe. Denn SpaceX ist nun ein Konzern mit einer Marktkapitalisierung von mehr als zwei Billionen US-Dollar. Dagegen wirkt die Telekom selbst zusammen mit T-Mobile wie ein Zwerg. Dort beläuft sich die Marktkapitalisierung auf insgesamt etwa 350 Milliarden Dollar. Dass die Telekom tatsächlich ein deutlich größeres Unternehmen ist, beruhigt an der Börse niemanden. Denn das hält SpaceX nicht davon ab, eventuelle Übernahmepläne auf den Weg zu bringen.

 

Die Telekom will SpaceX wohl zuvorkommen

 

Eben solche deutete Elon Musk in der Vergangenheit bereits an, wenn auch in Bezug auf den T-Mobile-Konkurrenten Verizon. Experten halten es jedoch für gut möglich, dass T-Mobile noch ins Visier von Musk geraten könnte. Interessant für SpaceX sind in erster Linie Mobilfunkkapazitäten, um sein Satelliteninternet zu einem echten Konkurrenten für klassische Anbieter werden zu lassen. Bisher tat der Konzern sich eher schwer damit, dafür entsprechende Kapazitäten anzumieten. Denn die Betreiber wollen ihrerseits natürlich nicht selbst einem großen neuen Konkurrenten den Weg bereiten.

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Werbebanner EMH PM Trade SpaceX realisiert über seinen Dienst Starlink Internet-Verbindungen über Satelliten. Das gibt es schon seit dem vergangenen Jahrtausend, doch erst durch die günstigen Raketenstarts von SpaceX sind die Preise auch in Regionen angekommen, die für die breite Masse bezahlbar sind. Das Problem beim Mobilfunk ist allerdings, dass es stets eine Sichtverbindung zu den Satelliten geben muss. Unter anderem in Innenräumen ist das bisher nicht gegeben. Eine Kombination mit dem Netz eines großen Mobilfunkbetreibers würde diese Lücke schließen.

Über Mutmaßungen und Munkeleien gehen die Pläne von SpaceX momentan nicht hinaus. Von Insidern ist aber zu hören, dass das Management bei der Deutschen Telekom sich bereits Sorgen um Elon Musk mache. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fusion steigt daher, was die Anleger aber eher skeptisch zu sehen scheinen. Die Telekom-Aktie rutsche im späten Handel am Montag zeitweise um sechs Prozent in die Tiefe.

 

Das wird teuer

 

Im ersten Moment klingt eine Fusion nach einer erstrebenswerten Option, auch abseits von Strategien, um sich gegen etwaige Übernahmen zu verteidigen. Doch in der Praxis bereitet den Anlegern das Ganze große Sorgen. Denn um den bisherigen Anteil von etwa 54 Prozent anwachsen und T-Mobile vollständig schlucken zu können, müsste die Deutsche Telekom astronomische Summen aufbringen. Die US-Tochter ist aktuell höher bewertet als der Mutterkonzern.

Um die Pläne umzusetzen, könnte es also entweder neue Schulden im großen Stil, massive Kapitalerhöhungen oder beides benötigen. Die Inhaber von T-Aktien wären dabei erst einmal auf der Verliererseite. Allerdings ist bisher wohl noch nichts entschieden und über die genauen Details einer möglichen Fusion, von wem auch immer, lässt sich nur wild spekulieren.

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30.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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