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Chevron übertrifft die Erwartungen, ExxonMobil präsentiert ebenfalls gute Zahlen und BP zeigte zuvor bereits Rekordergebnisse – BÖRSE TO GO

Bei den Ölkonzernen gibt es derzeit nichts zu meckern

NTG24 - Chevron übertrifft die Erwartungen, ExxonMobil präsentiert ebenfalls gute Zahlen und BP zeigte zuvor bereits Rekordergebnisse – BÖRSE TO GO

 

Nach dem langen Wochenende deutet sich für die neue Woche keine Verschnaufpause an. Noch immer konnte im Nahen Osten kein Frieden erwirkt werden und zumindest verbal nahm die Intensität schon wieder zu. Der Ölpreis bleibt auf hohem Niveau und dazu kommen auch noch diplomatische Verstimmungen zwischen den USA und der EU mitsamt frischer Zollandrohungen.

Statt bisher 15 will US-Präsident Donald Trump in Zukunft wohl 25 Prozent Einfuhrzölle auf Autos und Lastwagen aus der EU erheben. Begründet wurde dies mit angeblichen Verstößen gegen ein bestehendes Handelsabkommen. Ins Detail ging Trump aber, wie so oft, nicht weiter. Dass die Angelegenheit insbesondere deutsche Autobauer und damit auch den DAX schwer belasten dürfte, galt am Wochenende aber schon als ausgemachte Sache.

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In den USA wurde am Tag der Arbeit nicht geruht, sondern gearbeitet und die Wall Street ließ ihre Pforten geöffnet. Geholfen hat es jedoch nicht. Der Dow Jones gab um 0,3 Prozent auf 49.499 Punkte nach. Der Nasdaq 100 profitierte von guten Ergebnissen aus der Tech-Branche und schwang sich um 0,9 Prozent bis auf 27.710 Punkte in die Höhe. Allerdings sind auch hier die Sorgen vor einer handfesten Energiekrise nicht gänzlich abstinent.

Die asiatischen Börsen zitterten derweil weiter vor hohen und potenziell noch weiter steigenden Ölpreisen. Mit dem Hang Seng ging es Ende vergangener Woche um 1,3 Prozent auf 25.777 Zähler bergab. In Tokio allerdings machte man sich Hoffnung darauf, dass zeitweise Rückgänge bei den Ölpreisen für etwas Erleichterung sorgen könnten. Der Nikkei 225 kletterte am Freitag um immerhin 0,4 Prozent auf 59.513 Punkte.

 

ExxonMobil verdient gutes Geld

 

Die großen Profiteure der Ölkrise sind naturgemäß die großen Ölkonzerne, was sich zuletzt bei den Zahlen deutlich zeigte. ExxonMobil (US30231G1022) konnte im ersten Quartal dank höherer Ölpreise einen bereinigten Nettogewinn von 1,16 US-Dollar je Aktie vorweisen. Analysten rechneten mit einem Ergebnis unterhalb eines Dollars. Die sich momentan keine schnelle Abschwächung beim Ölpreis abzeichnet, bleiben die Bullen guter Dinge. Die Aktie ging am Freitag nur unwesentlich leichter mit 152,75 Dollar aus dem Handel. Seit Jahresbeginn ging es um 27 Prozent aufwärts.

 

Chevron schlägt die Erwartungen

 

Bei Chevron (US1667641005) gab es dank hoher Ölpreise ebenfalls ansehnliche Gewinne in Höhe von 1,41 Dollar je Aktie zu sehen. Auch hier konnte die Analystenschätzung in Höhe von 0,90 Dollar mehr als deutlich geschlagen werden. Zwar kam es aufgrund des Irankriegs auch zu Produktionsunterbrechungen. Solche konnten durch die höheren Preise aber offensichtlich mehr als ausgeglichen werden. Unter dem Eindruck fallender Ölpreise ging es am Freitag zwar um 1,4 Prozent auf 190,63 Dollar zurück, was aber noch immer ein recht beeindruckendes Kursniveau ist.

 

BP gibt die Richtung vor

 

Zuvor konnte BP (GB0007980591) bereits mit neuen Rekorden punkten und dem eigenen Aktienkurs nach einer kurzen Phase der Korrektur wieder zu neuem Rückenwind verhelfen. 46,41 Dollar standen hier zu Handelsschluss am Freitag auf dem Ticker und damit sogar satte 34 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Dabei standen die Ölpreise im ersten Quartal nur im März auf deutlich höherem Niveau. Umso bunter ist der Ausblick für das zweite Quartal, so nicht noch ein kleines Wunder geschehen mag. An der Börse wird aber schon mal das Akronym „NACHO“ gepflegt („Not A Chance Hormus Opens“).

 

Tagestermine

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinNachdem hierzulande am Freitag die Börsen geschlossen werden, wird heute in Großbritannien der Maifeiertag begangen und in Japan steht der Tag des Grüns an. Aus den USA werden derweil neue Daten zu Fahrzeugverkäufen erwartet, was angesichts neuer Zolldrohungen für Interesse sorgen dürfte. Die Berichtssaison nimmt weiter an Fahrt auf mit Ergebnissen unter anderem von Palantir, Bank of America und Uber.

 

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04.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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