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Das Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery ist noch nicht vorbei und die Ellison-Familie will mit härteren Garantien punkten

Kommt es doch noch zur Bieterschlacht bei Warner Bros.?

NTG24 - Das Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery ist noch nicht vorbei und die Ellison-Familie will mit härteren Garantien punkten

 

Die Aktie von Warner Bros. Discovery zeigte sich in den letzten Tagen wieder etwas leichter, nachdem ein 108 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot durch Paramount Skydance zurückgewiesen wurde. Obschon die Offerte von Netflix geringer ausfällt, bevorzugt Warner Bros. diesen Weg und begründete dies in erster Linie mit fehlenden Sicherheiten bei dem Vorhaben von Paramount.

In dieser Sache schaltet sich nun Oracle-Gründer und Milliardär Larry Ellison persönlich ein. Der Vater des Paramount-Chefs David Ellison gibt eine persönliche Garantie für einen 40,4 Milliarden Dollar schweren Teil des Übernahmeangebots ab, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Auf diesem Wege sollen etwaige Zweifel an der Durchführbarkeit der Pläne, die zu weiten Teilen über Kredite finanziert würden, ausgeräumt werden.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEine Reaktion von Warner Bros. (US9344231041) liegt bisher nicht vor. Der Medienkonzern hatte sich eigentlich bereits darauf geeinigt, für rund 82,7 Milliarden Dollar seine Filmstudios mitsamt dazugehöriger Marken an Netflix zu übergeben. Das TV-Geschäft sollte vor dem Deal abgespalten werden. Das Angebot von Paramount hingegen gilt für das gesamte Unternehmen, was laut Paramount einfacher in der Durchsetzung und daher ein Vorteil für Aktionäre wäre.

 

 

 

Warner Bros. bleibt gefragt

 

Die TV-Sparten könnte im Übernahmepoker noch ein wichtiger Knackpunkt werden, denn sie umfasst auch den Sender CNN. Jener wagt es, klassische journalistische Arbeit zu leisten, was unweigerlich in Berichten mündet, die US-Präsident Donald Trump nicht im besten Licht erscheinen lässt, um es vorsichtig auszudrücken. Trump reagiert auf jegliche Kritik an seiner Person allergisch und würde solche am liebsten vollständig verbannen, ob berechtigt oder nicht.

Ein Besitzerwechsel käme Trump daher sehr gelegen, was er in der Vergangenheit auch bereits unverblümt eingestand. Da Larry Ellison als Trump-Unterstützer gilt, könnte dessen Übernahmeangebot Support durch Trump erhalten. Allerdings positionierte sich Trump bisher nicht konkret zu der Angelegenheit, wenngleich er vage mitteilen ließ, bei der Entscheidung ein Wörtchen mitreden zu wollen.

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Werbebanner EMH PM TradeGerade aufgrund der politischen Dimension bleibt der Übernahmekampf um Warner Bros. ein heißes Thema an der Börse. Die jüngste Empfehlung durch das Unternehmen selbst sorgte für Abkühlung, da Netflix nicht noch einmal nachlegen musste. Nun wird der Einsatz durch Paramount erhöht, was vielleicht doch noch eine entsprechende Reaktion triggern könnte. Der Warner Bros.-Aktie verhalfen entsprechende Hoffnungen zu einem Aufschlag von 3,5 Prozent am Montag und der Kurs stieg bis auf 28,75 Dollar an. Damit nähert der Titel sich dem Angebot von Paramount, welches bei 30 Dollar je Aktie liegt.

 

Es bleibt spannend

 

Auch von Netflix gibt es bisher noch keine direkte Reaktion auf die jüngsten Ereignisse. Das eigene Angebot nachbessern wollte der Streaming-Gigant bisher nicht. Darin wird aber die für Unternehmen und Anleger bessere Option gesehen, zumal es Zusagen gibt, das Kinogeschäft nicht antasten zu wollen. Skeptiker sehen allerdings hohe regulatorische Hürden aufgrund der immer größeren Marktmacht von Netflix beim Streaming. Am Ende des Tages wird es wohl auf die Aktionäre ankommen. Denn das Angebot von Paramount steht und ist auf eine Zustimmung von Warner Bros. nicht zwingend angewiesen. Nicht ohne Grund handelt es sich um den Versuch einer feindlichen Übernahme.

Viele Anleger halten an ihren Anteilsscheinen bislang fest und hoffen auf einen Bieterstreit, durch den der Wert der Übernahme und damit der Warner Bros.-Aktie noch einmal deutlich in die Höhe getrieben werden könnte. Dafür gibt es zwar keine Garantie. Da bisher aber auch noch keine Annahmefristen oder dergleichen laufen, können die Aktionäre sich das Gerangel um das Unternehmen noch recht entspannt ansehen. Der Ball liegt nun wieder bei Netflix.

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23.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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