als .pdf Datei herunterladen

VW: 100.000 Arbeitsplätze und vier Standorte fallen weg

Der Zerfall von Volkswagen geht auf die Kappe der deutschen Politik

NTG24 - VW: 100.000 Arbeitsplätze und vier Standorte fallen weg

 

Mit Volkswagen fällt das industrielle deutsche Kernland. Die Ankündigung von Volkswagen ist ein Tritt in die Magengrube der Mitarbeiter und eine Ohrfeige für alle Politiker, die bis heute an der Demontage der deutschen Autoindustrie arbeiten. 

Anzeige:

Banner GitterGewitter

 

100.000 Arbeitsplätze und vier deutsche Standorte sollen bei Volkswagen (DE0007664039) wegfallen. Wolfsburg hatte bereits angekündigt, dass man bis Ende 2030 rund 50.000 Stellen streichen wird. Dieses Ziel verdoppelte man nun. Dass es sich nicht um Arbeitsplatzstreichungen weit entfernt irgendwo im Ausland handelt, sondern um hochbezahlte Arbeitsplätze in Deutschland, macht der zweite Teil der Ankündigung deutlich. Den kleinen Standort in Dresden hat man bereits geschlossen. Für Osnabrück sucht man einen Käufer und lässt dieses Jahr die Produktion auslaufen. Als Nächstes kommen die Werke in Emden, Hannover, Neckarsulm (Audi) und Zwickau dran. Das ist keine Kleinigkeit mehr, sondern ein tiefer Schnitt ins Mark. 

 

Volkswagen AG

 

Der internationale Wettbewerb in der Automobilbranche ist knochenhart. Hinzu kommen harsche Zyklen, die man mit Intelligenz und Geschick handhaben muss, um nicht über die Wupper zu gehen. All das haben die grossen deutschen Automobilkonzerne in der Vergangenheit bravourös gemeistert. Was dem größten Autokonzern jetzt jedoch das Genick bricht, sind die stetigen Interventionen der deutschen und europäischen Politik. Im Mittelpunkt steht natürlich das Verbrennerverbot. Allein die Idee, einen der wichtigsten Exportschlager Deutschlands ohne Not zu verbieten, grenzt schon an Idiotie. Worin die deutschen Autobauer wirklich exzellent sind, ist es, hochkomplexe Verbrennermotoren mit beeindruckenden Leistungswerten zu bauen. Dieses Alleinstellungsmerkmal mit Vorsatz kaputtzumachen, ist ein offensichtlicher Akt der Sabotage. 

 

100.000 Arbeitsplätze und vier Standorte fallen weg

 

Der Zerfall von Volkswagen ist eine direkte Folge der politischen Interventionen. Wenn die behäbige und inkompetente Hand des Staates sich in die komplexen Prozesse der Privatwirtschaft einmischt, ist das Ergebnis immer verheerend und belastet am Ende die Arbeitnehmer und Steuerzahler. Der Staat hat in der Privatwirtschaft nichts zu suchen. Das ist auch keine neue Erkenntnis. Wer seinen Adam Smith gelesen hat, von Hayek verstanden hat, Friedman verinnerlicht hat und an Ludwig von Mises nicht intellektuell gescheitert ist, weiß, dass der Staat sich auf seine Aufgaben beschränken muss, weil er ansonsten unnötigen Schaden anrichtet. 

Der Preis steuert die Wirtschaft und maximiert den Erfolg für die Marktteilnehmer. Ein Bäcker produziert exakt die Mengen an Brot und Brötchen, die er mit Gewinn verkaufen kann. Kommt der Staat und schreibt ihm vor, welche Produkte er noch anbieten darf, wird das Geschäft über kurz oder lang in die Insolvenz gehen. Fraktal betrachtet verhält es sich genauso mit einem Autokonzern. Nur mit viel grösseren Dimensionen und Konsequenzen für alle Beteiligten. Geht es Volkswagen gut, profitieren nicht nur die Mitarbeiter direkt davon, sondern alle direkten und indirekten Stakeholder. Das Ökosystem, das ein florierender Grosskonzern wie Volkswagen nährt, geht weit über das Offensichtliche hinaus. Am Erfolg von Volkswagen hängen nicht nur einzelne private Haushalte, sondern ganze Unterbranchen und Regionen bis hin zu den lokalen, regionalen über landesweiten staatlichen Haushalten. 

Anzeige:

Etwas kaputt zu machen, ist einfach. Einen Grosskonzern wie Volkswagen aufzubauen, ist hingegen ein jahrzehntelanger Kraftakt und häufig auch einem speziellen Fenster der Opportunität geschuldet. Einmal zerstört, kann er in der Regel nicht wieder zu altem Glanz zurückfinden. Angesichts dieser Fragilität ist es wahrlich unverantwortlich, wie die deutsche Politik alles dafür getan hat, um ihren wichtigsten Wohlstandsmotor zu sabotieren. Ist es Vorsatz? Das werden wir erst im Nachhinein erfahren, wenn es unabhängige journalistische Recherchen gibt, die die Hintergründe offenlegen. Ist es fahrlässig? Definitiv. Jeder Politiker, jede Partei, die sich nicht für die freie wirtschaftliche Entfaltung der deutschen Automobilbranche stark gemacht hat, hat zu diesem Drama beigetragen. Angesichts der Tatsache, dass es bei der politischen Demontage der deutschen Automobilindustrie keine Gewinner in Deutschland gibt, bleibt die Frage, warum es so einen breiten politischen Konsens für das Falsche gibt. 

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

Volkswagen AG Vz.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Volkswagen AG Vz.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen AG Vz.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Volkswagen AG Vz. - hier weiterlesen...

 

27.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)