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UBS: Der Finanzplatz hatte mehr erwartet

Die UBS legt solide Zahlen vor, während die Börse starkes Wachstum eingepreist hatte

NTG24 - UBS: Der Finanzplatz hatte mehr erwartet

 

Die Aktionäre hatten hohe Erwartungen in den Kurs der UBS eingepreist. Das bediente die Grossbank mit dem Abschluss des 4. Quartals nicht. Ein Umsatzwachstum von zuletzt 4 % und keine konkrete Prognose für 2026 reichen nicht, um den Kurs über 40 Franken zu heben. 

Der Finanzplatz Zürich hatte auf ein stärkeres Wachstumssignal von der UBS (CH0244767585) gewartet. Der Abschluss für das 4. Quartal war ohne Zweifel sehr solide und hat seinen Höhepunkt bei der sehr starken Profitabilität. Was man jedoch vermisst, ist positives Momentum bei den Erlösen. Das 3. Quartal hatte noch mit einem Umsatzanstieg auf 12,76 Mrd. US-Dollar ermutigt, aber im 4. Quartal sank das Umsatzniveau mit 12,15 Mrd. US-Dollar wieder auf das tiefe Niveau vom 2. Quartal zurück. Damit baut sich die Sorge auf, dass die hohen Kurssteigerungen der letzten Monate verfrüht vorgenommen wurden. Seit Ende November hatte sich der Kurs um rund 30 % bis Mitte Januar verteuert. Ein vorgezogener Bonus auf die zukünftige Geschäftsentwicklung, die nun wieder korrigiert wird. 

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Das Geheimnis des starken Gewinnsprungs im 4. Quartal war Sparsamkeit. Während der Umsatz im Jahresvergleich um 4 % stieg, konnte man die allgemeinen Aufwendungen für den Betrieb und die Verwaltung um -9 % und die Höhe der Abschreibungen um -13 % niedriger halten. Generös blieb man hingegen bei den Personalkosten (+5 %). Entscheidend ist der Saldo, der leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag, wodurch das operative Ergebnis kräftig um 62 % von 1,05 Mrd. US-Dollar auf 1,70 Mrd. US-Dollar sprang. Nach Steuern und Anteilen Dritter weist man den Aktionären einen Reingewinn von 1,2 Mrd. US-Dollar (+56 %) aus, was mehr als zufriedenstellend ist, aber die Kursrallye der letzten Wochen nicht trägt. 

Hervorheben muss man am Rande das gute Risikomanagement der UBS. Was eigentlich selbstverständlich sollte, ist es in der Praxis jedoch nicht. Wir haben das wiederholt bei einigen Konkurrenten gesehen. Erst vor wenigen Tagen fiel der Nachbar Julius Bär (CH0102484968) (erneut) mit hohen Kreditverlusten negativ auf. Die UBS hielt die Rückstellungen für problematische Kredite hingegen im 4. Quartal mit 159 Mio. US-Dollar weiter auf einem niedrigen Niveau und musste 2025 vergleichbar wenig zurückstellen wie im Jahr zuvor. 

 

UBS: Der Finanzplatz hatte mehr erwartet

 

Das Aktienrückkaufprogramm erneuert man für 2026. Man hatte bereits im vergangenen Jahr eigene Aktien im Wert von 3 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Ein Schritt, der sich für die Altaktionäre auch deutlich im Ergebnis widerspiegelt. Während der Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter im Gesamtjahr um 53 % stieg, stieg er um 55 % beim Ergebnis je Aktie. Der Unterschied ist die geringere Zahl an ausstehenden UBS Aktien. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFür das laufende Jahr erhöhte die Geschäftsführung jedoch das Volumen des Aktienrückkaufprogramms nicht, sondern will es erneut bei 3 Mrd. US-Dollar belassen. Erfreulich ist der neue Dividendenvorschlag von 1,10 US-Dollar je Aktie. Ein Anstieg um 22 % im Jahresvergleich. Für das Geschäftsjahr 2024 hatte man noch 0,90 US-Dollar je Aktie bzw. 0,74 Franken je Aktie ausgezahlt. Das Problem ist aber natürlich, dass der Anstieg der Dividende im US-Dollar besser als im Franken aussieht, da der US-Dollar so stark abgewertet hat. Da wir den Wechselkurs zum Auszahlungstermin noch nicht kennen, lässt es sich nicht exakt beziffern. Ich kann Ihnen aber die Unterschiede anhand der Auskehrungen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen: 0,90 US-Dollar je Aktie (+28,6 %) bzw. 0,74 Franken je Aktie (+15,4 %). Das Delta war die Schwäche des US-Dollar. Aktuell hat der US-Dollar gegen Franken seit der letzten Ausschüttung um weitere -5 % abgewertet.

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05.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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