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Alfa Romeo, Haas und die Rückkehr eines legendären Namens in die Formel 1

Mick Schumacher startet an diesem Wochenende in seine erste Formel 1-Saison

 

Im 4. Teil der Serie geht es heute um die beiden Ferrari - Kundenteams in der Formel 1 und die Wiederkehr eines legendären Familiennamens in den Rennzirkus.

 

Alfa Romeo

 

Die Italiener, die der eigentliche Ursprung der Scuderia Ferrari sind, nahmen schon in der Vorkriegszeit an Motorsportrennen teil. Der 2 - fache Weltmeister ging zuletzt 1985 in einem Formel 1 - Rennen an dem Start. Doch seit der Saison 2018 ist Alfa Romeo wieder in der Formel 1 vertreten. Grundlage hierfür ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Titelsponsoring des Schweizer Rennstalls Sauber.

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DAX Future SignaleDie Hoffnungen für die neue Saison liegen vor allem auf dem neuen Ferrari - Aggregat und Fahrer Kimi Räikkönen bestätigte schon nach dem ersten Testtag eine signifikante Verbesserung. Durch die Schwächen des Ferrarimotors wurde Alfa Romeo in der Vorsaison quasi mit in den sportlichen Abgrund gerissen und konnte sich teilweise nur knapp vor den beiden Williams platzieren. Auch der Teamchef Frederic Vasseur zeigt sich vor den Testtagen in Bahrain optimistisch und bestätigt eine weitreichende Verbesserung in der Fahrdynamik des gesamten Boliden. Beide Token für die Entwicklung wurden in eine neue Frontpartie gesteckt, vor allem die Nase des Wagens scheint enorm verschlankt worden zu sein. Zwar kann Alfa sich bei Aeroparts und einigen Chassiskomponenten bei Ferrari bedienen, da Teile, die in der Saison 2020 homologiert wurden, frei zugekauft werden können. Allerdings bestätigte Vasseur das Alfa Romeo diese Möglichkeit nicht in Betracht zieht. Frederic Vasseur will sich auf die eigene Stärke verlassen und zeigt sich zuversichtlich: „ Ich bin mir sicher, dass unsere Ingenieure trotz der Regeländerungen in der Aero das maximale aus dem neuen Package geholt haben.“ Zugleich stellt er aber auch klar, dass die Budgetgrenze eine parallele Entwicklung des jetzigen Wagens und des 2022 Modells unmöglich macht. Die Hoffnung ist erst mal möglichst wenig in die Entwicklung neuer Teile für die jetzige Saison zu investieren. Mit größeren Verbesserungen sei also innerhalb der Saison nicht zu rechnen, umso wichtiger ist ein guter Start in die neue Saison. Vasseur sieht in der Budgetobergrenze allerdings auch eine große Chance für kleinere Teams wie Alfa Romeo, da sich die Investitionskosten der großen Teams nicht mehr so stark von den eigenen finanziellen Mitteln unterscheiden werden.

Die Fahrerpaarung bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Neben dem Routinier und zweifelsohne charismatischsten Fahrer im Rennzirkus, dem Finnen Kimi Räikkönen, wird der C41 von dem Italiener Antonio Giovinazzi pilotiert.

 

Haas F1-Team

 

Der Initiator des Haas - F1 - Teams ist Gene Haas. Der US - Millionär ist der Gründer des amerikanischen Werkzeugmaschinenherstellers Haas Automation und bereits seit 2002 im Motorsport aktiv. Im Jahr 2014 gründete Gene Haas das Formel1 - Projekt, das 2 Jahre später in Melbourne das erste Mal an den Start ging. Die Zusammenarbeit von Haas mit der Scuderia Ferrari verläuft dabei enger als die Alfa Romeo – Ferrari - Kooperation. Haas bezieht einen wesentlichen Teil der technischen Komponenten von Ferrari, daneben auch den Motor, das Getriebe und einige Aeroparts. Durch die übergreifende technische Unterstützung von Ferrari hat Haas ein Büro auf dem Ferraristützpunkt in Maranello und nutzt unter anderem den Windtunnel mit. Ferrari profitiert von der Zusammenarbeit, indem sie ganze Abteilungen an Haas outgesourced haben, um ihr Budget stark zu verringern.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer diesjährige Bolide ist nahezu derselbe wie letztes Jahr. Außer der an die russische Flagge erinnernden Lackierung gibt es aus technischer Sichtweise kaum Änderungen. Hinzu kommt, dass schon in der letzten Saison Haas kaum Änderungen vorgenommen hat, sodass sie faktisch mit demselben Auto wie schon 2018 an den Start gehen werden. Haas ist das einzige F1 - Team, das mit 2 neuen Fahrern an den Start gehen wird. Neben dem Russen Nikita Mazepin, für den vor allem das Geld seines reichen Vaters spricht, findet sich ein neuer Deutscher in der F1 ein. Und was für einer. Dieses Jahr werden die vielen deutschen Fans das legendäre Namenskürzel MSC auf dem Monitor erblicken können. Mick Schumacher, Sohn der Legende Michael Schumacher, wird in Bahrain am 28.3 an seinem ersten F1 - Rennen an den Start gehen und für alle diejenigen die die Königsklasse des Motorsports seit längerem Verfolgen wird es ein emotionaler Start in die neue Saison.

Haas - Teamchef Günther Steiner gibt als Saisonziel für die neue Saison keinerlei sportliche Ziele an, sondern möchte die Rookie - Fahrerpaarung lediglich auf das große Jahr 2022 vorbereiten. Sportlich wird von Haas dieses Jahr also nicht zu viel zu erwarten sein.

 

27.03.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 






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