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Fresenius leidet unter dem starken Euro

Fresenius mit Umsatz- und Gewinnrückgang im 1. Quartal - Frankfurt kauft weiter zu

 

Fresenius (DE0005785604) zeigte im 1. Quartal alles ausser positivem Momentum. Der Konzern erlebte in den ersten drei Monaten einen Rückgang auf allen wichtigen Ebenen der Gewinn- und Verlustrechnung. Wie viele andere europäische Konzerne litt auch Fresenius im 1. Quartal unter dem starken Euro im Jahresvergleich. Und das sogar, obwohl der Euro zum Jahresbeginn wesentlich stärker war als zum Ende des 1. Quartals. 

Der Umsatz sank um -2 % im Jahresvergleich auf 8,98 Mrd. Euro. Rechnet man die Wechselkursveränderungen heraus, wuchsen die Erlöse leicht um 3 %. Fresenius schaffte es aber nicht, die direkten Umsatzkosten stärker zu drücken als die Umsätze fielen, weswegen das Bruttoergebnis direkt um -8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 2,46 Mrd. Euro fiel. Diesen „Ballast“ schleppte der Konzern dann auch durch die ganze Gewinn- und Verlustrechnung mit nach unten zum Ergebnis. 

 

Fresenius SE

 

Das Vorsteuerergebnis sank um -8 % auf 869 Mio. Euro und der Gewinn nach Steuern sank ebenfalls um -8 % auf 671 Mio. Euro. Inklusive Dritter blieb am Ende ein Gewinn für die Aktionäre von 435 Mio. Euro (-6 %) bzw. 0,78 Euro pro Aktie stehen. 

 

Fresenius leidet unter starkem Euro

 

Das grösste Wachstum erreichte Fresenius in Lateinamerika und Asien. Hier lag das organische Wachstum bei 23 und 16 %, wobei in Lateinamerika noch der positive Effekt einer Akquisition hinzukam, der das Wachstum insgesamt auf 30 % hob. Davon blieben im Euro gerechnet aber nur 10 % übrig. Der Rest ging an den Devisenmarkt. Da der Absatzmarkt Lateinamerika mit 421 Mio. Euro Umsatz der zweitkleinste für Fresenius ist, spielte der Effekt nur eine untergeordnete Rolle. Die Stagnation der beiden Hauptmärkte - Europa und Nordamerika - war hingegen das dominierende Thema. Erst wenn die Impfraten hoch genug sind, rechne ich ihn diesen Märkten mit dem Beginn eines neuen positiven Absatztrend.

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08.05.2021 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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