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ProSiebenSat.1 enttäuscht erneut, Vorfreude bei TUI, bei SAP greifen Vorstandsmitglieder zu und BYD fällt in China stark zurück

Die Märkte bleiben weiterhin in Bewegung

NTG24 - ProSiebenSat.1 enttäuscht erneut, Vorfreude bei TUI, bei SAP greifen Vorstandsmitglieder zu und BYD fällt in China stark zurück

 

Ein bisschen geht schon noch die Sorge um, dass der Einbruch von Gold- und Silberpreisen noch Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben könnte. Doch am gestrigen Montag war größtenteils erst einmal Entspannung angesagt. Der DAX konnte sich wieder um mehr als ein Prozent in die Höhe schwingen, doch folgte längst nicht jede Aktie diesem Beispiel. Harte Zahlen ließen die Anleger an manchem Unternehmen zweifeln.

Als eine klare Enttäuschung durften vorläufige Zahlen von ProSiebenSat.1 (DE000PSM7770) verstanden werden. Denn der Medienkonzern stellt für 2025 lediglich ein Ebitda in Höhe von 405 Millionen Euro in Aussicht. Das liegt deutlich unter der Prognose von 420 bis 450 Millionen Euro, welche erst im November nach unten angepasst wurde. Es bleibt daher der Eindruck, dass es dem Unternehmen noch schlechter als gedacht ergeht.

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Immerhin sollen die Umsätze wohl im Rahmen der Erwartungen liegen, was aber einen deutlichen Abschlag im Vergleich zu 2024 bedeutet. Die Anleger trösteten sich hauptsächlich damit, dass trotz der schwachen Aussichten die Nettoverschuldung wohl von 1,54 auf 1,34 Milliarden Euro sinken soll. Das waren dann aber auch schon alle guten Neuigkeiten und der Aktienkurs konnte nur mit minimalen Aufschlägen dienen.

 

Kann TUI punkten?

 

Ein wenig gedulden müssen sich die Anleger von TUI (DE000TUAG505) noch, eher die heiß erwarteten Ergebnisse für das vergangene Jahr offengelegt werden. Im Vorfeld scheint sich aber schon mal Vorfreude breitzumachen. Mit dem Aktienkurs ging es am Montag um respektable 3,9 Prozent auf 9,34 Euro aufwärts. Damit bleiben die Bullen auf Angriffskurs zum 52-Wochen-Hoch, das bereits bei 9,51 Euro anzutreffen ist.

Die Anleger dürften aktuell nicht nur auf gute Ergebnisse hoffen. Zeitgleich zur Zahlenvorlage steht auch die nächste Hauptversammlung an. Angesichts des Reisebooms und immer wieder vollmundigen Wachstumsversprechen aus dem Vorstand scheint eine Rückkehr der Dividende nicht ausgeschlossen zu sein. Das wiederum könnte der Funken sein, welcher die TUI-Aktie nach fast drei Jahren wieder in zweistellige Gefilde bewegen kann.

 

SAP: Manager auf Schnäppchenjagd

 

Die Zahlen von SAP (DE0007164600) liegen schon ein paar Tage zurück, und sie sorgten an den Märkten für allgemeine Entrüstung. Das Cloud-Wachstum lag unter den Erwartungen von Unternehmen und Anlegern. Daraus entstehen Sorgen, dass SAP sich mit der aktuellen Strategie etwas verrannt haben könnte. Dass gleichzeitig die Skepsis gegenüber KI ein bisschen zugenommen hat, verstärkte den Verkaufsdruck nur noch weiter.

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Kursverluste von zeitweise über 15 Prozent schrecken aber offenbar längst nicht jeden ab. Manch einer erkennt darin auch nur interessante Einstiegschancen, und dazu gehören gleich mehrere Manager von SAP selbst. Wie „finanzen.ch“ berichtet, haben sich unmittelbar nach dem jüngsten Kurssturz mehrere Vorstandsmitglieder frische Aktienpakete gegönnt. Damit senden sie an die Anleger auch ein nicht unwichtiges Signal. Trotz des Gegenwinds scheint die Chefetage vom Erfolg von SAP noch immer felsenfest überzeugt zu sein.

 

BYD fällt zurück

 

Bei BYD (CNE100000296) dürfte solches Zuvertrauen eher selten geworden sein. Der chinesische Autobauer meldete für den Januar einen Absatzrückgang um 30 Prozent. Dadurch bedingt musste auch die Marktführerschaft, welche vor gar nicht langer Zeit von Volkswagen geklaut werden konnte, an Geely abgegeben werden. Absätze von rund 210.000 Fahrzeugen lagen klar unter den Erwartungen. Dass es immerhin international weiter aufwärts ging, wo BYD mittlerweile knapp die Hälfte seiner Autos verkauft, tröstete die Anleger auch nicht weiter.

Der Aktienkurs rutschte am Montag um schmerzhafte 6,7 Prozent in die Tiefe und schlug bei müden 9,84 Euro auf. Es ist das erste Mal seit Herbst 2024, dass die Käufer den Widerstand bei zehn Euro nicht zu verteidigen wussten. Zwar bleibt noch viel Potenzial vorhanden, da BYD über eine einmalige Fertigungstiefe verfügt und auch die Konkurrenz mit Teilen wie Akkus für Elektroautos versorgt. All das und auch Geschäfte in anderen Bereichen scheinen momentan aber nicht im Fokus der Anteilseigner zu stehen.

 

Keine Langeweile in Sicht

 

Die Berichtssaison sorgt dafür, dass an der Börse weiterhin keine Langeweile aufkommt. Dabei zeigt sich wieder einmal, dass die Vorstellungen der Märkte sich zuweilen recht weit von der Realität entfernen können. Anleger halten Augen und Ohren offen, da in diesen Tagen an zahlreichen Stellen die Richtung für die nächsten Monate vorgegeben werden könnte. Dabei kommen (vorläufige) Zahlen zu den noch immer chaotischen Verhältnissen in der Geopolitik noch dazu und die Nervosität dürfte nach der einen oder anderen großen Enttäuschung kaum nachlassen.

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03.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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