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Der Umbau bei Nike läuft und im vergangenen Quartal konnte manche Erwartung bereits übertroffen werden, doch maue Margen verunsichern die Anleger

Noch ist der Turnaround bei Nike nicht geglückt

NTG24 - Der Umbau bei Nike läuft und im vergangenen Quartal konnte manche Erwartung bereits übertroffen werden, doch maue Margen verunsichern die Anleger

 

Die Märkte hatten sich bei Nike im Vorfeld der jüngsten Quartalszahlen bereits auf schwache Ergebnisse eingestellt. Eine echte Katastrophe legte der Sportartikelhersteller letztlich nicht vor. Doch wenngleich die Gewinne weniger stark als befürchtet einbrachen, so gab es doch noch immer einige dicke Wermutstropfen.

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Positiv überraschen konnte Nike (US6541061031) mit den Umsätzen, die bei 12,4 Milliarden US-Dollar und damit ein gutes Stück oberhalb der Konsensschätzung von 12,2 Milliarden Dollar landeten. Auch beim Gewinn je Aktie konnten die Erwartungen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres übertroffen werden. Statt erwarteten 0,38 Dollar konnten 0,53 Dollar je Aktie erzielt werden. Bis hierhin hört sich das alles noch versöhnlich an.

Die Aktie gab im nachbörslichen Handel jedoch um etwas mehr als zehn Prozent nach und begab sich damit wieder in Gefilde unterhalb von 60 Euro. Hauptverantwortlich dürften dafür schwache Margen gewesen sein. Die Bruttomarge schrumpfte um schmerzhafte drei Prozentpunkte und damit offenbar über die Schmerzgrenze der Anteilseigner hinaus. Bemerkbar machten sich dabei eine ganze Reihe von Faktoren. Einige davon hat Nike nicht in der Hand, etwa die schmerzhaften Auswirkungen von US-Zöllen auf die eigenen Geschäfte. Da das Nordamerika-Geschäft stärker als erwartet zulegte, machte sich dies besonders stark bemerkbar.

 

Nike investiert in die Trendwende

 

In anderen Fällen nimmt Nike höhere Ausgaben und damit niedrigere Margen bewusst in Kauf, um langfristig wieder in den Wachstumskanal zu gelangen. Erhöht werden etwa die Marketing-Ausgaben, um gegen die immer schärfere Konkurrenz bestehen zu können. Für höhere Absätze soll eine wieder stärkere Zusammenarbeit mit dem Großhandel sorgen. Das führt jedoch zu geringeren Margen, was die Anleger momentan offenbar mit Sorge betrachten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeUnter dem Strich befindet sich Nike weiterhin im Umbruch und kämpft mit rasant fallenden Marktanteilen auf dem wichtigen chinesischen Markt. Das lässt sich aufgrund bescheidener Margen durch bessere Entwicklungen in anderen Regionen noch nicht ausgleichen. Doch der Umbau des Konzerns steht auch noch an seinem Anfang und die Zahlen deuten hier und dort bereits in die richtige Richtung. Vielleicht ist nur noch etwas mehr Geduld gefragt.

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20.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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