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Warner Bros. empfiehlt den Anlegern zur Annahme der Übernahme durch Netflix und spricht sich damit gegen ein höheres Gebot von Paramount aus

Zweifel an der Finanzierung treiben Warner Bros. zu Netflix

NTG24 - Warner Bros. empfiehlt den Anlegern zur Annahme der Übernahme durch Netflix und spricht sich damit gegen ein höheres Gebot von Paramount aus

 

Wie im Vorfeld angekündigt, hat Warner Bros. Discovery im Übernahmepoker um das eigene Unternehmen den Aktionären eine klare Empfehlung ausgesprochen. Dabei spricht man sich gegen die Offerte von Paramount aus, obschon jene deutlich höher liegt als die zuvor angekündigte Vereinbarung mit Netflix. Es ist aber eben auch die Höhe des Angebots, welche für stutzige Blicke sorgt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer feindliche Übernahmeversuch durch Paramount bewertet Warner Bros. Discovery (US9344231041) mit satten 108 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu knapp 83 Milliarden Dollar, welche Netflix bietet. Zwar ist in ersterem Fall auch das TV-Geschäft mit CNN und Co. enthalten, was Netflix vor der Übernahme abgespalten wissen möchte. Dennoch bleibt eine recht große Diskrepanz. Die Verantwortlichen von Warner Bros. haben eklatante Zweifel daran, dass Paramount die beabsichtigte Übernahme auch tatsächlich schultern kann.

 

 

 

Die angepeilte Summe wird ein einem Brief an die Aktionäre als „illusorisch“ bezeichnet. Kritisiert wird recht offen, dass die Ellison-Familie eine vollständige Absicherung der Transaktion zugesagt habe, obschon davon zu keinem Zeitpunkt die Rede habe sein können. Den eigenen Anlegern wird letztlich geraten, sich auf das Angebot nicht einzulassen.

 

Netflix steht bereit für die Übernahme von Warner Bros.

 

Bevorzugt wird stattdessen die bereits zuvor angekündigte Übernahme durch Netflix, welche Warner Bros. Discovery inklusive Schulden auf 82,7 Milliarden Euro bewertet. Der Deal mit dem Streaming-Anbieter biete laut Warner Bros. einen größeren Mehrwert, besserte Bedingungen und auch höhere Sicherheit. Verwaltungsratschef Samuel Di Piazza spricht vor allem im Sinne der Aktionäre von klaren Vorteilen. Es handle sich um eine Vereinbarung, welche ohne Eigenkapitalfinanzierung auskomme, und verlässliche Kreditzusagen enthalte.

Begeisterung machte sich infolge der Empfehlung an der Wall Street nicht unbedingt breit. Profitieren konnte vor allem die Aktie von Netflix, wohingegen es bei Warner Bros. Discovery am Mittwoch um 2,4 Prozent bis auf 28,21 US-Dollar in die Tiefe ging. Bereits zuvor machten sich bei dem Titel Korrekturen bemerkbar, denn ein anfangs noch erhoffter Bieterkrieg scheint auszubleiben. Die beiden Angebote stehen und daran wird offenbar auch nicht mehr gerüttelt.

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Zudem bleibt offen, ob Netflix die Fusion über die Bühne bringen kann, selbst wenn die Aktionäre sich für diese Option entscheiden sollten. Denn es bleiben noch kartellrechtliche Bedenken bestehen. Kritiker befürchten eine zu starke Marktmacht von Netflix mit negativen Auswirkungen auf Verbraucher im Streaming-Geschäft sowie Nachteile für Kinos. Netflix versuchte bereits, derartige Sorgen zu entkräften, was aber nicht bei jedem fruchten wollte. Auch US-Präsident Donald Trump ließ wissen, bei der endgültigen Entscheidung ein Wörtchen mitreden zu wollen.

 

Es ist noch nicht vorbei

 

Trump ließ bislang nicht durchblicken, auf welche Seite er sich im Fall der Fälle schlagen könnte. Er gilt als Vertrauter der Ellison-Familie, insbesondere in Bezug auf Oracle-Gründer Larry Ellison. Andererseits übte er vor Kurzem aber auch heftige Kritik an Paramount, da er dort nach eigener Ansicht seit der Übernahme durch die Ellisons von CBS schlechter als in der Vergangenheit behandelt werde. Wie so oft bleibt Trump eine Wundertüte in der Rechnung, so er denn wirklich Einfluss auf die Entscheidung nehmen mag. Bekannt dafür, Wort zu halten, ist Trump schließlich auch nicht unbedingt.

Die Empfehlung von Warner Bros. gibt wichtige Impulse, doch das letzte Wort in der Angelegenheit ist noch immer nicht gesprochen. Abzuwarten bleibt nun, ob Paramount sein Vorhaben dennoch weiter vorantreibt und die Offerte vielleicht sogar noch einmal erhöhen wird. Eine Reaktion des Unternehmens scheint bisher nicht vorzuliegen. Wirklich entschieden ist die Angelegenheit aber erst, wenn Netflix oder Paramount sich die Mehrheit sichern konnten oder die US-Behörden die Angelegenheit schlicht abblasen. Stand heute ist noch so ziemlich alles möglich.

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18.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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