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Auf der hauseigenen Duocon hatte Duolingo einige Neuigkeiten im Gepäck, darunter eine Kooperation mit Linkedin

Der Duolingo-Score darf künftig Linkedin-Profile schmücken

NTG24 - Auf der hauseigenen Duocon hatte Duolingo einige Neuigkeiten im Gepäck, darunter eine Kooperation mit Linkedin

 

An der Börse hat der Hype um Duolingo schon wieder spürbar nachgelassen. Um neue Begeisterung auslösen zu können, setzt der Anbieter von Sprachlern-Software nun auf diverse Neuerungen, welche bei der hauseigenen Duocon 2025 vor wenigen Tagen vorgestellt wurden. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt eine Zusammenarbeit mit der Plattform Linkedin.

Dort konnten Nutzer bisher ihre Sprachkenntnisse nur sehr vage in fünf Stufen angeben. Besucher eines Profils hatten aber keinerlei Möglichkeit, diese Angaben auch wirklich einzuordnen. Denn nur weil jemand von sich behauptet, eine Sprache „fließend“ beherrschen zu können, bedeutet das noch lange nicht, dass auch eine entsprechende Sicherheit im Umgang mit der jeweiligen Sprache im geschäftlichen Umgang bestünde. Duolingo (US26603R1068) schickt sich nun an, etwas bessere Informationen zu liefern.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEine Zusammenarbeit ermöglicht es künftig, den Duolingo-Score direkt im Linkedin-Profil anzeigen zu können. Möglich ist das auch für mehrere Sprachkurse, welche ein Nutzer auf der Plattform verfolgt. Der Duolingo-Score reicht von 0 bis 160 Punkten und steigt mit dem Abschluss von Lektionen kontinuierlich. Freilich unterscheidet sich das Ganze vom Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER), der von A1 bis C2 reicht. In einem Blogpost erläutert Duolingo aber immerhin, wie sich das Ganze vergleichen lässt.

 

 

 

Duolingo: Mehr als Sprachen

 

Nach Ansicht von Duolingo erhalten Recruiter und Arbeitgeber durch die Verknüpfung einen deutlich transparenteren Nachweis über die erworbenen Sprachfähigkeiten von Mitarbeitern und Bewerbern. Ob sich das Ganze durchsetzen wird, bleibt noch abzuwarten. Sollte es aber der Fall sein, wäre es für Anleger durchaus erfreulich. Es würde schließlich die gigantische Linkedin-Community dazu animieren, bei Duolingo aktiver zu werden, wenn sich daraus handfeste Vorteile ergeben.

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Werbebanner EMH PM TradeAbseits davon erobert Duolingo mehr und mehr auch Bereiche außerhalb von Sprachen. Eingeführt wurde vor Kurzem ein Kurs für das Erlenen von Schach. Dies wird nun erweitert durch einen Modus, in dem Nutzer gegen andere menschliche Spieler antreten können, im Gaming-Sprech auch bekannt als PvP (Player vs. Player). Zunächst wird dies auf iOS-Geräten möglich sein. Ein entsprechendes Update für Android soll noch folgen.

Die Anleger zeigten sich nicht eben begeistert von den Neuerungen bei Duolingo. Der Aktienkurs verfolgte in der laufenden Woche weiterhin seinen Abwärtstrend, der sich auch am Mittwoch mit Abschlägen von 0,6 Prozent fortsetzen sollte. Seit Jahresbeginn sind damit Verluste von knapp 14 Prozent zu beklagen und Höchststände jenseits der 540 US-Dollar rücken in weite Ferne. Zu Handelsschluss am Mittwoch reichte es nur für 279,16 Dollar, also ungefähr die Hälfte.

 

Trends kommen und gehen

 

Duolingo versucht, mit Neuerungen die Begeisterung für die eigene Plattform wieder zu wecken, verliert an anderer Stelle aber an Boden. Im Netz häufen sich Beschwerden über ein Nachlassen der Qualität, seit immer aggressiver auf die Integration von Künstlicher Intelligenz gesetzt wird. Zwar können noch immer neue Nutzer angelockt werden. Seine besten Zeiten scheint Duolingo aber hinter sich zu haben. Ob der Deal mit Linkedin daran etwas ändern mag, daran scheinen zumindest die Anleger ihre Zweifel zu haben.

Spannend wird zu sehen sein, wo Duolingo sich nach dem Hype der letzten Jahre einen Boden verschaffen könnte. Unterschätzt werden sollten Unternehmen und Plattform nicht. Trotz KI-Revolution und Airpods mit automatischen Übersetzungen werden Sprachen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft ein wichtiges Asset bleiben und Duolingo bietet eine vergleichsweise schmerzfreie Variante, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Natürlich gibt es Raum für Verbesserungen, was aber auch als Chance statt als Hindernis verstanden werden kann. Gibt der Kurs weiter in Richtung 52-Wochen-Tief bei 256,22 Dollar nach, könnten sich vielleicht Einstiegschancen ergeben.

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18.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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