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Nasdaq ebnet SpaceX den Weg, JPMorgan trennt sich von Risiken und Julius Bär stagniert auf hohem Niveau - BÖRSE TO GO

Die Nasdaq ebnet SpaceX den schnellen Weg in den Nasdaq 100 Index - Regelwerk angepasst

NTG24 - Nasdaq ebnet SpaceX den Weg, JPMorgan trennt sich von Risiken und Julius Bär stagniert auf hohem Niveau - BÖRSE TO GO

 

Die Nasdaq ebnet SpaceX den schnellen Zugang zum Nasdaq 100 Index. Das Regelwerk wurde geändert, um die IPO-Schwergewichte für sich zu gewinnen. JPMorgan räumt die Bilanz auf und trennt sich von schwachen Bonitäten. Private Equity Kredite im Wert von 4 Mrd. US-Dollar werden abgestoßen. Julius Bär stagniert auf hohem Niveau. Trotz Rückenwind von der Börse wächst das zu verwaltende Vermögen nur um 1 %. 

Asien zeigt sich am letzten Handelstag der Woche gut gelaunt. Alle Benchmarks in der Region können kurz vor Börsenschluss zulegen. Besonders stark entwickelt sich der Hang Seng Index, der zwischenzeitlich mehr als 1,05 % im Plus gehandelt wird, und der Nikkei 225 Index, der vor Handelsende 2,70 % höher steht. Sehr positive Signale bekommen wir am Morgen vor Börseneröffnung vom Terminmarkt. Der DAX-Future (Juni) wird 0,71 % höher bei 24.886,00 Punkten gehandelt. Ein starker Kontrast zum Vortag, denn:

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Die Börse Frankfurt neigte am Donnerstag noch leicht zur Schwäche. Alle deutschen Benchmarks sanken, wenn auch überwiegend nur sehr leicht. TecDAX und SDAX schlossen nahe ihrer Schlusskurse vom Mittwoch und der MDAX gab leicht um -0,16 % auf 31.807,10 Punkte ab. Den einzigen nennenswerten Verlust erlitt der DAX, der -0,53 % tiefer bei 24.606,77 Punkten schloss. Größter Verlierer war hier die Hannover Rück (DE0008402215), die um -1,62 % auf 243,60 Euro sank. 

Leicht freundlich schloss die Wall Street am Donnerstag. Alle amerikanischen Benchmarks konnten sich verbessern, wobei der Dow Jones Industrial Average Index mit einem Gewinn von 0,55 % auf 50.285,66 Punkte im Mittelpunkt stand. Damit hat der Blue Chip Index das letzte Allzeithoch auf Schlusskursbasis vom 10. Februar überwunden und befindet sich in neuem Territorium. Größte Gewinner im Index waren IBM (US4592001014), die um 12,43 % auf 252,97 US-Dollar geklettert sind. Der Nasdaq 100 Index stieg leicht um 0,20 % auf 29.357,27 Punkte und der S&P 500 Index verbesserte sich ebenfalls, stieg aber auch nur leicht um 0,17 % auf 7.445,72 Punkte. 

 

Video -

 

Nasdaq lockert Regel für Jumbo-IPOs

 

Der Kampf um die Schwergewichte findet auch zwischen den Börsen statt. IPOs von erfolgreichen Unternehmen gehören zu den Highlights im Jahr eines Börsenbetreibers. Doch die Konkurrenz ist groß und die Börsen versuchen sich zunehmend auszustechen, um an das Geschäft zu kommen, das ihren Cashflow dann meistens Jahre oder eher Jahrzehnte unterstützt. Im Falle von SpaceX, Anthropic und OpenAI geht die Nasdaq (US6311031081) aber besonders weit und hat extra im Mai ihr Regelwerk angepasst, damit alle drei Unternehmen einen schnellen Eintritt in den Nasdaq 100 Index bekommen. SpaceX beispielsweise, die im Juni an die Börse gehen werden, wird einen vergleichsweise kleinen Free Float haben, was nach den alten Regeln dem Unternehmen eine Aufnahme in den Index verwehrt hätte. Doch die Nasdaq hat ihr Regelwerk diesbezüglich angepasst, damit das Unternehmen bereits 15 Tage nach dem IPO automatisch in den Nasdaq 100 Index aufgenommen und die dreifache Gewichtung erhalten wird, die die Aktie früher bekommen hätte. Das wiederum zwingt automatisch das passive Kapital, das in den großen Index-ETFs verwaltet wird, in die Aktien von SpaceX hinein und sichert so Investments in Milliardenhöhe. Allein der Invesco QQQ Trust verwaltet ca. 475 Mrd. US-Dollar an passivem Kapital, das im Nasdaq 100 Index investiert ist. Der gleiche Mechanismus wird dann auch bei den IPOs von Anthropic und OpenAI wirken. 

