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Nel ASA im Höhenflug, Novo Nordisk zündet neue Fantasien, Nvidia rettet sich in den grünen Bereich und Amazon öffnet seinen Lieferdienst

Diese Aktien können auch in schwierigen Aktien punkten

NTG24 - Nel ASA im Höhenflug, Novo Nordisk zündet neue Fantasien, Nvidia rettet sich in den grünen Bereich und Amazon öffnet seinen Lieferdienst

 

Ein weiterer Handelstag unter dem Eindruck des ungelösten Nahost-Konflikts zog an uns vorüber und die Reaktionen der Märkte fielen wie gewohnt aus. Jede neue Eskalation oder auch nur Andeutungen in diese Richtung treiben die Ölpreise zuverlässig in die Höhe und die Aktienmärkte in die entgegengesetzte Richtung. Doch so mancher Titel konnte sich aus dem Gegenwind heraushalten.

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Klar auf der Seite der Gewinner landete dabei sogar mancher Titel, der zuvor monatelang im Kurskeller verweilte. In diese Kategorie zählt die Aktie von Nel ASA (NO0010081235), die gestern spontan um 11,5 Prozent auf 0,31 Euro zulegen konnte. Zuvor konnte der Titel in der Vorwoche bereits charttechnische Widerstände hinter sich lassen und neue Jahreshöchststände auf die Beine stellen. Rückenwind kam aus der Wasserstoffbranche allgemein, aber auch Vorfreude auf den heutigen Dienstag dürfte eine Rolle gespielt haben.

 

 

 

An den Start gehen soll bei Nel ASA heute eine neue Generation von Elektrolyseuren, die natürlich alles besser machen soll. Besonders interessant für Abnehmer und Aktionäre ist aber das Versprechen, dass damit Investitionskosten um bis zu 60 Prozent gesenkt werden könnten. Sollte dies auch nur zum Teil umgesetzt werden, so könnte es sich um einen wegweisenden Schritt handeln, um das Henne-Ei-Problem endlich lösten und Wasserstoff aus der Nische befördern zu können.

 

Novo Nordisk setzt auf Markenstärke

 

Der Pharmakonzern Novo Nordisk (DK0062498333) hatte es in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls nicht immer einfach. Der harte Konkurrenzkampf in den USA hat tiefe Spuren beim Aktienkurs hinterlassen und die eine oder andere Studienenttäuschung half ebenfalls nicht weiter. Zuletzt gab es dahingehend aber wieder bessere Neuigkeiten, beispielsweise im Zusammenhang mit Abnehmpräparaten für Jugendliche.

Am Montag sorgte man aber erst einmal mit der Einführung von Ozempic in einer oralen Variante für Aufsehen. Das Ganze ist ab sofort in über 70.000 Apotheken in den USA verfügbar und soll künftig auch über Telemedizin-Anbieter vertrieben werden. Um die Absätze anzukurbeln, setzt Novo Nordisk auch auf eine aggressive Preisstrategie. Versicherte Patienten zahlen für ein Quartalsrezept häufig nur 25 Dollar. Ganz neu ist das Medikament nicht. Novo Nordisk hat lediglich das bisherige Rybelsus umbenannt. Dieser Ansatz kommt an der Börse aber gut an. Die Aktie stieg um vier Prozent auf 37,66 Euro.

 

Nvidia sieht kein Land in China

 

Die neue Lust auf KI half auch der Aktie von Nvidia (US67066G1040) zuletzt wieder auf die Sprünge. Allerdings kann der Konzern momentan keine eigenen Impulse liefern. Das gilt vor allem für den chinesischen Markt, wo der Marktanteil von Nvidia bei KI-Chips laut einem Artikel der „Financial Times“ weiterhin auf dem Nullpunkt verharrt. Großer Profiteur ist Huawei, welches wohl fleißig seine Absätze erhöht und mit schwindelerregenden Wachstumsraten rechnet.

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Genügend Chips wird Nvidia freilich trotzdem los, und das auch mit üppigen Margen. Für neue Kursrekorde reicht das allein aber nicht. Am Montag konnte die Aktie sich nur mit Mühe und Not noch eben so in den grünen Bereich retten. Es ging um kaum erwähnenswerte 0,02 Prozent auf 198,48 Dollar aufwärts. Nachdem die Marktkapitalisierung kürzlich noch die Marke von 5 Billionen Dollar passierte, bleiben davon mittlerweile „nur“ noch 4,8 Billionen Dollar.

 

Amazon liefert für alle

 

Etwas besser erging es der Aktie von Amazon (US0231351067), die gestern um 1,4 Prozent auf 272,05 Dollar zulegte und damit ihrem Allzeit-Hoch bei 276,10 Dollar verdächtig nahe blieb. Zehren kann der Titel vermutlich noch immer von hervorragenden Zahlen aus dem Cloud- und KI-Segment. Die interessanteste Neuigkeit zu Wochenbeginn kommt allerdings aus einer anderen Richtung.

Wie Amazon mitteilen ließ, öffnet man in Zukunft seine Logistik-Flotte unter dem Namen „Amazon Supply Chain Services“ auch für andere Unternehmen. Das schließt ausdrücklich auch all jene ein, die bei Amazon gar nichts anbieten. Online-Shops können ihre Waren zum Kunden transportieren lassen. Zudem können sich Unternehmen auch per Amazon Supply Chain mit bestimmten Gütern beliefern lassen. Nicht ins Detail ging Amazon dazu, in welchen Ländern das Ganze zum Start verfügbar ist. Doch es ist ein klarer Angriff auf Unternehmen wie DHL oder UPS und die Börse blickt interessiert zu.

 

Lichtblicke

 

Auch an schwachen Börsentagen gibt es Gewinner zu entdecken, und vielleicht werden Anleger in naher Zukunft noch öfter genauer hinsehen müssen. Denn insgesamt bleibt die Stimmung eher schlecht. Der Konflikt im Nahen Osten bleibt in einem Patt stecken, was für die globale Wirtschaft keine gute Nachricht ist. Solange es nicht endlich einen friedlichen Durchbruch gibt, müssen wir uns wohl mindestens an eine erhöhte Volatilität gewöhnen.

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05.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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