Bilanzen von Gerresheimer lassen weiter auf sich warten und das Unternehmen scheint im Sumpf des Bilanzskandals zu versinken
Die Aktie von Gerresheimer wird weiter durchgereicht
Das einstige Börsensternchen Gerresheimer versinkt dieser Tage ins Bodenlose. Aufgrund der Partnerschaft mit Novo Nordisk rechneten sich nicht wenige Anleger vor nicht allzu langer Zeit noch enorme Chancen für den Verpackungsspezialisten aus. Doch Novo Nordisk begeistert heute nur noch wenig und Gerresheimer selbst scheint in einem Bilanzskandal zu versinken.
Bereits im Februar kündigte das Unternehmen an, den Jahresabschluss für das vergangene Jahr auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Vollkommen neu sind Zweifel an den Zahlen nicht. Im Herbst hieß es noch, dass notwendige Korrekturen früherer Geschäftsjahre „überschaubar“ seien.
Am Dienstag ließ Gerresheimer (DE000A0LD6E6) nun aber wissen, dass die Bilanzvorlage sich aufgrund falsch verbuchter Umsätze an, dass die Zahlenvorlage noch Monate auf sich warten lassen dürfte. Damit verbunden sind zum Teil schwere Vorwürfe gegen ehemalige Vorstandsmitglieder. Doch ist für die Anleger momentan schon fast nebensächlich, wer bei Gerresheimer für die Misere verantwortlich sein mag. Gefragt wären Lösungen, die nun noch weniger als zuvor zu erkennen sind.
Auf die Finanzaufsicht Bafin beschäftigt sich längst mit dem Thema und alles deutet darauf hin, dass es in Zukunft noch ungemütlicher werden könnte. Klare Worte findet ein Analyst gegenüber dem „Handelsblatt“. Dort heißt es, Gerresheimer sei eine „Portfolioleiche, ein hoffnungsloser Fall“. Folgerichtig gibt es auch eine klare Verkaufsempfehlung. Eine Trendwende sei nicht erkennbar.
Bei Gerresheimer schrillen sämtliche Alarmglocken
Was nun in der Bilanz von Gerresheimer nicht stimmen mag, das ist aus der Ferne nicht abzuschätzen. Mit diesem Thema beschäftigen sich nun unter anderem die Experten einer zweiten Prüfungsgesellschaft und natürlich die Finanzaufseher. Für Anleger bleiben vor allem viele Fragezeichen und die Risiken überwiegen die Chancen klar. Das macht sich im Kurs bemerkbar, der zuletzt weiter bis auf 18,43 Euro am Donnerstagmorgen abrutschte. Auf Jahressicht ging es um annähernd 80 Prozent abwärts.
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12.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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