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Nike macht sich Sorgen, Eli Lilly feiert Zulassungserfolg, Stellantis kämpft mit Brandgefahr und BYD mit Absatzschwächen

Trotz zarter Friedenshoffnungen belastet der Iran-Krieg weiterhin die Börsen

NTG24 - Nike macht sich Sorgen, Eli Lilly feiert Zulassungserfolg, Stellantis kämpft mit Brandgefahr und BYD mit Absatzschwächen

 

Der Handel am Mittwoch war geprägt von Erholungen, nachdem zuvor die Kurse heftig unter Druck gerieten. Die Märkte wollten daran glauben, dass der Krieg im Nahen Osten eventuell schnell vorbeigehen könnte. Das versprach US-Präsident Donald Trump auch in seiner Rede zur Lage der Nation, wo er allerdings wenig Neues verriet, kaum konkret wurde und bei den Kriegszielen munter hin und hersprang. In der Praxis fliegen weiterhin Raketen und Drohnen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas macht dem Sportartikelhersteller Nike (US6541061031) zunehmend Sorgen. Finanzchef Matthew Friend sprach diesbezüglich von „ungeplanten Schwankungen“, welche sich aus höheren Ölpreisen und weiteren Faktoren ergeben würden. In der Folge könnte es maßgebliche Änderungen beim Verbraucherverhalten geben. Wohl auch deshalb war Nike beim Ausblick ausgesprochen vorsichtig. Während die Zahlen für das vergangene Quartal noch über den Erwartungen lagen, rechnet der Konzern nun mit Absatzrückgängen im laufenden Quartal sowie im Gesamtjahr.

 

 

 

Das hat die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt und von der besseren Laune an der Börse hatte die Nike-Aktie nicht viel. Es ging für den Titel um schmerzhafte 15,5 Prozent auf 44,63 US-Dollar zurück, womit auf Schlusskursbasis ein neues 10-Jahres-Tief erreicht wird. Viele Analysten hegen zwar nach wie vor die Hoffnung auf ein Comeback des Konzerns, der in der Vergangenheit schon viele Krisen überdauerte. In diesem Jahr wird es damit aber allem Anschein nach nichts werden.

 

Eli Lilly in Feierlaune

 

Besser sind da schon die Aussichten für den Pharmakonzern Eli Lilly (US5324571083). Mit der Abnehmspritze Zepbound konnte jener bereits den US-Markt ordentlich aufmischen und in Sachen Umsatz die Konkurrenz in Form von Novo Nordisk hinter sich lassen. In Bälde greift man nun auch bei oral verabreichten Abnehmmedikamenten an. Dafür erhielt Eli Lilly eine Zulassung der FDA und schon in der kommenden Woche sollen die Auslieferungen beginnen.

Der Erfolg kommt vielleicht noch etwas schneller, als es sich viele Anleger erhofft hatten. Daher war die Freude über die Nachricht umso größer. Mit dem Aktienkurs ging es am Mittwoch zeitweise um mehr als fünf Prozent nach Norden; zu Handelsschluss war noch ein Kurs von 954,52 Dollar zu bewundern und damit ein Tagesplus von letztlich 3,8 Prozent. Damit scheint auch der jahrelange Aufwärtstrend weiterhin Bestand zu haben.

 

Stellantis ruft 700.000 Autos zurück

 

Beim Autobauer Stellantis (NL00150001Q9) gab es schon länger keine Anzeichen mehr für einen Aufwärtstrend zu sehen. Stattdessen scheint hier seit Jahren schon Gefahr im Verzug zu sein. Bei rund 700.000 Autos des Herstellers ist genau das wohl auch der Fall, weshalb weltweit Modelle von diversen Marken zurückgerufen werden müssen, darunter Fiat, Citroën, Peugeot und Alfa Romeo. Bei Hybridautos kann es offenbar bei hoher Luftfeuchtigkeit zu einem Kontakt zwischen dem Schlauch des Benzinpartikelfilters und der Schutzkappe des Anlasserschlusses kommen, was im ungünstigsten Fall einen Brand verursacht.

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Der Konzern bestätigte, dass zuvor weltweit 36 Vorfälle gemeldet wurden, darunter zwölf Brände. Hauptsächlich scheint sich das Ganze auf in Frankreich zugelassene Autos zu konzentrieren. In Deutschland werden jedoch ebenfalls über 50.000 Fahrzeuge zurückgerufen. Das Problem lässt sich wohl durch den Einbau einer größeren Schutzkappe recht einfach beheben. Das half den Anlegern, darüber hinwegzusehen und sich stattdessen auf Friedenshoffnungen zu konzentrieren. Die Stellantis-Aktie konnte sich auf niedrigem Niveau erholen und um 4,1 Prozent auf 6,32 Euro klettern.

 

BYD ohne Trendwende

 

Wie schon in den vorherigen Monaten zeichnet sich bei BYD (CNE100000296) ein wachsendes internationales Geschäft ab, während man in der chinesischen Heimat weiter schwächelt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters gingen die Absatzzahlen m März erneut zurück auf etwas mehr als 300.000 Einheiten. Das sei der siebte Absatzrückgang in Folge, heißt es in der Mitteilung weiter, bei der man sich auf eine Nachricht von BYD-Manager Li Yunfei und frühere Mitteilungen des Unternehmens beruft.

Im gesamten ersten Quartal ließ sich ein Rückgang von etwa 30 Prozent feststellen. Das internationale Geschäft machte in diesem Zeitraum mit 320.673 Fahrzeugen 45,8 Prozent der Absätze aus. Immerhin ist BYD damit auf einem guten Kurs, um das Ziel von 1,5 Millionen außerhalb Chinas verkauften Autos im Jahr 2026 erreichen zu können. Die Anteilseigner bekommen es dennoch mit Skepsis zu tun und die Kurse starteten am Donnerstag mit roten Vorzeichen in den Handel.

 

Es ist noch nicht vorbei

 

Erste Indikationen am Donnerstag zeigen, dass die Hoffnung auf einen schnellen Frieden schon wieder zu verblassen scheint. In Asien erleben wir leider keinen Gründonnerstag und erneut steigende Ölpreise werden sehr wahrscheinlich ihre Spuren hinterlassen. Der Krieg im Nahen Osten lastet weiter auf den Gemütern der Anleger und auch die hübschesten Versprechen können allenfalls kurzfristig für eine kleine Verschnaufpause sorgen. Solange die Angriffe jedoch weitergehen und die Straße von Hormus gesperrt bleiben, werden die Bullen sehr wahrscheinlich weiter in die Defensive gedrängt.

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02.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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