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Volkswagen setzt bei neuen Elektroautos auf altbekannte Markennamen und vollzieht damit einen Strategiewechsel

Besinnt Volkswagen sich nun auf alte Stärken?

NTG24 - Volkswagen setzt bei neuen Elektroautos auf altbekannte Markennamen und vollzieht damit einen Strategiewechsel

 

Unter dem ehemaligen CEO Herbert Diess tat sich bei Volkswagen so einiges. Unter anderem nahm die Strategie für Elektroautos an Fahrt auf, was auch mit Neuerungen bei den Modellbezeichnungen daherkam. Von Klassikern wie Golf und Polo wollte man sich verabschieden und stattdessen mit ID in die Zukunft starten. Unter dem heutigen Chef Oliver Blume scheint man sich nun aber auf die Stärke bekannter Marken zu besinnen.

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Banner GitterGewitter

 

Kurz vor dem Start der IAA Mobility kündigte Volkswagen (DE0007664039) hochoffiziell eine neue Namensstrategie an. Schon ab dem nächsten Jahr geht es los. Dann soll der „ID.Polo“ erscheinen, der ursprünglich als ID. 2all angekündigt wurde. Das Kürzel ID wird also beibehalten, gleichzeitig will VW „bekannte Namen in die Zukunft führen“. Dabei soll der Polo nur der Anfang sein.

Letzterer soll gleichzeitig ein wichtiger Schritt dabei sein, Elektromobilität für die Verbraucher noch bezahlbarer zu machen. Für rund 25.000 Euro soll das Gefährt an den Start gehen, welches das Erbe des erstmals im Jahre 1975 veröffentlichten Polo antritt. Weitere Details wurden nicht genannt. Gerechnet werden darf aber wohl mit einem typischen Kleinwagen und allein der Name könnte bei den Absatzzahlen einen bedeutenden Unterschied ausmachen.

 

 

 

Volkswagen will nachlegen

 

Das Ganze soll auch keine Ausnahmeerscheinung bleiben. Volkswagen ließ durchblicken, in Zukunft noch weitere etablierte Markennamen aus der Mottenkiste holen zu wollen. Der ID.Cross etwa erinnert an den T-Cross und bereits bestätigt ist eine neue Variante des Golf, welche in einigen Jahren sehr wahrscheinlich den ID.3 ersetzen dürfte. Ob es auch einen neuen, elektrischen Passat oder andere beliebte Modelle zu sehen geben wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht ließen sich auch vergessene Klassiker wie ein Corrado sich wiederbeleben.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenMit den bisherigen Vertretern der ID-Klasse ist Volkswagen durchaus erfolgreich. Insbesondere in den vergangenen Monaten legten die Absatzzahlen in Europa zu und bei Elektroautos dominieren die Modelle mittlerweile die Top 10 regelrecht. Es reicht aber noch nicht, um den Autokonzern zu alter Stärke zurückzuführen. Eine neue Markenstrategie könnte da der richtige Ansatz sein, insbesondere in Verbindung mit günstigen Verkaufspreisen. Denn damit trifft Volkswagen einen Nerv.

Allerdings gilt das hauptsächlich für den europäischen Markt, wo Volkswagen noch vergleichsweise gut aufgestellt ist. In China hingegen dürften nur einige Kenner mit den traditionsreichen Marken etwas anfangen können und die dortigen Probleme wird Volkswagen mit einer Änderung der Bezeichnungen eher nicht aus der Welt schaffen können. Daher hält sich die Euphorie an der Börse auch noch eher in Grenzen. Die Volkswagen-Aktie schaffte zuletzt nicht mehr den Sprung über die 100-Euro-Marke und ging am Donnerstag mit 99,04 Euor aus dem Handel.

 

Volkswagen setzt auf Volumen

 

Zu weiteren Bezeichnungen hält sich Volkswagen noch bedeckt. Bereits bekannt ist aber, dass das Volumensegment in Zukunft wieder eine größere Rolle spielen soll, insbesondere bei Elektroautos. In zwei Jahren soll es ein elektrisches Gefährt für nur 20.000 Euro geben, das als ID.1 angekündigt wurde. Ob es bei dem Namen bleibt oder das Ganze als ID.up oder vielleicht sogar ID.Lupo an den Start gehen wird, bleibt abzuwarten. Es kann aber generell nicht schaden, bei der Markenstrategie wieder ein wenig die Emotionsschiene zu fahren.

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Werbebanner DegussaStellen muss sich Volkswagen dabei einer nach wie vor starken Konkurrenz, welche die anvisierten Preisregionen zum Teil bereits belegt hat. Namen sind bekanntlich Schall und Rauch und auch einem neuen Golf ist Erfolg noch lange nicht garantiert. Dass Volkswagen manche Entscheidung aus der Vergangenheit revidiert und sich damit lernfähig zeigt, ist aus Anlegersicht aber erstmal als eine positive Entwicklung einzustufen.

 

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04.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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