Die japanische SoftBank hat große Pläne für kommende Rechenzentren, will jene aber auf der Erde belassen
Dem Beispiel von SpaceX möchte die SoftBank nicht folgen
Am gestrigen Dienstag lud die Mobilfunksparte der japanischen SoftBank zur Hauptversammlung. Doch die Gespräche sollten nicht auf jenen Bereich beschränkt bleiben. Konzerngrüner Masayoshi Son wurde auch zur Zukunft von Rechenzentren befragt. Ein Aktionär interessierte sich dafür, ob ähnliche Pläne für orbitale Rechenzentren wie bei SpaceX verfolgt werden.
Dem erteilte die SoftBank (JP3436100006) jedoch eine klare Absage. Nach Ansicht von Son werde das Ringen um KI auf der Erde entschieden. Der größte Vorteil von Rechenzentren im All seien die niedrigen Stromkosten. Jene würden aber ohnehin nur einen geringen Posten gegenüber den Kosten für die Hardware darstellen. Zudem steigen Kosten für Transport und Wartung, was die Vorteile weiter relativiere.
Investieren will die SoftBank dennoch weiter kräftig in KI. Das Unternehmen gehört zu den größten Investoren von OpenAI und für den Ausbau von Rechenzentren wurden Hunderte von Milliarden in Aussicht gestellt. Obschon der Wettbewerb zunehme, sei noch genügend Potenzial vorhanden, um mehreren Playern ein ansehnliches Wachstum zu bescheren. Davon will die SoftBank aktiv profitieren.
Künstliche Intelligenz stecke momentan noch in ihrer Anfangszeit, so der SoftBank-Gründer. Für die Zukunft wird damit gerechnet, dass das Segment auf das zehn- bis hundertfache steigern werden. Sollte diese Erwartung sich erfüllen, so wären die heutigen Investitionen tatsächlich eher überschaubarer Natur. Gleichwohl gibt es aber auch skeptischere Stimmen, die vor allzu viel Euphorie warnen und immer wieder gerne die Frage nach künftigen Gewinnen stellen.
Die SoftBank im Höhenflug
An der Börse erhält die SoftBank weiterhin viel Support. Zwar konnte das Papier sich im Juni nicht gegen eine durch Gewinnmitnahmen ausgelöste Korrektur wehren und es ging ausgehend vom 52-Wochen-Hoch bei 9.074 Yen deutlich bis auf 6.597 Yen zu Handelsschluss am Mittwoch zurück. Dort angekommen notiert das Papier aber noch knapp 180 Prozent höher als vor einem Jahr. Das KI-Versprechen bleibt somit eingepreist. Ob das gut oder schlecht ist, darüber mag jeder für sich selbst urteilen.
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24.06.2026 - Daniel Eilenbrock

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