als .pdf Datei herunterladen

Noch immer scheinen die Kosten in den deutschen Werken von Volkswagen zu hoch zu sein und mancher Standort steht weiterhin auf der Kippe

Ende des Jahres blickt Volkswagen noch einmal kritisch auf hiesige Werke

NTG24 - Noch immer scheinen die Kosten in den deutschen Werken von Volkswagen zu hoch zu sein und mancher Standort steht weiterhin auf der Kippe

 

Im Jahr 2024 brachte Volkswagen aufgrund der anhaltenden Krise in der Branche erstmals die Schließung von deutschen Standorten ins Gespräch. Insbesondere in Emden und Zwickau schien die Zukunft mehr als ungewiss zu sein. Das Thema zog weite Kreise und provozierte auch in der Politik diverse Diskussionen. Erst nach langen Verhandlungen konnten Schließungen letztlich abgewendet werden – zumindest für den Moment.

Anzeige:

Banner GitterGewitter

 

Vereinbart hatte Volkswagen (DE0007664039) seinerzeit strikte Sparziele mit der Gewerkschaft IG Metall. Nur wenn jene eingehalten werden können, gibt es für die fraglichen Werke in Deutschland auch langfristig eine Perspektive. Wie es scheint, ist man in Emden und Zwickau noch lange nicht am Ziel angekommen. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ wurden im vergangenen Jahr wohl in allen deutschen Autofabriken die Sparziele verfehlt.

Das trifft auch auf die Nutzfahrzeug-Fabrik in Hannover zu und im Stammwerk in Wolfsburg fallen die Kosten laut Informationen aus Konzernkreisen ebenfalls zu hoch aus. Dort scheint Volkswagen an eine Schließung aber weiterhin nicht zu denken. Stattdessen soll in Wolfsburg munter investiert werden, um die nächste Generation an Fahrzeugen zu produzieren. Besonders dem ID.Golf kommt große Aufmerksamkeit zu, der intern auch als „Gamechanger“ bezeichnet wird.

 

 

 

Angespannte Stimmung bei Volkswagen

 

Im Unternehmen wird die Rolle des Werks in Wolfsburg wohl zuweilen als Ungleichbehandlung wahrgenommen. Gleichwohl gestalten sich Vergleiche schwierig, da Volkswagen mit konkreten Leistungsdaten geizt. Auch das kommt nicht bei jedem gut an. Ein Insider spricht davon, dass man ein Recht darauf habe, zu wissen, wo man steht. Ein fairer Vergleich gehöre dazu.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinImmerhin ist es nicht so, als hätte sich in den Werken von Volkswagen überhaupt nichts verändert. In Zwickau und Emden gingen die Kosten laut einem Unternehmenssprecher um durchschnittlich knapp 30 Prozent gesunken. Konkrete Zielstände gab der Autobauer allerdings nicht heraus und dass Kostenziele erneut überschritten wurde, konnte oder wollte Volkswagen nicht klar dementieren. Die Lage bleibt daher schwierig und zum Jahresende steht eine erneute Überprüfung an. Können auch bis dahin nicht die internen Zielvorgaben erreicht werden, so erlaubt die Vereinbarung mit den Gewerkschaften eine erneute Prüfung von möglichen Werksschließungen.

Insgesamt will VW bis zum Ende des Jahrzehnts allein in Deutschland seine Kosten um etwa 15 Milliarden Euro jährlich reduzieren. Konzernweit werden 18 Milliarden Euro angepeilt. Wie weit man mit diesem Vorhaben bereits gekommen ist, darüber gibt es keine neuen Informationen. Den Kommentaren der Insider ist aber zu entnehmen, dass es noch immer viel Nachholbedarf gibt. Das ist nicht nur für die Angestellten, sondern auch für die Aktionäre eine potenziell unerfreuliche Nachricht. Denn ohne deutlich geringere Kosten wird auch die Bilanz nicht so ausfallen, wie man es sich an der Börse wünschen würde.

 

Licht und Schatten

 

Für die Anleger hatte Volkswagen allerdings zuletzt auch einige positive Neuigkeiten im Gepäck. Insbesondere der Netto-Cashflow von etwa sechs Milliarden Euro überraschte die Märkte, stellte der Konzern im Vorfeld doch eine Nullrunde in Aussicht. Hier und dort scheinen sich doch Kostenverbesserungen bemerkbar zu machen, zudem sind die Absatzzahlen in einigen Märkten und Segmenten wieder gestiegen. Es scheint also sowohl Licht als auch Schatten bei Volkswagen zu geben.

Dennoch ist der Konzern noch lange nicht über den Berg und das Wachstumstempo lässt zu wünschen übrig. Genau das macht sich dann auch beim Aktienkurs bemerkbar. Der konnte sich Ende vergangenen Jahres zwar etwas erholen, begab ich zum Januar aber in eine Seitwärtsbewegung mit latent negativer Tendenz. Zum Wochenende landete die Aktie bei 103,10 Euro. Das sind 3,2 Prozent weniger als zu Jahresbeginn und satte 40 Prozent weniger als vor fünf Jahren.

Anzeige:

Banner MünzManufaktur Goldbarren

 

Volkswagen AG Vz.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Volkswagen AG Vz.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen AG Vz.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Volkswagen AG Vz. - hier weiterlesen...

 

16.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)