 

 

JPMorgan wirft schlechte Bonitäten über Bord

 

Weltweit haben die großen Banken und Versicherungen ihren Aktionären in den letzten Monaten beteuert, dass die gehaltenen Private Credit Assets kein Problem darstellen würden. Diese Beteuerungen waren notwendig geworden, nachdem der Hype um diese Assetklasse im 4. Quartal 2025 abrupt geendet hatte und in starken Kapitalabflüssen aus den meist illiquiden Investmentvehikeln führte. JPMorgans (US46625H1005) CEO Jamie Dimon war einer der wenigen, die vor den Risiken der Assetklasse gewarnt hat. Jetzt kommt noch zusätzlich der Private Equity Sektor in den Verdacht einer deutlichen Bonitätsverschlechterung. Die größte amerikanische Bank hat begonnen, die Risiken auch in diesem Sektor zu reduzieren. Wie aus New York zu hören ist, trennt sich JPMorgan von Krediten an Private Equity Gesellschaften in einem Umfang von mehr als 4 Mrd. US-Dollar, da man die Befürchtung hegt, dass diese Probleme haben werden, ihre ausstehenden Kredite vollständig zurückzuzahlen. Im Detail handelt es sich um sogenannte NAV Loans, wobei dieser gesamte Teilmarkt insgesamt nur auf rund 100 Mrd. US-Dollar geschätzt wird. JPMorgan allein verkauft also derzeit 4 % des Gesamtmarktes. 

 

Julius Bär stagniert auf hohem Niveau

 

Julius Bär (CH0102484968) konnte einen neuen Rekordwert beim zu verwaltenden Vermögen vermelden. Nach den ersten vier Monaten des Jahres lag dieser bei 528 Mrd. Franken. Im Vergleich zum Jahreswechsel ist das jedoch nur eine Veränderung von 1 % und das, obwohl die Kapitalmärkte sich positiv entwickelt haben und der Vermögensverwalter 3,0 Mrd. Franken an neuen Kundengeldern akquirieren konnte. Negativ wirkte sich der starke Franken aus. Die größte Belastung ist jedoch die Neugestaltung des Risiko- und Compliance-Rahmens der Gruppe, nachdem man sich einige teure Fehltritte geleistet hatte. Was die Profitabilität anging, so verbesserte man die Nettomarge im Vergleich zum schwachen 2. Halbjahr 2025 um 10 Basispunkte auf 90 Basispunkte und blieb damit unter dem Niveau von Konkurrenten wie EFG International (CH0022268228). Den Ausblick auf das 1. Halbjahr stutzt man zudem zurecht und warnt, dass man nicht erwartet, dass sich die positive Entwicklung der ersten Monate auch im 2. Quartal fortsetzen wird. Der Konzerngewinn soll aber im 1. Halbjahr über dem Niveau der Vorjahresperiode liegen. 

 

Tagestermine

 

Der GfK Konsumklimaindex für den Monat Juni verbesserte sich überraschend auf -29,8 Punkte von zuvor -33,1 Punkten (revidiert von ursprünglich -33,3 Punkten). Die Ökonomen hatten hingegen mit einer weiteren Verschlechterung auf -33,7 Punkte gerechnet. Insgesamt bewegt sich das Konsumklima in Deutschland derzeit auf dem Niveau des Schocks nach dem Kriegsbeginns in der Ukraine. 

 

 

Um 10:00 Uhr bekommen wir dann noch den ifo-Geschäftsklimaindex für den Mai. Prognostiziert wird ein marginaler Rückgang von zuletzt 84,4 Punkten auf nun 84,2 Punkte. Den Geschäftserwartungsindex sieht man leicht höher bei 83,5 Punkten nach 83,3 Punkten im April. Der Index der aktuellen Lageeinschätzung soll hingegen von 85,4 auf 85,1 Punkte gesunken sein.

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22.05.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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