Auch vor Gericht erlebt Paramount im Ringen um Warner Bros. eine Schlappe, doch entschieden ist die Übernahmeschlacht damit noch nicht
Warner Bros. bleibt das Objekt der Begierde
Obschon Warner Bros. sich mehrfach für das Übernahmeangebot von Netflix ausgesprochen hatte und damit den Übernahmegelüsten von Paramount eine klare Absage erteilte, lässt der Medienkonzern nicht locker. Paramount zog kürzlich vor Gericht und forderte eine Beschleunigung des Verfahrens. Insbesondere sollte Warner Bros. Informationen dazu liefern, warum die nominell niedrigere Offerte von Netflix bevorzugt wird.
Dazu will Warner Bros. (US9344231041) sich aber erst äußern, wenn die Anteilseigner dem Deal mit Netflix zugestimmt haben. Ein Termin für eine Abstimmung liegt bislang noch nicht vor, berichtet das Handelsblatt. Paramount blitzte mit seinem Vorstoß vor Gericht ab. Der Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren wurde zurückgewiesen.
Derweil machten Gerüchte die Runde, laut denen Netflix sein Angebot doch noch einmal nach oben anpassen könnte. Offiziell bestätigt ist dahingehend noch nicht. Bisher bleibt es bei 27,75 US-Dollar je Aktie, welche der Streaming-Anbieter auf den Tisch legen möchte. Paramount bietet mi 30 Dollar mehr, allerdings zweifelt Warner Bros. an der Finanzierbarkeit. Daran änderte auch eine Garantie über rund 40 Milliarden Dollar durch Oracle-Gründer Larry Ellison nichts.
Das Übernahmepoker dürfte sich noch eine Weile fortsetzen, wobei das Pendel momentan aktuell stark in Richtung Netflix ausschlägt. Doch das Ganze hat auch weiterhin eine politische Dimension. US-Präsident Donald Trump mischte sich bereits ein und ließ wissen, bei der Entscheidung ein Wörtchen mitreden zu wollen. Er würde vor allem das TV-Geschäft mit dem Sender CNN gerne in neuen Händen sehen, welches beim Netflix-Deal ausgeklammert ist.
Warner Bros.: Abwarten!
Allzu viel Bewegung gibt es bei der Warner Bros.-Aktie nicht mehr. Der Kurs pendelt zwischen den Angeboten von Netflix und Paramount, und dabei dürfte es auch weiterhin bleiben. Am Donnerstag reagierte das Papier zunächst freundlich auf die Entscheidung der Gerichte, büßte errungene Kursgewinne im Tagesverlauf aber wieder ein. Zu Handelsschluss standen 28,49 Dollar und damit 0,5 Prozent weniger als tags zuvor auf dem Ticker. Wer sich bei der Übernahmeschlacht durchsetzen können wird, das lässt sich aktuell nur abwarten.
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16.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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