als .pdf Datei herunterladen

Infineon-Chef Jochen Hanebeck setzt weiterhin voll und ganz auf Expansion und sieht kein Blasenrisiko im KI-Segment

Infineon verspricht den Anlegern neue Wachstumsimpulse

NTG24 - Infineon-Chef Jochen Hanebeck setzt weiterhin voll und ganz auf Expansion und sieht kein Blasenrisiko im KI-Segment

 

KI-Aktien sorgen noch immer für viel Aufregung, doch der Hype hat in den letzten Monaten dezent nachgelassen. Es werden Stimmen lauter, die vor einem möglichen Crash warnen. Dazu gehört auch der angesehene Investor Michael Burry, der bereits gegen Nvidia und einige andere Unternehmen aus der Branche gewettet hat. Bei Infineon geht man indes nicht davon aus, dass es zum Platzen einer großen Blase kommen könnte.

Anzeige:

Banner Zürcher Börsenbriefe

 

In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ bekräftigte CEO Jochen Hanebeck zum Start des neuen Jahres die Wachstumspläne von Infineon (DE0006231004), welche vor allem von Halbleitern für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren getragen werden sollen. Dort gebe es noch immer eine stark steigende Nachfrage, die sich auch im Laufe der nächsten Jahre noch bemerkbar machen könnte. Momentan könne man gar nicht so viel liefern, wie die Kunden gerne haben möchten.

 

 

 

Für eine Fortsetzung des Booms sprächen nicht nur anhaltende Investitionen von Tech-Giganten wie Microsoft und Google. Auch würden viele Staaten derzeit das Ziel verfolgen, eigene KI-Gigafactories aus dem Boden zu stampfen, darunter auch Deutschland. Zudem schätzt Infineon das Blasenrisiko als gering ein, da das Kapital für Investitionen größtenteils aus dem Cashflow der Firmen stamme. Nur in Ausnahmefällen würden die Investitionen auf Kredit finanziert werden. Die Tech-Giganten könnten das Ganze aber aus eigener Kraft schultern und wollen beim KI-Trend unbedingt ganz vorne mitspielen.

 

Infineon: Alles auf eine Karte?

 

Hanebeck geht zudem fest davon aus, dass sich die Investitionen auf lange Sicht auch rentieren werden. Die Vorteile von KI stellt der Infineon-Chef nach eigenen Angaben bereits im Unternehmen selbst fest. KI-Agenten würden demnach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Leben bereits heute einfacher machen. Der Anstieg der Produktivität wird als „bemerkenswert“ bezeichnet. Wer sich aktuell Sorgen um das Platzen einer Blase machen, sollte sich laut Hanebeck auch die Frage stellen, möglicherweise einen fundamentalen Trend verschlafen zu können.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinChancen erkennt Infineon nicht nur bei Rechenzentren, sondern auch bei Mikrocontrollern mit KI-Fähigkeiten. Außerdem erwartet das Unternehmen sich eine steigende Nachfrage im Bereich der erneuerbaren Energien. Neue Rechenzentren benötigen Unmengen an Energie. Gasturbinen seien für die kommenden Jahre faktisch ausverkauft und wann neue Atomkraftwerke einsatzbereit sind, steht in den Sternen. Infineon sieht daher erneuerbare Energien, bestenfalls in Kombination mit Batteriespeichern, als die schnellste und günstigste Option, um den Energiehunger der KI-Branche stillen zu können. Natürlich spielen die eigenen Produkte dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Als Reaktion auf den derzeitigen Trend stellte Infineon bereits einen vorzeitigen Start seiner neuen Fabrik in Dresden in Aussicht. Aktuell befinde man sich bereits in den Startvorbereitungen. Am Ende des Tages soll sich der KI-Trend auch für die Anleger auszahlen. Angestrebt wird für die kommenden Jahre ein kontinuierliches Wachstum. Dass Infineon in den letzten Jahren die Erwartungen der Märkte nicht immer treffen konnte, davon lässt sich das Management nicht weiter verunsichern.

 

Gehen die Pläne von Infineon auf?

 

Es ist letztlich nachvollziehbar, dass Infineon stark auf das KI-Segment und damit verbundene Wachstumschancen setzt. Schließlich könnte es sich um eine einmalige und historische Gelegenheit handeln. Gleichwohl sollten Risiken gerade aus Anlegersicht nicht einfach ignoriert werden. Natürlich haben die US-Tech-Giganten grundsätzlich genügend Geld, um auch in den nächsten Jahren noch kräftig zu investieren und weder Amazon noch Google laufen derzeit Gefahr, in eine Pleite zu rutschen.

Bei Oracle sieht das aber schon ein wenig anders aus und auch andere, kleinere Unternehmen sind potenzielle Wackelkandidaten. Gerät das Wachstumsversprechend im KI-Segment aufgrund ausbleibender Gewinnsprünge ins Wanken, so könnten die Tech-Riesen ihre Investitionen im Laufe der Jahre durchaus zurückfahren. Das wiederum würde ausreichen, um manches Wachstumsziel der Zulieferer infrage zu stellen. Es braucht also nicht zwingend den großen Crash, um die derzeitigen Pläne von Infineon zu torpedieren. Die Aktie ist nicht uninteressant, aber auch nicht unbedingt die erste Wahl in Sachen KI.

Anzeige:

Banner TradingView

 

Infineon Technologies AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Infineon Technologies AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon Technologies AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Infineon Technologies AG - hier weiterlesen...

 

05.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)