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Edelmetall-Crash geht weiter, Bitcoin auf 52-Wochentief und Julius Bär hält Dividende stabil - BÖRSE TO GO

Der Sell-off am Gold- und Silbermarkt geht weiter - Asien reagiert auf die Vorgaben vom Freitag

NTG24 - Edelmetall-Crash geht weiter, Bitcoin auf 52-Wochentief und Julius Bär hält Dividende stabil - BÖRSE TO GO

 

Der Sell-off am Gold- und Silbermarkt geht weiter. Die asiatischen Anleger haben am Montagmorgen erstmals Gelegenheit, auf den Crash vom Freitagnachmittag zu reagieren. Auch der Kryptomarkt bleibt nicht von den Verlusten verschont. Nach scharfen Verlusten am Wochenende fällt Bitcoin am Montagmorgen auf das 52-Wochentief vom April 2025. Julius Bär hält die Dividende stabil. Trotz eines Gewinneinbruchs um -25 % will die Schweizer Großbank seinen Aktionären eine unveränderte Auskehrung geben. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Edelmetall Crash lässt den asiatischen Aktienhandel nicht kalt. Alle Benchmarks in der Region liegen tiefer unter Wasser. Am härtesten trifft es den KOSPI, der -5,26 % tiefer bei 4.949,67 Punkten schloss. Der Nikkei 225 Index gab -1,23 % auf 52.669,00 Punkte ab und der Hang Seng Index wird zwischenzeitlich mehr als -3,15 % im Minus gesehen. Der Terminmarkt liegt am Morgen vor Eröffnung der europäischen Vorbörse tief im Minus. Insbesondere die US-Aktienindex-Futures verlieren deutlich. Der DAX-Future (März) wird -0,95 % tiefer bei 24.383,00 Punkten gehandelt. 

Für Frankfurt lief die vergangene Woche schon alles andere als gut. Alle deutschen Benchmarks gaben deutlich ab. Am stärksten erwischte es den TecDAX, der auf die Woche betrachtet um -3,67 % auf 3.613,41 Punkte abrutschte. Überdurchschnittlich stark wurde der Technologieindex vom Schwergewicht SAP (DE0007164600) belastet, die nach den enttäuschenden Zahlen um -12,22 % in der vergangenen Woche fielen. Der gleiche Effekt zog auch den DAX herunter, der eine Wochenperformance von -3,00 % auf 24.538,81 Punkte ausweist. Der MDAX sank um -2,30 % auf 31.164,44 Punkte und der SDAX verlor noch -1,80 % auf 18.040,35 Punkte.

New York sah ebenfalls erhöhte Volatilität, zeigte aber im Saldo relative Stärke. Der Nasdaq 100 Index konnte in der vergangenen Woche sogar unter dem Strich marginal um 0,09 % auf 25.552,39 Punkte steigen, trotz des harten Abverkaufs des Schwergewichts Microsoft (US5949181045), die um -11,80 % auf 430,29 US-Dollar abrutschten. Der S&P 500 Index beendete den Handel am Freitag nahezu unverändert bei 6.939,03 Punkten (-0,01 %) und der Dow Jones Industrial Average Index sank um -0,95 % auf 48.892,47 Punkte. Der Blue Chip Index wurde von den hohen Verlusten bei UnitedHealth (US91324P1021) stark belastet, die auf Wochenbasis um -19,01 % auf 286,93 US-Dollar abrutschten, nachdem sich in Washington eine Reform der staatlichen Krankenversicherung und -versorgung anbahnt. 

 

 

Gold und Silber Sell-off geht weiter

 

Die asiatischen Märkte reagieren am Montagmorgen erstmals auf den harten Sell-off, der sich am Freitagnachmittag nach Börsenschluss in Asien im Westen abgespielt hatte. Erneut geraten daher heute früh die Kurse für Gold und Silber unter Druck. Gold wird zeitweise mehr als -10 % im Minus gehandelt. Bei Silber sind die Abschläge erneut deutlich höher und erreichen zeitweise mehr als -15 %. Ein weiterer Katalysator, der die Kurse an den Edelmetallmärkten unter Druck bringt, ist, dass die Terminbörsen am Montag ihre Margenanforderungen erhöht haben. Die CME Group verlangt beispielsweise ab heute bei Gold-Kontrakten 8 % statt bisher 6 % Margenhinterlegung. Für Kunden mit einer schwächeren Bonität sogar 8,8 %. Beim Silber steigen die Anforderungen an die Sicherheiten von 11 % auf 15 % bzw. 16,5 % für wackelige Kunden. Diese Erhöhung nimmt Kunden weiteren Spielraum. Wer beispielsweise am Freitag bereits tief im Verlust lag, aber noch knapp die Margenanforderungen erfüllte, kann heute früh einen Margin-Call erhalten, da die Anforderungen erhöht wurden und die Kurse weiter gefallen sind. Dieser Schritt der Terminbörsen, der üblich ist, schüttet kurzfristig weiteres Öl ins Feuer. 

 

Bitcoin erreicht 52-Wochentief

 

Der Sell-off bei Bitcoin und den Altcoins hatte schon lange vor dem Crash bei Gold und Silber begonnen. Mitte Januar sah es jedoch danach aus, als ob sich der Abverkauf beruhigt hat und die Kryptowährungen ein Comeback vorbereiten. Doch die Verluste am Edelmetallmarkt schwappten ab Donnerstag auch in den Kryptohandel herüber und setzten sich das ganze Wochenende fort. Am Montagmorgen nimmt Bitcoin noch am Abverkauf teil, aber sehr zurückhaltend. Zwischenzeitlich notieren die Kurse mehr als -2 % im Minus, was jedoch darüber hinwegtäuscht, dass sich im Wochenendhandel bereits erhebliche Verluste ergeben haben. Misst man vom Schlusskurs vom Freitag aus, notiert Bitcoin heute früh mehr als -11 % im Minus. In der Spitze wurden dabei auch die Kursniveaus wiedererreicht, die im Sell-off nach dem Liberation Day im vergangenen April erreicht wurden. Der Handel bewegt sich also auf dem Niveau des 52-Wochentiefs. 

 

 

Julius Bär hält die Dividende stabil

 

Trotz eines schwierigen Geschäftsjahres, das von negativen Sondereffekten geprägt war, will Julius Bär (CH0102484968) die Dividende stabil halten. Die Geschäftsführung kündigte am Morgen einen Dividendenvorschlag von 2,60 Franken je Aktie an. Die negativen Sondereffekte bezogen sich im Wesentlichen auf Kreditverluste und die Auflösung von Steuerrückstellungen. Insgesamt erlitt die Schweizer Großbank so einen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr von -25 % auf 764 Mio. Franken bzw. 3,72 Franken je Aktie. In der Akquise war man hingegen erfolgreich. Man konnte Netto-Neugelder in einem Umfang von 14,4 Mrd. Franken für sich gewinnen. Das zu verwaltende Vermögen stieg um 5 % auf einen neuen Rekordwert von 521 Mrd. Franken. 

 

Tagestermine

 

Um 16:00 Uhr erwarten wir den amerikanischen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den Monat Januar. Die Ökonomen rechnen mit einer marginalen Steigerung von 51,8 auf 51,9 Punkte. 

 

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02.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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