Ryanair startet schwach, Moonshot AI will an die Börse und Belimo boomt in Asien - BÖRSE TO GO
Ryanair Gewinn bricht um ein Drittel ein - Umsatz stagnierte im Juni-Quartal
Ryanair ist schwach ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz stagnierte im Juni-Quartal und der Gewinn brach um ein Drittel ein. Moonshot AI macht Nägel mit Köpfen und bereitet sein IPO in Hongkong vor. Mit Kimi K3 hat man seine Visitenkarten abgegeben und nutzt die Aufmerksamkeit als Sprungbrett an die Börse. Das Geschäft von Belimo boomt dank AI. Insbesondere in Asien findet die Regeltechnik der Schweizer reißenden Absatz.
Die Verkaufswelle rollt auch am Montagmorgen durch die asiatischen Aktienmärkte. Vor Handelsschluss notiert der KOSPI zeitweise mehr als -4,4 % tiefer. Der Hang Seng Index kann sich hingegen positiv absetzen und wird zwischenzeitlich mehr als 1,6 % höher gesehen. Der Handel in Japan ruht heute aufgrund eines Feiertages (Tag des Meeres). Der Terminmarkt neigt vor Beginn der Vorbörse in Europa leicht zur Schwäche. Der DAX-Future (September) wird -0,16 % tiefer bei 24.894,00 Punkten gehandelt.
Die Börse Frankfurt tendierte in der vergangenen Woche leicht abwärts. Der größte Wochenverlierer war der TecDAX, der sich um -1,77 % auf 3.770,35 Punkte verschlechterte, wobei die Aktien von Evotec (DE0005664809) die Liste der Verlierer mit einem Abschlag um -30,45 % auf 3,44 Euro anführten. Unter den Schwergewichten zeigten die Infineon Technologies (DE0006231004) Aktien die größten Wochenverluste mit einem Schlusskurs am Freitagabend von 63,66 Euro (-11,03 %). Der DAX sank um -0,94 % auf 24.830,98 Punkte und verlor damit die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Positiv stach der SDAX heraus, der in der vergangenen Woche gegen den allgemein negativen Trend leicht um 0,68 % auf 18.250,65 Punkte zulegen konnte. Unter den Small Caps zeigte Ottobock (DE000BCK2223) die stärkste Wochenperformance mit einem Anstieg um 14,09 % auf 57,50 Euro.
An der Wall Street war die Lage in der vergangenen Woche noch eindeutiger. Alle US-Benchmarks sanken und wurden vom Nasdaq 100 Index nach unten geführt, der um -4,13 % auf 28.592,66 Punkte sank. Die größten Verluste verzeichneten Halbleiter- und AI-Unternehmen. Auch der S&P 500 Index sank um -1,55 % auf 7.457,69 Punkte, und der Dow Jones Industrial Average Index zeigte relative Stärke mit einem Wochenverlust von nur -0,93 % auf 52.146,42 Punkte.
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Ryanair startet schwach
Die Zahlen von Ryanair (IE00BYTBXV33) zum 1. Fiskalquartal 2027 fallen am Montagmorgen schwach aus. Die irische Billig-Airline konnte den Umsatz im Juni-Quartal nur marginal um 1 % von 4,34 Mrd. Euro auf 4,38 Mrd. Euro verbessern. Gleichzeitig sprangen die operativen Kosten jedoch deutlich um 11 % von 3,42 Mrd. Euro auf 3,81 Mrd. Euro, wodurch der Gewinn um -34 % auf 538 Mio. Euro von zuvor 820 Mio. Euro fiel. Die Zahl der Passagiere konnte allerdings deutlich um 6 % auf 61,3 Millionen erhöht werden, bei einer gleichzeitig stabilen Auslastung der Maschinen von 94 %. Ryanair griff also auf Preisreduzierungen (-6 %) zurück, um die Maschinen zu füllen. Gleichzeitig grätschten die rapide gestiegenen Energiekosten aufgrund des Iran-Krieges herein, womit die Airline gleich an zwei Fronten unter Druck geriet.
Moonshot AI will an die Börse
Mit Kimi K3 hat man seine Visitenkarte abgegeben. Jetzt will das chinesische AI-Unternehmen an die Börse und seine Früchte ernten. Das AI-Modell, das vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, beeindruckt mit einer Größe von 2,8 Billionen Parametern und liegt damit deutlich über den geschätzten Größen der amerikanischen Marktführer. Zudem ist es ein Open-Weight-Model und kann von Benutzern für persönliche Zwecke heruntergeladen und benutzt werden. In den ersten Tests zeigt Kimi K3, dass die Chinesen sukzessive die Lücke zu den US-Konkurrenten schließen. K3 ist stark und entspricht in etwa Claude Opus 4.8. Allerdings ist Kimi K3 keineswegs preiswert, wie man das von anderen chinesischen AI-Modellen inzwischen gewöhnt ist. Die Preise pro Token sind deutlich erhöht im chinesischen Vergleich, und das Modell benötigt zudem mehr Token als seine amerikanischen Konkurrenten. Dennoch zeigt Moonshot AI, was man kann, und will diese Aufmerksamkeit als Sprungbrett an den Kapitalmarkt nutzen. Man will sich in Hongkong listen lassen und sucht eine Marktkapitalisierung jenseits der Marke von umgerechnet 30 Mrd. US-Dollar. Internen Angaben zufolge kam Moonshot im Juni auf einen annualisierten Umsatz von umgerechnet 300 Mio. US-Dollar.
Belimo boomt in Asien dank AI
Die Halbjahreszahlen von Belimo (CH1101098163) fallen sehr stark aus. Insgesamt erzielte der Spezialist für die Regelung von Heizungen, Lüftungen und Klimaanlagen einen „bereinigten“ Umsatzanstieg in den ersten sechs Monaten um 29,6 %. Dabei stach der Wachstumsschub in der Region Asien-Pazifik heraus, wo Belimo den Umsatz in Lokalwährungen um 58,0 % steigern konnte. Der harte Franken dämpfte das Wachstum aber insgesamt deutlich, sodass unter dem Strich ein Umsatzplus von 20,5 % auf 676,4 Mio. Franken herauskam. Einer der wichtigsten Wachstumstreiber für das Unternehmen sind derzeit die zahlreichen neuen AI-Rechenzentren, für die die Temperaturregelung eine überragende Bedeutung hat. Schaut man sich die drei Geschäftsbereiche von Belimo an, so verzeichnete man die stärkste Nachfrage bei den Regelventilen (+37 %) sowie den Sensoren und Zählern (+30 %). Für die Aktionäre erwirtschaftete der Schweizer Marktführer einen Gewinn von 124,9 Mio. Franken, was einem Wachstum von 18,5 % entspricht. Beim Ausblick auf das 2. Halbjahr warnte die Geschäftsführung jedoch, dass das Wachstum in Lokalwährungen durch den zunehmenden Basiseffekt beeinflusst werden wird.
Tagestermine
Der Erzeugerpreisindex für Deutschland im Monat Juni sank um -0,3 % im Vergleich zum Mai. Daraus ergab sich ein Anstieg der Preise auf Erzeugerebene von nur noch 1,8 % im Jahresvergleich nach zuvor 2,2 %.
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20.07.2026 - Mikey Fritz

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