als .pdf Datei herunterladen

Volkswagen stoppt den Export des ID.Buzz in die USA, was Insider direkt auf Zölle zurückführen

Hohe Einfuhrzölle vermiesen Volkswagen das Geschäft in Übersee

NTG24 - Volkswagen stoppt den Export des ID.Buzz in die USA, was Insider direkt auf Zölle zurückführen

 

Der erstmals in den 1950er Jahren hergestellte VW-Bus ist nicht nur in Europa zu einer Ikone geworden. Auch in den USA hat das Gefährt viele Fans und mit dem ID.Buzz bietet Volkswagen eine moderne, elektrische Variante des Klassikers an. Die findet ihren Weg aber offenbar seit einer Weile nicht mehr in die Vereinigten Staaten.

Anzeige:

Banner Zürcher Börsenbriefe Sonderaktion 4

 

Wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Daten des Dienstleisters Marklines berichtet, wurden zuletzt im Mai ganze zwei Exemplare des ID.Buzz von Volkswagen (DE0007664039) in die USA verschifft. Seither ist der Export zum Erliegen gekommen, was Volkswagen gegenüber der Zeitung auch bestätigte. Begründet wurde dies allerdings mit einem Rückruf aufgrund einer zu breiten Rückbank beim US-Modell. Zölle scheinen also zumindest nach der Darlegung von VW nicht der ausschlaggebende Grund zu sein.

 

 

 

Insider sind sich jedoch sicher, dass der Exportstopp direkt mit US-Zöllen zusammenhängt und die Rückrufe damit herzlich wenig zu tun haben. Zeitlich würde es passen, denn seit April werden in den USA 27,5 Prozent auf Neuwagen erhoben, die aus Europa ihren Weg ins Land finden. Dies gilt mittlerweile auch für einzelne Komponenten. Zuvor wurden lediglich 2,5 Prozent erhoben. In der Folge müssen die Hersteller entweder herbe Einbußen bei der Marge einplanen oder durch Preissteigerungen die Absatzzahlen gefährden. Beides scheint für Volkswagen im Falle des ID.Buzz wenig interessant zu sein.

 

Volkswagen braucht die USA

 

Rückschläge in den USA kommen für Volkswagen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich schwächelt das Geschäft bereits seit Längerem im größten Automarkt auf dem Planeten in Form von China. Gesellen sich dazu nun auch noch Rückgänge im zweitgrößten und bisher sehr margenstarken Markt, würde dies die Laune der Anleger freilich nicht steigern. Umso mehr wird darauf gehofft, dass es im Zollstreit doch noch eine Einigung geben könnte.

Anzeige:

Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAnsätze dafür sind vorhanden. Volkswagen und andere Branchenvertreter brachten im Frühjahr beispielsweise die Möglichkeit einer Verrechnung von Importen und Exporten ins Spiel. In einem solchen Szenario würden Ausfuhren aus den USA mit eingeführten Fahrzeugen verrechnet werden. Darüber hinaus ist eine Quotenregel vorstellbar, bei der eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen jährlich von hohen Zusatzzöllen verschont bliebe. An eine Rückkehr zu Zöllen aus der Vergangenheit von 2,5 Prozent glaubt kaum noch jemand. Eine Erleichterung wäre es aber schon, sollten die Aufschläge sich auf zehn oder 15 Prozent beschränken lassen.

Ob die US-Regierung unter Donald Trump sich auf solche oder andere Vorschläge einzulassen gedenkt, liegt noch im Dunkeln. Zuletzt ließ Trump verlauten, dass in wenigen Tagen ein Brief an die EU gehen könnte, was auch ein Handelsabkommen beinhalten dürfte. Getan hat sich allerdings noch nichts und die Zölle für europäische Autobauer haben weiterhin Bestand.

 

Dem Erfolgsmodell fehlt ein wichtiger Markt

 

Immerhin konnten die Verkaufszahlen des ID.Buzz. anderswo deutlich zulegen. Nach Angaben von Volkswagen legten die Absätze außerhalb der USA im Jahresvergleich um etwa 70 Prozent zu. Doch das führt auch dazu, dass der Wegfall des Geschäfts in den USA nur noch mehr schmerzt. Denn ohne diesen Umstand wäre freilich noch deutlich mehr möglich gewesen. Der Hersteller gesteht Medienvertretern gegenüber auch offen ein, dass „herausfordernde Marktbedingungen in einigen Märkten“ negative Auswirkungen auf die Absätze gehabt hätten.

Hergestellt wird der ID.Buzz bislang nicht in den USA, sondern in Deutschland, woran sich über Nacht auch nichts ändern lässt. Das Geschäft in Übersee kommt noch lange nicht komplett zum Erliegen, da VW durchaus über Standorte vor Ort verfügt. Dennoch ist es bedenklich, dass für ein besonders gefragtes Modell ein wichtiger Absatzmarkt schlicht fehlt. Die Anleger nahmen dies am Mittwoch aber aufgrund guter Neuigkeiten aus Europa gelassen hin. Die VW-Aktie legte um 1,6 Prozent auf 92,68 Euro zu.

Anzeige:

Banner MünzManufaktur Goldbarren

 

Volkswagen AG Vz.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Volkswagen AG Vz.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen AG Vz.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Volkswagen AG Vz. - hier weiterlesen...

 

10.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)