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Volkswagen stoppt den Umsatzeinbruch

VW stabilisiert sich ausserhalb Chinas - doch die nächste Herausforderung ist bereits im Gange

NTG24 - Volkswagen stoppt den Umsatzeinbruch

 

In der Krise ergeben sich für Oliver Blume die meisten Chancen, um Veränderungen durchzusetzen. Je höher der Wettbewerbsdruck steigt, desto weicher wird der interne Widerstand. Doch ist Blume geschickt genug, um Volkswagen für die Zukunft fit zu machen?

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Banner GitterGewitter

 

China zieht Volkswagen (DE0007664039 weiter nach unten - aber wie lange noch? Im 2. Quartal ergab sich ein Rückgang um satte -36,6 %, was noch einmal eine Beschleunigung des negativen Momentums im Vergleich zum 1. Quartal war. Die Hintergründe sind bekannt: Die Modelle von Volkswagen sind altbacken, die Software auf dem Niveau der Jahrtausendwende und das Interieur hinterlässt den Eindruck, als ob der Designer von Temu abgeworben wurde. Noch viel gravierender: Die chinesische Konkurrenz gibt Vollgas und liefert sich gegenseitig einen blutigen Preiskrieg, den viele lokale Marken nicht überleben werden. Aber:

 

Volkswagen AG Vorzüge

 

China ist die Ausnahme, nicht der Standard. Klammert man den chinesischen Markt aus, konnte Volkswagen den Absatz zuletzt steigern. Das signalisiert, dass man zumindest in den meisten anderen Märkten vom Kunden immer noch auf Augenhöhe mit der Konkurrenz gesehen wird. Das gibt Wolfsburg etwas Puffer, doch keine Zeit, um sich auszuruhen, denn die chinesische Konkurrenz ist längst in Europa gelandet. Und die chinesischen Konkurrenten werden innerhalb weniger Jahre den europäischen Automarkt in den gleichen Zustand bringen wie ihren heimischen Markt: ein Hyper-Wettbewerb im Bereich der vollelektrischen und Hybrid-Fahrzeuge. 

 

Die Chinesen sind die grösste Herausforderung für VW

 

Volkswagen wird daher an gleich zwei Fronten herausgefordert. 1) Zum einen muss man intern die Kosten senken und die Produktivität erhöhen. 2) Zum anderen muss man die Attraktivität der Fahrzeuge erhöhen und die Preise senken. Wobei Punkt 2 wichtiger ist als Punkt 1. Geht man jedoch Punkt 1 nicht an, wird im Konzern alles beim Alten bleiben, wodurch Punkt 2 nie realistisch zu erreichen sein wird. Die internen Kostensenkungen und Produktivitätserhöhungen werden von der Gewerkschaft und Politik torpediert werden. Diese beiden Stakeholder werden alles dafür tun, dass sich im Konzern nichts ändert. Von den Herausforderungen und den daraus resultierenden negativen Konsequenzen für Volkswagen wollen diese beiden nichts wissen, weil ihnen klar ist, dass sie ihre heutige Komfortzone dann verlassen müssen. Da warten sie lieber, bis sie hinausgeworfen werden, denn das verschafft ihnen mehr Zeit. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Abbau der Arbeitsplätze und die Schliessung der Werke in Deutschland sind daher der richtige Weg. Der Volkswagen Konzern operiert nicht wie ein Privatunternehmen, das den harten Bandagen des Wettbewerbs ausgesetzt ist, sondern wie eine Behörde in einem Staat, der mit einem bekömmlichen Budget ausgestattet ist. Veränderungen setzt der Vorstand daher nicht durch, indem er positive Visionen kreiert und an die Lust der Mitarbeiter auf einen gemeinsamen Erfolg appelliert, sondern indem er den Druck in schweren Zeiten nutzt, um lang überfällige Veränderungen durchzusetzen. Wie in einer Staatskrise auch auf einmal alles in Bewegung kommt, was vorher in Stein gemeisselt war, kann Oliver Blume nun die unangenehmen Veränderungen vornehmen, die seit Jahren überfällig sind.

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25.07.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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